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GERSFELD Leistungsspangenabnahme

130 Jugendliche erreichten die höchste Auszeichnung in der Jugendfeuerwehr

04.10.14 - Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung, die ein Mitglied in der Jugendfeuerwehr erreichen kann. Einmal im Jahr kann die Prüfung dieser Auszeichnung absolviert werden. Insgesamt stellten sich 19 Jugendfeuerwehrgruppen in Gersfeld-Hettenhausen dieser Prüfung. 

Die Leistungsspangenabnahme besteht aus fünf Disziplinen, die durch die jeweiligen Jugendfeuerwehrgruppen im Team – bestehend aus 9 Mannschaftsmitgliedern – erfolgreich absolvieren müssen. Hierzu zählen sowohl feuerwehrtechnische als auch sportliche Disziplinen, die von den Wertungsrichtern der Kreisjugendfeuerwehr Fulda streng beobachtet wurden. Alle Übungsteile mussten in einem vorgegebenen Zeitrahmen und möglichst korrekt vorgeführt werden. Die Aufsicht über den gesamten Wertungsablauf hatten die Abnahmeberechtigten der Deutschen Jugendfeuerwehr Stephan Albracht (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und Stefan Seidel (Lahn-Dill-Kreis). Zu den Disziplinen zählt das Vorführen einer Löschangriffsübung nach Feuerwehrdienstvorschrift 3 mit der Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer, wie beispielsweise einem Fluss oder Teich.

Dies wird wegen der möglichen Unfallgefahren nur angedeutet. Weiterhin sind von den jungen Brandschützern 3 C-Strahlrohre vorzunehmen. Jeder Handgriff ist den einzelnen Trupps genau zugeordnet und muss genau stimmen. Bei der sogenannten Schnelligkeitsübung, bei der 8 Schläuche in mindestens 75 Sekunden zu einer langen Leitung aneinander gekuppelt werden müssen, geht es um Schnelligkeit. Der Einheitsführer hat hierbei die Aufgabe, darauf zu achten, dass keine Umdrehung in den Schläuchen ist. Wer diese Aufgabe in einer schnelleren Zeit absolviert, kann viele Zusatzpunkte erreichen. In einer theoretischen Fragenbeantwortung werden die Kenntnisse im Bereich Feuerwehrorganisation, Fahrzeug- und Gerätekunde, Löschmittel und Löschverfahren, Unfallverhütung sowie der Gesellschafts- und Jugendpolitik abgefragt.

Zum Sportteil gehört das Stoßen einer 4 kg Kugel für die weiblichen und einer 5 kg Kugel für die männlichen Bewerber. Hierbei muss mit allen Gruppenmitgliedern eine Entfernung von mindestens 55 Metern gestoßen werden. Beim Staffellauf müssen alle Jugendlichen eine Gesamtstrecke von 1500 Metern durchlaufen. Die Streckenabschnitte, wie viel jeder läuft kann selbst eingeteilt werden. Die Zeit von 4 Minuten und 10 Sekunden darf jedoch nicht überschritten werden. Weiterhin bekommen die Mädchen und Jungen eine Bewertung auf ihr Verhalten und die Disziplin als Eindruck bewertet. Zur Voraussetzung der Prüfung zählt auch, dass man zwischen 15 und 18 Jahren alt sein muss und mindestens ein Jahr einer Jugendfeuerwehr angehört. Die Bewertung und die hierzu geltenden Leistungen sind sehr streng bemessen, so dass zwei Gruppen das angestrebte Ziel nicht erreichten. Diese haben jedoch die Möglichkeit bei einem Nachholtermin Ende Oktober in Homberg (Ohm) ihre Leistungen erneut vorzuweisen um so doch noch das angestrebte Ziel zu erreichen.

Am Nachmittag konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Hohmann 130 Jugendliche (davon 104 männlich) zur bestanden Leistungsspange beglückwünschen und begrüßte im Rahmen einer kleinen Feierstunde zahlreiche Gäste. So lobte der erste Kreisbeigeordnete Dr. Heiko Wingenfeld die Jugendfeuerwehrmitglieder für ihre Leistungen im Team und richtete die herzlichsten Grüße von Landrat Bernd Woide aus. Er staunte nicht schlecht, da Fußballturniere wegen Regen abgesagt wurden, doch dieser Wettkampf der Jugendlichen nicht. Dies zeigt, dass das Thema Feuerwehr selbst bei den Jugendlichen nicht auf die leichte Schulter genommen wird und die Jugendlichen nicht aus Zucker sind.

Auch Gersfelds Stadtrat Harald Schäfer konnte dem nur zustimmen und lobte die Organisation und Durchführung der Veranstaltung durch die Jugendfeuerwehr Gersfeld-Hettenhausen. Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Schädel beglückwünschte ebenfalls alle, die bestanden haben und gab bekannt, dass die jugendfeuerwehrmitglieder ab dem 16. Lebensjahr und mit der Leistungsspange als Nachweis mit der Ausbildung in der Feuerwehr beginnen können. Somit können die jungen Feuerwehrleute den Grundlehrgang besuchen. Auch beide Abnahmeberechtigten waren mit der Leistung der Jugendlichen sehr zufrieden. Stadtjugendfeuerwehrwart Jonathan Beck und der stellvertretende Stadtbrandinspektor Sven Romeis ließen herzliche Grüße ausrichten und bedankten sich bei allen über den guten Verlauf der Leistungsspangenabnahme.+++


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