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- Foto: Bundespolizei

HÜNFELD Gewalttätige Fußballstörer verurteilt

Erfolgreiche Strafverfolgung durch die Bundespolizei

11.10.14 - Die Bundespolizei ist im Rahmen ihrer bahnpolizeilichen Aufgaben auf dem Gebiet der Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes zuständig. Außerhalb dieser Bereiche - und damit unter anderem auch für den Weg vom Bahnhof zum Stadion - liegt die Zuständigkeit bei den jeweiligen Polizeien der Länder. Pro Spieltagwochenende muss die Bundespolizei bis zu 3.000 Polizistinnen und Polizisten einsetzen, um allein bei der An- und Abreise mit der Bahn zum Teil schwerste Straftaten zu verhindern und zu verfolgen.

Anlässlich der Fußballbegegnung Arminia Bielefeld gegen Dynamo Dresden im Dezember 2013 war es schon bei der Anreise im Bahnhof Bielefeld zu gewalttätigen Angriffen auf Polizeibeamte gekommen. 17 verletzte Polizeibeamte waren Zeichen einer massiven Aggressivität der Dresdener Fans.

Die Einsatzkräfte aus Bund und Land hatten den Auftrag, im Bahnhof stationäre Schutzmaßnahmen durchzuführen sowie den Anreiseverkehr der Fans zu überwachen. Nach der Ankunft hatten sich ca. 300 Fußballstörer zur Verhinderung der Identifikation mit Ponchos, Bärten, Sturmhauben maskiert und mit Masken und Schals vermummt. Die Täter setzten sofort massiv Pyrotechnik gezielt gegen die eingesetzten Polizeibeamten ein. Die Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft aus Hünfeld war direkt im Zentrum der Aggression im Bahnhof Bielefeld eingesetzt. Sofort nach dem Aussteigen wurden die Hünfelder Beamten noch am Bahnsteig mit Steinwürfen, Schlägen und Tritten traktiert.

Einer der eingesetzten Beamten schilderte das wie folgt: "… sah ich immer wieder, wie gezielt gegen die Helme der Kollegen getreten wurde, die sich im Gleisbett befanden … ein derart aggressives Vorgehen von Fußballfans gegen die eingesetzten Kräfte habe ich noch nicht erlebt"

Trotz der Vermummung konnten etliche Täter identifiziert und verurteilt werden. Grundlage für die erfolgreiche Strafverfolgung waren u.a. die Video-/Fotoaufzeichnungen und die Fahndungshilfen der Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft sowie die umfassende Zusammenarbeit aller beteiligten Dienststellen und Behörden. Bisher wurden 28 Strafverfolgungsmaßnahmen gegen Dresdner Fußballgewalttäter eingeleitet und konnten in 20 Fällen bereits abgeschlossen werden.

Insgesamt wurden neben Strafbefehlen und Geldbußen in Höhe von fast 16.000 Euro auch mehrere Hauptsacheverfahren eingeleitet. Die Bundespolizei ist nach eigenen Angaben sicher, dass die verhängten Strafen präventive Wirkung haben. Jedem Fußballstörer müssen die Folgen eines Angriffs auf Polizeivollzugsbeamte klar sein. +++


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