- Fotos: Hendrik Urbin

EISHOCKEY Über 1.000 Fans in der EissportArena

Lauterbacher Luchse feiern umkämpften Derby-Sieg gegen Rote Teufel Bad Nauheim

20.01.15 - Am Sonntag war zum zweiten mal in der laufenden Saison Derbyzeit im Steinigsgrund. Die Luchse empfingen die Roten Teufel aus Bad Nauheim zum wichtigen Spiel im Kampf um die Play-Off Plätz der Regionalliga West. Kurz vor Spielbeginn bildete sich immer noch eine Schlange an der Kasse, es herrschte Eishockeyfieber in Lauterbach und der Region. Rund 1000 Zuschauer strömten in die Lauterbacher EissportArena und sorgten für Gänsehautstimmung.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und ein temporeiches Spiel. Von den Fans nach Vorne getrieben, tauchten die Luchse immer wieder gefährlich vor dem Tor der Wetterauer auf. Immer wieder scheiterten die Vogelsberger Eishockeycracks am starken Schlussmann der Bad Nauheimer. Auf der Gegenseite musste Sebastian Grunewald das ein oder andere Mal sein ganzes Können zeigen, um einen Rückstand zu verhindern. In der 7. Spielminute durfte dann erstmals gejubelt werden. Stürmer Miro Hantak verwandelte einen Abpraller von Jens Feuerfeil, zur 1:0 Führung für die Luchse. Die Freude dauerte jedoch nicht lange, denn die Roten Teufel schlugen nur Sekunden später durch Müller zurück. Als Nauheims Routinier Martin Flemming in die Kühlbox musste, hofften viele der Zuschauer auf die neuerliche Führung für die Luchse.

Doch das Powerplay der Luchse war alles andere als erfolgreich. Der Ex-Profi in Reien der Roten Teufel, Martin Prada, nutze die Lauterbacher Unachtsammkeit an der blauen Linie und verwandelte seinen Alleingang zur erstmaligen Führung für die Gäste. Die Luchse gaben sich aber unbeeindruckt und versuchten weiterhin, den Abwehrriegel der Gäste zu knacken. Kurz vor Ende des 1. Drittels musste erneut Raubein Martin Flemming auf der Strafbank platznehmen. Diesmal nutzten die Luchse die Strafzeit eiskalt aus. Mit einem verdeckten Handgelenkschuss von der blauen Linie, erzielte der slowakische Verteidiger Marko Filip, den vielumjubelten und verdienten Ausgleich für die Luchse. Mit diesem Unentschieden ging es in die erste Drittelpause.

Zwar sahen die Zuschauer im zweiten Spielabschnitt weniger Tore, doch an Spannung und Intensität war das Spiel kaum zu überbieten. Auf beiden Seiten durften sich die Torleute mehrfach auszeichnen und hielten mit spektakulären Glanzparaden ihr Team im Spiel. Der erste Aufreger im Mitteldrittel ließ nicht lange auf sich warten. Ein Schuss von Benni Schulz, der eindeutig hinter der Torlinie eingeschlagen war, wurde vom Schiedsrichterquartett nicht geben. Die Luchse ließen sich aber davon nicht aus der Ruhe bringen.

In der 34. Spielminute war es dann soweit und es durfte auf Seiten der Luchse wieder gejubelt werden. Der quirlige Stürmer Jens Feuerfeil fasste sich ein Herz, umspielte zwei Bad Nauheimer Abwehrspieler und donnerte den Puck unhaltbar in die Maschen des Bad Nauheimer Tores. Die Gegner aus der Wetterau hielten aber dagegen und kamen noch im zweiten Drittel erneut zum Ausgleich. Somit ging es erneut mit einem Unentschieden in die Pause.

Die Entscheidung musste also im letzten Drittel fallen. Viele Zuschauer hatten nach der Drittelpause ihren Platz in der Eishalle noch gar nicht eingenommen, da schlugen die Luchse erneut zu. Nach feiner Vorarbeit von Filip und Hantak, brachte Benni Schulz sein Team erneut in Führung. Diese Führung galt es nun zu verteidigen, ohne jedoch sich zu sehr in die Defensive drängen zu lassen. Bad Nauheim musste nun hinten aufmachen, um im Rennen um die Playoffs weiterhin dabei zu sein. Dies nutzen die Luchse geschickt aus, um mit gefährlichen Kontern immer wieder vor dem Nauheim Tor aufzutauchen. Glück hatten die Luchse als die Scheibe aus dem Gewühl heraus, vor das Tor der Luchse rutschte und zwei freistehende Bad Nauheimer das Tor um Zentimeter verfehlten.

Die Luchse verteidigten nach dieser Schrecksekunde wieder deutlich konzentrierter. Bad Nauheim versuchte nun, mit der gewohnt überharten Gangart und foulen Spielweise, die Luchse aus dem Konzept zu bringen. Doch sämtliche Provokationen und Attacken wurden von den Luchsen mit bravour eingesteckt und von den Schiedsrichtern bestraft. Als nur noch wenige Sekunden zu spielen waren, versuchten die Roten Teufel, durch die Herausnahme des Tormanns zugunsten eines weiteren Spielers alles, um den Ausgleich zu erzielen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Miro Hantak eroberte den Puck nach dem Bully, legte ab auf Marko Filip und dieser schlenzte die Scheibe über die komplette Eisfläche zum verdienten 5:3 Endstand, ins Tor der Kurstädter.

Der Frust der Bad Nauheimer saß tief. Zwei Sekunden vor Ende des Spiels, attackierte Sasek den Lauterbacher Miro Hantak mehrfach mit dem Schläger. Dieses mehr als unsportliche Verhalten bestraften die Schiedsrichter aber erneut sehr souverän und schickten Sasek frühzeitig zum Duschen. Mit diesem Sieg festigten die Lauterbacher Platz zwei in der Tabelle und haben nun gute Chancen, am Ende unter den Top 4 Mannschaften zu landen.

Aufstellung der Luchse:

Tor: Sebastian Grunewald, K.-D. Lechner
Abwehr: Marko Filip, Sven Naumann, Daniel Hornivius, Emanuel Grund, Niels Hilgenberg
Sturm: Benjamin Schulz, Nils Feustel, Mathias Matysek, Julian Grund, Manuel Six, Miro Hantak, Nils Vogel, Constantin Schneider, Jens Feuerfeil, Mario Kreuz

Statistik des Spiels:
1:0 (7.) Hantak (Feuerfeil); 1:1 (8.) Müller ; 1:2 (11.) Prada; 2:2 (18.) Filip (Feustel, E. Grund); 3:2 (34.) Feuerfeil; 3:3 (40.) Mroz; 4:3 (41.) Schulz (Hantak, Filip); 5:3 (60.) Filip

Strafzeiten:
Lauterbach 8
Bad Nauheim 12 + 10 Minuten Sasek + 10 Minuten Zahrt+++


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