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NEUHOF Hans BRINKMANN war 26 Jahre als Rektor tätig

Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule geht in den Ruhestand

02.02.15 - Nach 26 Jahren Schulleitertätigkeit an der Albert-Schweitzer-Schule in Neuhof, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, Beratungs-und Förderzentrum und Schule mit Ganztagesangebot, geht Hans Brinkmann nun in den Ruhestand. Brinkmann brachte in diesen Jahren viele Projekte auf den Weg. Einen großen Dank richtet er bei seiner Verabschiedung am vergangenen Freitag an alle, mit denen er zusammenarbeitete. Sie alle gemeinsam haben die Schule zu dem gemacht, was sie heute sei.

„Sie waren in Ihrem Denken sehr oft der Zeit voraus“ charakterisiert Frau Reuther vom Schulamt den ehemaligen Schulleiter. Brinkmann trug in seiner Schaffensperiode zu einigen maßgeblichen Veränderungen für die ASS bei. Wie Rüdiger Kirchner, der Konrektor der Schule ausführt, setzte Brinkmann 1998/99 an der ASS als einer der ersten Förderschulen die wöchentlichen Praxistage für Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen um. Die betrieblichen Praktika fungieren für die Lernenden als Einstieg in die Arbeitswelt und seien daher von essentieller Bedeutung, so Kirchner. Darüber hinaus initiierte Brinkmann aufgrund steigender Schülerzahlen den Anbau eines Musikraumes sowie einer Schulküche für den Hauswirtschaftsunterricht. Als eine der ersten Förderschulen Hessens nahm die Albert-Schweitzer-Schule im Jahr 2002 auch die Arbeit als Beratungs- und Förderzentrum auf und führte in Kooperation mit der heutigen Johannes-Keppler-Schule, Gesamtschule in Neuhof, den Erwerb des Hauptschulabschlusses ein.

Ebenfalls sei die Schule, dank Brinkmann, Vorreiter bei der Absolvierung der Projektprüfung durch Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse gewesen, welche im Jahr 2005 Bestandteil der Hauptschulprüfung wurde. Inzwischen sei diese Prüfung Pflichtbestandteil des Hauptschul- und Berufsorientierten Abschlusses. Pionierarbeit wurde, während Brinkmanns Amtszeit, auch im Bereich der Gewaltprävention geleistet. Als erste Förderschule im Bereich des Polizeipräsidiums Osthessens konnte Brinkmann 2011 in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt sowie der Polizei das Programm PiT, Prävention im Team, zur Gewaltprävention in den BO-Stufen etablieren. Schließlich führte er im Schuljahr 2011/12 das Ganztagesangebot ein, welches inzwischen als ein fester Bestandteil des Schullebens gesehen werde. Neben den bürokratisch-administrativen Belangen steckte Brinkmann außerdem viel Herzblut in das schuleigene Biotop, welches in Zukunft seinen Namen tragen soll.

Neben seiner langen Schaffensperiode als Schulleiter blieb Brinkmann bis zuletzt Lehrer aus Leib und Seele mit fachlich wie auch pädagogisch idealistischen Zielen, dem das Wohl der Lernenden und ihre Freude am Unterricht sehr am Herzen lagen. Brinkmann habe sich als Schulleiter und als Mensch für die Schule, die Lernenden und das Kollegium stark gemacht und „sich in allen Situationen, selbst wenn diese noch so unangenehm waren, nach außen immer schützend vor alle Kolleginnen und Kollegen gestellt“ schließt Kirchner seine Ausführungen. Johannes Mangold vom Personalrat der Schule ergänzt, dass Brinkmann darüber hinaus stets ein offenes Ohr für die persönlichen Interessen der Kollegen gehabt habe und auch an familiären Belangen Anteil genommen habe. Ebenso „vorbildlich, intensiv und genauso offen wie für das Kollegium waren Sie immer für die Schüler“, führt Mangold weiter aus. „Er hatte immer ein offenes Ohr für die Schüler und sie mochten ihn wirklich. Er hat es halt pädagogisch drauf“ zitiert Mangold einen Kollegen. Brinkmann ist ein Mensch, den man in keiner Hinsicht enttäuschen möchte, weil er eine natürliche Sympathie und Ehrlichkeit ausstrahlt sowie eine enorme (Fach-) Kompetenz besitzt.

Brinkmann absolvierte vor 40 Jahren sein Studium zum Förderschullehrer in Halle und war nach seinem Referendariat als Lehrer in Niedersachsen tätig. 1989 trat er seine Stelle als Schulleiter an der Albert-Schweitzer-Schule an, einer Schule an der er „willensstarke, tatkräftige Kollegen" vorfand, welche durch ein ausgeprägtes „Wir sind ASS-Gefühl“ verbunden waren, so der ehemalige Schulleiter. Die Zusammenarbeit mit seinen Kollegen und allen aktiv Mitwirkenden der Albert-Schweitzer-Schule wie Sekretärin, Hausmeister, Aktive des Fördervereins, Schulelternbeiratsvorsitzende, ehemals Pfarrer Knieper, seinem Amtsvorgänger Herrn Wieber, die enge Kooperation mit den Kollegen der Johannes-Keppler- Schule, die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis, dem Bauamt des Landkreises und dem Schulamt, die Summe all dessen habe die ASS zu dem gemacht, was wir heute seien, dankt Brinkmann allen Beteiligten und anwesenden Gästen bei seiner Verabschiedungsfeier am vergangenen Freitag. Gemeinsam sei es möglich geworden, in „Harmonie den Dualismus zu negieren und das „WIR SIND ASS“ herzustellen, fortzuführen und zu bewahren. Die Albert-Schweitzer-Schule wird heute von knapp 100 Schülerinnen und Schülern der ersten bis zehnten Klasse besucht.

Gemeinsam mit Hans Brinkmann gleiten zum Ende des Halbjahres die ehemaligen Kollegen Karola Schäfer und Dieter Mahr aus der Altersteilzeit in den Ruhestand.+++


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