
Das beim 64. Hessisdchen Schützentag im Seepark Kirchheim gewählte Präsidium des Hessischen Schützenverbandes, von links: Jugendleiter Stefan Rinke, Sportleiter Otmar Martin, Vizepräsident Hartmut Pfnorr, Präsident Hans-Heinrich v. Schönfels, Vizepräsident Wolfram Herath und Schatzmeister Friedhelm Wollenhaupt. -
KIRCHHEIM
Sorge um Mitgliederrückgang
64. Hessischer Schützentag: Präsident im Amt bestätigt
13.04.15 - Hans-Heinrich v. Schönfels bleibt Präsident des Hessischen Schützenverbandes. Der 51-jährige Verwaltungsleiter einer Rehabilitations-Klinik in Grebenhain im Vogelsberg wurde in der Delegiertenversammlung des 64. Hessischen Schützentages im Seepark Kirchheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg) erneut an die Spitze des viertgrößten Sportfachverbandes in Hessen berufen. Für den Amtsinhaber als einzigen Kandidaten für die Spitzenposition sprachen sich 265 Delegierte in der Wahl aus, zwölf stimmten mit nein und drei Stimmen waren ungültig. Insgesamt waren 288 der 294 Delegierten und Mitglieder des Gesamtvorstandes stimmberechtigt.
Hans-Heinrich v. Schönfels wurde erstmals 2011 in Limburg an der Lahn an die Spitze des Fachverbandes für das Sport- und Bogenschießen im Landessportbund Hessen berufen. Dem Präsidium gehörte er zuvor schon elf Jahre als Vizepräsident an. „Einiges haben wir in den zurückliegenden vier Jahren auf den Weg gebracht und umgesetzt“, sagte der wieder gewählte Präsident. Dazu gehöre die finanzielle Situation des Sportverbandes, die auf sicheren Füßen stehe. Besorgniserregend sei dagegen der Mitgliederrückgang. Der verursache Beitragsverluste und drastische Einbußen bei der Sportförderung. Nur durch sparsamste Haushaltsführung seien diese Verluste ausgeglichen worden, berichtete der Präsident, der aber auch eine positive Meldung an die Mitglieder weitergab: „Der Hessische Schützenverband ist schuldenfrei.“ Als seine künftigen Aufgaben und Herausforderungen sieht v. Schönfels weiterhin die Anpassung der Verbandsstrukturen an die Mitgliederentwicklung, eine neue Beitragsgestaltung und eine noch größere Integration der Hessischen Schützenjugend in das Verbandsgeschehen an.
Erste Wahl zum Vizepräsidenten
Das waren überraschende Abstimmungsergebnisse, mit denen im Vorfeld des Hessischen Schützentages nicht zu rechnen war. Einer der beiden Vizepräsidenten musste auf jeden Fall neu gewählt werden, weil sich Amtsinhaber Erhard Häuser (Großenhausen bei Gelnhausen) nicht wieder zur Wahl stellte. Erneut kandidierte aber der bisherige Vizepräsident Franz-Josef Kerber (Groß-Zimmern) und als Herausforderer der Rheingauer Gauschützenmeister Hartmut Pfnorr (Wiesbaden). Das Ergebnis: 176 Stimmen für Pfnorr. Der Wiesbadener wurde damit zum Vizepräsidenten gewählt. Kerber unterlag mit 98 Stimmen. Neun Delegierte enthielten sich oder gaben ungültige Stimmzettel ab.
Zweite Wahl zum Vizepräsidenten
Erneut wurde Franz-Josef Kerber vorgeschlagen. Seine Mitbewerber im zweiten Wahlgang waren Kassenprüfer Wolfram Herath (Baunatal bei Kassel) und Kreisschützenmeister Jörg Unkelbach (Merenberg/Oberlahn). Das Abstimmungsergebnis: Wolfram Herath wurde mit 131 Stimmen zum weiteren Vizepräsidenten gewählt, Jörg Unkelbach unterlag mit 91 und Franz-Josef Kerber mit 56.
Finanzen, Sport und Jugend
Das waren eindeutige Vertrauensbeweise im Alleingang und ohne Gegenkandidaten. Friedhelm Wollenhaupt wurde erneut zum Landesschatzmeister berufen. Für den Stadtrat aus Rotenburg an der Fulda stimmten 255 Delegierte. Das beste Abstimmungsresultat erzielte der wieder gewählte Landessportleiter Otmar Martin aus Hofheim im Taunus mit 281, und für den erneut berufenen Landesjugendleiter Stefan Rinke (Oberbreitenbach bei Alsfeld) sprachen sich 276 Delegierte aus.+++