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KREIS HEF-ROF Politiker schlagen Alarm

MdB HEIDERICH (CDU) warnt: "Waldhessen wird Windrad-Hessen“

22.04.15 - Es könnte eng werden, wahnsinnig eng in Waldhessen. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es kaum eine Gemeinde mehr, die nicht von Windkraft betroffen ist. Vielerorts schießen die Riesen aus Stahl und Beton wie Pilze aus dem Boden. „Waldhessen wird zu Windrad-Hessen“, befürchtet der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich (CDU). „Würden alle geplanten Anlagen genehmigt werden, hätte Hersfeld-Rotenburg die höchste Belastung in ganz Hessen zu verzeichnen.“ Diese „Windrad-Invasion“ entspreche einer Größenordnung von etwa 4.400 Fußballfeldern.

Im Detail geht es um eine Fläche von 3.459 Hektar. Laut Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) müsste diese erheblich kleiner ausfallen. „Die Vorgaben des Regierungspräsidiums (RP) verstoßen massiv gegen die Gesetze des Deutschen Bundestages“, empört sich Helmut Heiderich. „Statt der ursprünglich angestrebten Zielvorgabe von zwei Prozent der Landesfläche, reden wir plötzlich von 3,15 Prozent.“ Den Kommunen drohe schlicht und ergreifend eine Überbelastung, die unbedingt abgebaut werden müsse.

Helmut Heiderich (MdB/CDU)

Das RP sollte die Sache langsamer angehen, empfiehlt der CDU-Politiker. „Wir bekommen in alle Himmelsrichtungen Windräder vor die Nase gesetzt, die die Bürger erdulden müssen, während die Investoren der Windenergie-Branche abkassieren, indem sie die Subventionen einstreichen.“ Das eigentliche Ansinnen – der Klimaschutz – rücke dabei in den Hintergrund. Heiderich hofft nun darauf, dass sich der Kreistag sowie die Gemeindeparlamente gegen die „Windrad-Invasion“ aussprechen. So plant die CDU-Kreistagsfraktion beispielsweise eine entsprechende Resolution in die nächste Kreistagssitzung einzubringen.

Mächtig verärgert über die Vorgehensweise des RP ist auch Neuensteins Bürgermeister Walter Glänzer (CDU), der am Montag gemeinsam mit Ludwigsaus Rathauschef Thomas Baumann (parteilos) in Bad Hersfeld an einer Konferenz zur zukünftigen Antragstellung teilnahm. Beide Gemeinden würde es besonders hart treffen; Ludwigsau würde regelrecht von den mehr als 30 „Propellern“, die die Energie des Windes ernten, eingekesselt werden. Nicht zu vergessen: die umstrittene SuedLink-Trasse, die beide Gemarkungen tangieren könnte.

„Es wäre der absolute Super-GAU, wenn alle Windkraft-Anlagen gebaut werden würden“, betont Walter Glänzer. „Wir lehnen das kategorisch ab. So hat unsere Gemeindevertretung einstimmig Widerspruch gegen die Windvorrangflächen eingelegt, die im Teilregionalplan Energie ausgewiesen sind.“ Allerdings reiche es nicht aus, einfach nur dagegen zu sein. In diesem Zusammenhang verweist Neuensteins Bürgermeister auf eine Stellungnahme des Gemeindevorstands, in der Sachargumenten gegen die Windkraft aufgelistet sind. Auch in Ludwigsau wird ein solches Schriftstück ausgearbeitet, das beim RP in Kassel eingereicht werden soll. Der Widerstand formiert sich weiter… (Stefanie Harth) +++


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