Weckfresser - Wieso?Bis 1785 gehörte Eichenzell zur Pfarrei Florenberg. An besonderen Festtagen oder zu bestimmten Wallfahrten gingen die Eichenzeller dann auf den Florenberg zur Kirche.
Trotz des langen Weges waren die Eichenzeller immer die Ersten. Sehr zum Verdruss der anderen Wallfahrer aus den Nachbarorten. Bis die anderen auf dem Berg eintrafen, hatten die Eichenzeller meist schon alle Festtags-"Weck" aufgekauft. Da es werktäglich meist nur das schon Wochen voraus gebackene Brot gab, war der "Festtags-Weck" schon eine gern gegessene Abwechslung. Verärgert darüber, dass ihnen die Eichenzeller schon alles aufgekauft hatten, bezeichneten die Nachbargemeinden sie als "Eichenzeller Weckfresser".
30.04.15 - Wenige Kilometer südlich von Fulda hat die international tätige Geis-Gruppe heute ihr neues Speditionsterminal feierlich eingeweiht. Mit der modernen, rund 6.000 Quadratmeter großen Umschlagsanlage baut der Logistikdienstleister sein Engagement in der Region Fulda stark aus. Zirka zehn Millionen Euro hat Geis in den Standort investiert.
Nur rund fünf Monate dauerte der Bau des Speditionsterminals im Industrie- und Gewerbegebiet im osthessischen Eichenzell (Ortsteil Kerzell). Das neue Terminal steht damit im interkommunalen Gewerbegebiet der Stadtregion Fulda. Zur Einweihungsfeier kamen alle betroffenen Rathauschef aus Fulda, Petersberg, Künzell und Eichenzell. Eichenzells Bürgermeister Dieter Kolb überreichte den Chefs der geis group eine Weckfresser-Figur. Der Weckfresser (siehe Hintergrund rechts) war immer schon etwas schneller, das passe ja auch zur Logistik, erklärte Kolb mit einem Lächeln. Schon zum Jahreswechsel ist Geis in die neue Anlage gezogen, der Vollbetrieb läuft seit dem 5. Januar. Bei der heutigen offiziellen Einweihungsfeier konnte die Geis-Gruppe rund 120 Gäste begrüßen, darunter als Ehrengäste unter anderen Dr. Walter Lübcke, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Kassel, Bernd Woide, Landrat des Landkreises Fulda, Dieter Kolb, Bürgermeister von Eichenzell, und Bernhard Juchheim, Präsident der IHK Fulda.

Hans-Georg Gies (Geschäftsführer Geis group), Eichenzells Bürgermeister Dieter ...Alle Fotos: Hans-Hubertus Braune
Mit dem neuen Terminal verdrei-facht Geis seine Kapazitäten in der Region Fulda: Es verfügt über zirka 6.000 Quadratmeter Umschlagsflä-che und einen rund 1.200 Quadrat-meter umfassenden Bürokomplex. Über 60 Megaliner-Be- und Entla-detore ermöglichen einen schnellen und effizienten Warenumschlag.
Nachhaltigkeit im Fokus
Auch auf Nachhaltigkeit setzt Geis bei der Immobilie. So schafft eine hohe Anzahl an Lichtbändern auf der Dachfläche und an den Seitenwänden natürliche Beleuchtung, zusätzliches Licht spenden energiesparende, helligkeitsgesteuerte LED-Lampen, und für die Lkw-Waschanlage nutzt Geis eine Regenwasser-Aufbereitungsanlage. Für ein hohes Sicherheitsniveau sorgt ein Videosteuerungssystem mit 100 Kameras.

Dieter Kolb mit der Weckfresser-Puppe

Gäste und Gastgeber der Einweihungsfeier in Eichenzell (von links):
Dr. Walter ...

IHK-Präsident Bernhard Juchheim
Attraktiv für Kunden unterschiedlichster Branchen ist die Lage – zentral in Deutschland und nahe den Autobahnen A7 und A66. Das ist eine ideale Voraussetzung für weitere Services: „Zusätzlich zum Stückgut-Umschlag sind wir am neuen Standort als Gebietsspediteur für die Automobilindustrie im Einsatz“, sagt Niederlassungsleiter Ramon Walter. „Zudem steuern wir von hier unser noch relativ junges Produkt ‚Geis Direkt‘.“ Dieser Service umfasst die qualitativ hochwertige Abwicklung deutschlandweiter Teil- und Komplettladungen, die nicht in das klassische Stückgut-Raster passen.
Für die Zukunft gerüstet

Das neue Terminal der Geis group in Kerzell

Sorgte für die passende Musik: Frank Tischer

Kassels Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke im Gespräch mit Wolfgang Geis (links) ...
Mit der Inbetriebnahme des Umschlagszentrums hat Geis zudem begonnen, die Leistungspalette vor Ort auszuweiten. Von Eichenzell aus richtete das Team bereits weitere nationale und internationale Direktverkehre ein. Künftig ist auch der Ausbau der Logistik- und Mehrwertlösungen möglich - dafür bestehen auf dem rund 56.000 Quadratmeter großen Grundstück weitere Flächen, auf denen eine Logistikanlage errichtet werden kann.
Zurzeit sind knapp 50 Mitarbeiter im neuen Terminal beschäftigt. In den kommenden Jahren ist eine Steigerung auf 130 bis 150 Arbeitsplätze in der Endausbaustufe möglich. Geis bietet sowohl kaufmännische als auch gewerbliche Berufe und Ausbildungsplätze an.
Region mit Potenzial
Im Raum Fulda ist Geis bereits seit fast 30 Jahren aktiv – und ein verlässlicher Partner für namhafte Unternehmen im Umkreis Fulda, Alsfeld, Vogelsberg, Schlüchtern und Rhön. „Die Region bietet großes Potenzial“, sagen die geschäftsführenden Gesellschafter Hans-Georg Geis und Wolfgang Geis. „Mit der neuen Anlage, unserer gewohnten Zuverlässigkeit und Qualität wollen wir Wachstumschancen nutzen und Bestands- und Neukunden zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.“
Über die Geis-Gruppe
Die Geis-Gruppe mit Stammsitz im fränkischen Bad Neustadt hat sich seit ihrer Gründung 1948 zu einem globalen Full-Service-Logistikdienstleister mit mehr als 5.200 Mitarbeitern an europaweit 112 eigenen Netzwerk- und Logistikstandorten entwickelt (Stand: 31. März 2015). Das inhabergeführte Unternehmen bietet seinen Kunden das komplette logistische Leistungsspektrum: vom klassischen Lkw-Verkehr über globale Luft- und Seefracht bis zu komplexen logistischen Dienstleistungen. Das Unternehmen zählte bereits viermal zu „Bayerns Best 50“ und wurde 2011 mit dem Bayerischen Qualitätspreis ausgezeichnet. 2012 erhielten Hans-Georg Geis und Wolfgang Geis den LEO-Award der DVZ in der Kategorie „Unternehmer des Jahres“. +++