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Der Ultra-Traillauf führte Alexander Eckert über die Berge rund um den See von Annecy. - Fotos (5): Eckert

OBERWEISSENBRUNN/ANNECY 86 Kilometer in 10 Stunden

Rhöner Alexander ECKERT bei Tecnica Maxi Race am Start

10.06.15 - 86 Kilometer und 5.300 Höhenmeter waren beim „Tecnica Maxi Race“ von den mehr als 2.000 Teilnehmern zu bewältigen. Über die Berge rund um den See von Annecy in den französischen Alpen führte der Ultra-Trail. Einer der Starter dieser Trailrunning Veranstaltung war der Oberweißenbrunner Alexander Eckert. In 10.02:32 Stunden legte er diese doppelte Marathonstrecke durch die südfranzösischen Alpen zurück. Mit dieser Zeit konnte er sich im Gesamtklassement auf dem neunten Platz platzieren. Seine Alterswertung, die U23, gewann er souverän.

Beim „Tecnica Maxi Race“ in den südfranzösischen Alpen gewann Alexander über ...

Überglücklich und zufrieden überquerte Alexander Eckert nach 10.02:32 Stunden ...


Alexander Eckert, der seit August 2014 an der „University of Alaska Fairbanks“ studiert, ist seit Mitte Mai zurück in Deutschland. Die Semesterferien nutzt er nicht nur zum ausruhen, sondern auch um einige Trailläufe in den Französischen Alpen zu absolvieren. Eigentlich ist er ja Langläufer, doch im Sommer fasziniert ihn das Traillaufen, das er bei seinem achtmonatigen Aufenthalt in 2013/2014 in Annecy kennenlernte.

Nachdem er im vorigen Jahr an den Salomon4Trails, einen Etappen-Traillauf über vier Tage, von Deutschland über Österreich in die Schweiz teilnahm, stand in diesem Jahr nun der erste Ultra-Trail auf dem Programm. „Ich hatte keine Ahnung was auf mich zukommen wird. 86 Kilometer und die vielen Höhenmeter, da ist kaum abzuschätzen was einen Läufer unterwegs alles ereilen kann.“ 10 Stunden hatte sich Alexander Eckert als Ziel gesetzt. „Ein ehrgeiziges Ziel, das ich mir da vorgenommen habe, aber es war zu schaffen.“ Parallel fanden auf der gleichen Strecke die Traillauf Weltmeisterschaften statt. Doch Alexander Eckert startete im freien Feld, das eineinhalb Stunden nach den Weltmeisterschaften auf die Strecke geschickt wurde. Los ging es um 5 Uhr morgens am See von Annecy.

Fotos (4): Flashsport


Schon auf den ersten Metern konnte er sich an die Spitze des Feldes bringen. „Ich weiß, ich bin es zu schnell angegangen. Aber ich habe mich gleich von Anfang an gut gefühlt und dachte was soll`s, lauf ich halt drauf los.“ Auf dem ersten Gipfel, dem Semnoz führte Alexander Eckert das Feld an, doch dann kam ein langes Bergabstück, auf dem er mit Krämpfen zu kämpfen hatte. „Bergauf sind Krämpfe unangenehm, aber man kann damit trotzdem schnell sein. Bergab kann es gefährlich werden, wenn das Bein aufgrund eines Krampfes plötzlich nachgibt, dann steigt die Gefahr zu stürzen.“ Ein Traillauf über 80 Kilometer fordert von den Sportlern eine gehörige Portion Kondition, aber auch Konzentrationsfähigkeit und Geschicklichkeit, denn es geht im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein, selbst im alpinen Gelände. „Es ist traumhaft so in den Bergen unterwegs sein zu können, das fasziniert mich am Traillauf ganz besonders.

Doch durch das lange Rennen werden die Beine auch steif, die Muskeln richtig hart. Das merkt man dann beim Bergablaufen, weil man gerade dort geschickt und leicht mit den Beinen sein muss, um schnell zu sein.“ Das schönstes Stück des Trails, vorbei am höchsten Berg der Region, La Tournette, führte über eine Hochfläche auf 1.600 Meter, eine Ziegenherde beäugte die vielen Läufer. „Natürlich bleibt auch immer wieder Zeit, um die Schönheit der Natur wahrzunehmen und das Alpenpanorama zu genießen“, schwärmte Alexander Eckert von der herrlichen Route.

„Die letzte Bergabstück war das schnellste des ganzen Rennens. Ich wollte die 10 Stunden Marke brechen, was ich um nur zwei Minuten verfehlt habe. Bei jedem Schritt bestand die Gefahr, dass ich erneut Kämpfe im Oberschenkel bekomme.“ Doch es ging alles gut und Alexander Eckert musste nur noch am See entlang, am Publikum vorbei, den Zieleinlauf absolvieren. Glücklich und zufrieden, strahlend und mit ausgebreiteten Armen lief er als neunter über die Ziellinie. Ein Riesenerfolg in solch einem großen Starterfeld sich so zu behaupten. Der Zeitvergleich mit den Weltmeisterschaftsläufern zeigt, dass er im Weltklassement den 50. Platz belegen würde und mit sieben Sekunden hinter dem viertschnellsten Deutschen lag.

Als ein Läufer der Top Ten und Sieger der U23 kam er in den Genuss der Siegerehrung vor dem Seepanorama. „Es war ein toller Gefühl, diesen Lauf so gemeistert zu haben“, freute sich Alexander Eckert. Anfang Juli wird Alexander Eckert erneut in die französischen Alpen fahren, um am „Ice Trail Tarentaise“ teilzunehmen. Es sind die Europäischen Skyrunning Meisterschaften der Kategorie Ultra über 65 Kilometer und 5.000 Höhenmeter. Alexander Eckert wird diesmal im Elitefeld starten. Das Rennen wird für ihn eine ganze besondere Herausforderungen sein, denn es findet in Höhen bis zu 3.600 Meter statt.(me)+++


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