22.06.15 - Der Eritreer Okubazgiher Teferi Abai hat überraschend den 26. Kefenroder Dorflauf gewonnen. Der 32-jährige Läufer setzt sich im Hauptlauf über 10 Kilometer in 35:50,6 Minuten durch. Platz zwei ging an den Polen Jakub Tecza (Smart Tees Rheinmain). Burkhard Guthmann (Laufprojekt Büdingen) wurde Dritter. In Abwesenheit von Thomas Seibert (privat verhindert), der hier schon siebenmal gewonnen hat, hatte sich ein Quintett mit fünf Läufern frühzeitig abgesetzt. Am letzten Anstieg musste Guthmann, Titelverteidiger Laufserie Main-Kinzig-Challenge abreißen lassen, und verteidigte Rang drei vor dem Friedberger Christoph Sulzer und dem Wallernhäuser Marcus Dickel.
„Mein Trainer hat gesagt, dass ich nicht das Rennen nicht so schnell angehen soll. Ich habe nur wenig Erfahrungen bei Läufen dieser Art. Um so glücklicher bin ich, dass ich gewonnen habe“, sagte Teferi Abai im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach. Der 32-Jährige hat vor, die Main-Kinzig-Challenge zu laufen, und sollte nach seinem Auftritt in Kefenrod zu den heißen Titelaspiranten zu zählen sein. Davon ist der Alsberger Rolf Eckert nach acht Wochen Wettkampfpause weit entfernt. Mit einer Zeit unter 38 Minuten war er allerdings zufrieden.

Den Jedermannslauf nahm das Schottener Talent Lena Becker als Warm-Up für den Hauptlauf ...

Burkhard Guthmann verteidigte mit einem dritten Platz die Führung in der Main-Kinzig-Challenge ...

Fast unschlagbar - Astrid Staubach
Den Brüder-Grimm-Lauf in den Knochen hatte Kultläufer Kalli Flach (LT Höchst). Dem 77-Jährigen blieb nur der letzte Platz. Im kommenden April will Flach den Appalachen-Weg wandern. Der führt über 3500 Kilometern durch 14 Bundesstaaten. „Ich plane drei bis fünf Monate Wanderschaft an. Mein Ziel ist es, der älteste Mensch zu sein, der den Appalachian Trail jemals gemeistert hat. Da übernachtet man in offenen Holzhütten und muss immer Proviant für drei bis vier Tage dabei haben, so abgelegen ist die Gegend“, erzählte der Dauerläufer.
Bei den Frauen war die Siegerin der Main-Kinzig-Challenge und des Oberhessen-Cups, Astrid Staubach, nicht zu schlagen. In ihrem ersten Wettkampf nach der langen Pause triumphierte sie in 41:43, Minuten vor dem Schottener Talent Lena Becker. Die 16-Jährige lief 43:20,4 Minuten und hatte den Volkslauf über 5 Kilometer zum Warmlaufen genutzt. „Die Beine waren gut. Das war die optimale Vorbereitung auf die Hessenmeisterschaften im Halbmarathon. In der U18 will ich aufs Treppchen“, berichtete Lena Becker.
Auch Astrid Staubach hat in dieser Saison einiges vor. „Ich hatte mir eine lange Wettkampfpause gegönnt und kann es kaum glauben, dass ich eine Zeit unter 42 Minuten geschafft habe.“ Die Herbsteinerin will unbedingt ihre Titel in den heimischen Rennserien verteidigen. „Wenn ich gesund bleibe, kann es mir gelingen.“ Rang drei ging an Mona Winter (LLT Wallershausen). Beste heimische Starterin war Franziska Baist, TV Steinau, die in der Frauenklasse den dritten Platz belegte.

Kalli und seine Pläne

Die Kefenröder Kinder reichten Wasser und Schwämme
Schon am kommenden Mittwoch steigt am Hufeisen der nächste Lauf der Main-Kinzig-Challenge. „Der TV Kefenrod orientiert sich am Termin des Brüder-Grimm-Laufes und das Laufteam Gelnhausen veranstaltet den Sommernachtslauf regelmäßig am Mittwoch nach der Sonnenwende. Wir haben auf die Termingestaltung keinen Einfluss“, erklärte der Sportliche Leiter, Wolfgang Ruppert.
Ein spannendes Duell über 5000 Meter lieferten sich der 44-jährige Jürgen Werner (Krofdorf-Gleiberg) und der 17-jährige Philip Ahne (Wallernhausen). Ahne hatte vormittags bei den Hessenmeisterschaften U18 über 1500 Meter den dritten Platz belegt, musste schließlich auf dem fünften Kilometer abreißen lassen und Werner den Sieg überlassen.
Den Schülerlauf dominierte Karl Wanduka (SSC Hanau-Rodenbach). Jonathan Kollmann belegte einen guten dritten Platz. Schnellstes Mädchen war Lucia Jimenez Casquet Peth aus Altenstadt. Den Bambinilauf gewann Alicia Oppermann vom Schul-Sport-Club Hanau-Rodenbach. Insgesamt 274 Teilnehmern nahmen am Kefenroder Dorflauf teil, vier weniger als vor einem Jahr. (Dietmar Kelkel)+++