05.07.15 - Am Ende wurde es dann doch noch deutlich: Borussia Fulda hat sein Testspiel im Rahmen des Sportfestes des VfL Eiterfeld am Samstagmittag gegen die Würzburger Kickers mit 1:6 (0:1) verloren. Bis in die Schlussphase hatte der Aufsteiger in die Hessenliga das Ergebnis in Grenzen gehalten und verkürzte zwischenzeitlich durch ein sehenswertes Tor durch Neuzugang Leon Pomnitz zum 1:3.
„Wie erwartet waren wir unterlegen und ein bisschen mehr Gegenwehr hätte ich mir im zweiten Durchgang schon gewünscht“, resümierte Borussen-Trainer Oliver Bunzenthal. Mit der Leistung seiner Schützlinge in Durchgang eins war er jedoch sehr zufrieden. Fulda stand kompakt und ließ keine nennenswerte Möglichkeit der Gäste zu. „Das hat die Borussia gut gemacht und clever verteidigt. Wir mussten sehr geduldig sein“, hatte Kickers-Trainer Bernd Hollerbach ein Lob für die Borussia übrig und traut ihnen für die kommende Saison „eine gute Rolle in der Hessenliga zu.“
Den 1:0-Pausenstand für den Drittliga-Aufsteiger hatte Daniel Nagy besorgt, die beste Möglichkeit für Fulda vergab Marcel Trägler nach Vorlage von Ingmar Merle (40.). Die Kickers waren bei sengender Hitze zwar das dominantere Team, doch erst im zweiten Abschnitt erspielten sie sich gefährliche Möglichkeiten. Mit diesen gingen sie allerdings allzu fahrlässig um und verpassten es so, das Ergebnis schon frühzeitig nach oben zu schrauben. Mit fortlaufender Spieldauer machte sich dann zusehends der Kräfteverschleiß bei der Borussia bemerkbar. Während die Kickers zur Pause nahezu komplett durchwechselten, hatte der künftige Hessenligist nur vier Wechselspieler an Bord.
„Wir können absolut zufrieden sein, zumal wir heute nicht viele Möglichkeiten zum Wechseln hatten. Vorrangig ging es heute darum, dass die Jungs dazu lernen und Erfahrungswerte mitnehmen“, war Oliver Bunzenthal mit dem Testspiel gegen die Würzburger Profis zufrieden. Und auch Leon Pomnitz konnte mit dem Ergebnis gut leben: „Zunächst einmal war es brutal, bei diesen Temperaturen zu spielen. Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden, aber dann haben wir es gut gemacht. Dass mir so ein Tor gelingt, ist natürlich schön“, so der Neuzugang aus Lehnerz, der kurz vor dem Ende aus halbrechter Position mit links in den Winkel traf und dafür viel Applaus erntete. Den Schlusspunkt setzte Adam Jabiri, der nicht weniger sehenswert traf. Eine Flanke von Amir Shapourzadeh nahm der Stürmer mit der Brust an und vollendete mit einem Fallrückzieher in die kurze Ecke.
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
Fulda: Marcel Hein – Roman Schad, Sasa Dimitrijevic, Sebastian Ruhl, Jonathan Müller, Felix Beck, Matja Poredski, Marius Müller, Marcel Trägler, Ingmar Merle, Leon Pomnitz, Imal Schersadeh, Cino Schwab, Daniel Schirmer.
Würzburg: Kenan Mujezinovic, Dennis Schmitt, Dominik Nothnagel, Matthias Kühne, Clemens Schoppenhauer, Christopher Bieber, Marco Haller, Daniel Nagy, Steven Lewerenz, Joannis Karsanidis, Richard Weil, Christian Demirtas, Nico Gutjahr, Dennis Russ, Amir Shapourzadeh, Fabian Weiß, Royal-Dominique Fennell, Adam Jabiri, Nico Herzig.
Schiedsrichter: Timo Wlodarczak.
Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 Daniel Nagy (26.), 0:2 Nico Gutjahr (49.), 0:3 Dennis Russ (54.), 1:3 Leon Pomnitz (87.), 1:4 Amir Shapourzadeh (90., Foulelfmeter), 1:5 Adam Jabiri (90.+1), 1:6 Royal-Dominique Fennell (90.+3). +++