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- Fotos: Dietmar Kelkel

LAUFSPORT Main-Kinzig-Challenge 2015

Petersberger Peter HOEHNLE Zweiter beim Vogelsberger Südbahnlauf

20.07.15 -

Okwbazgiher Teferi-Abai (SSC Hanau-Rodenbach) ist nach dem dritten Sieg in Folge auf dem besten Weg, die Main-Kinzig-Challenge 2015 zu gewinnen. Beim Vogelsberger Südbahnlauf in Birstein-Unterreichenbach dominierte der Eritreer den 10-Kilometer-Lauf und gewann mit 30 Sekunden Vorsprung vor seinem Vereinskollegen Ingbert Reinke und Burkhard Guthmann vom Laufprojekt Büdingen. Bei den Frauen triumphierte die 16-jährige Lena Becker (TSG Schotten) durch. Beim Halbmarathon setzte sich Ironman David Scholz aus Offenbach in guten 1:21:56 vor Peter Hoehne (Petersberg) und Abdi Abdulkedr (SSC Hanau-Rodenbach) durch. Schnellste Frau im Feld war Astrid Staubach (LT Unterreichenbach). Die Titelverteidigerin in der Main-Kinzig-Challenge baute ihren Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus.

In der Königsdisziplin triumphierten neue Gesichter das Geschehen. Allen voran David Scholz. "Ich habe hier eine anspruchsvolle und richtig tolle Strecke kennengelernt. Und die Konkurrenz war richtig stark", sagte der Offenbacher Triathlet, der in zwei Jahren Ironman-Profi werden will. Eine Vierergruppe führte rund zwölf Kilometer das Feld an, als sich der ehemalige Bundesliga-Radfahrer löste. Nur der Petersberger Peter Hoehne hielt lange dagegen. "Ich habe diesmal auf einen Start beim Rhön-Supercup in Dammersbach verzichtet und einen neuen Reiz gesucht", sagte der 29-jährige Bundespolizist. „Das Rennen war extrem kräftezehrend. Am Ende musste ich abreißen lassen. David Scholz war einfach zu stark.“ Seit erst einigen Monaten startet der Äthiopier Abdi Abdulkedr für den Schulsportclub Hanau-Rodenbach. „Die Gegner waren noch zu stark für mich“, sagte der Drittplatzierte. „So kämpfen wie heute musste ich beim Vogelsberger Südbahnlauf noch nie. Ich hatte so schwere Beine“, berichtete der Viertplatzierte Alsberger Rolf Eckert, der dem Führungstrio nur gut zehn Kilometer folgen konnte.

Ein einsames Rennen lief Lokalmatadorin Astrid Staubach. Die Seriensiegerin nahm Simone Stöppler (SSC Hanau-Rodenbach) fast sechs Minuten ab. „Das Laufen macht hier einfach Spaß. Ich sehe das nicht mehr so verbissen.Jetzt habe ich beim Oberhessencup und bei der Main-Kinzig-Challenge mit jeweils zwei Siegen die Hälfte geschafft. Wenn ich allerdings ein Rennen krankheits- oder verletzungsbedingt ausfallen lassen muss, kann es noch einmal richtig eng werden.“ Ganz andere Ziele hat Simone Stöppler vom SCC Hanau-Rodenbach. "Ich bereite mich auf die 100-Kilometer-Weltmeisterschaft im September in Holland vor", informierte die 51-Jährige. "Ich habe gestern sehr hart trainiert, deshalb spielte die Zeit heute einfach keine Rolle, obwohl die Bedingungen vom Wetter her weit besser waren als im Vorjahr."Okwbazgiher Teferi-Abai bedauerte es sehr, sich mit dem starken Quartett nicht messen zu können. „Ich hatte eigentlich vor, den Halbmarathon zu bestreiten. Mein Trainer hat mir aber davon abgeraten, weil ich Muskelprobleme hatte."

Nach der Hälfte der Strecke setzte sich Teferi-Abai ab. Für die Verfolger Ingbert Reinke und Burkhard Guthmann war das Tempo zu hoch. „Ich habe gegen Reinke lange um den zweiten Platz gekämpft. Auf dem Abstieg ist er dann davon gezogen“, sagte der Main-Kinzig-Challenge-Sieger 2014. Für die Titelverteidigung werde es in diesem Jahr vermutlich nicht reichen. "Ich laufe nur noch den Herbstlauf mit, weil ich mich ganz auf den Oberhessencup konzentriere."Bei den Frauen unterstrich die erst 16-jährige Lena Becker aus Schotten ihre Ausnahmestellung. Wie beim Kefenröder Dorflauf dominierte sie die Zehnkilometer und gewann mit über zwei Minuten Vorsprung auf Sabine Pappert vom TV Salmünster und Marleen Horstmann vom JSV Kinzigtal. „Im Oberhessencup habe ich in meiner Altersklasse einfach keine Konkurrenz. Deshalb konzentriere ich mich auf die Challenge. Da ist mehr Action“, sagte das Talent nach ihrem ersten Start beim Südbahnlauf.

"Ich habe mich an eine Männergruppe gehängt. Die habe mich gezogen oder gejagt." Ein gelungenen Comeback feierte Sabine Pappert. „Das war mein erster Wettbewerb nach zwei Jahren Pause. Den Berg rauf war es unheimlich schwül.“ Zufrieden war auch die Drittplatzierte Marleen Horstmann aus Schlierbach. „Ich bin mein eigenes Tempo gelaufen. Das Treppchen war aber nie in Gefahr.“ Vierte wurde die Freiensteinauer Gruppenliga-Fußballerin Katharina Herber. Wie seit vielen Jahren beteiligte sich die Frauenmannschaft und die Kreisoberliga-Fußballer aus dem blauen Eck am Südbahnhof. „Das ist für uns eine prima Vorbereitung auf die Runde“, berichtete Trainer Matthias Zans.Beim Vogelsberger Südbahnlauf waren über 300 Athleten am Start. Beim Nordic Walking über 10 Kilometer gewann der Bad Orber Thomas Acku bei den Männern und Irene Winter-Dietrich vom Ski-Club Birstein bei den Frauen. Den Schülerlauf dominierten Chiara Kaiser (SC Steinberg) und Jonathan Kollmann (TV Wächtersbach). Bei den Bambini waren Cristina Senzel aus Biebergemünd und Tim Adrian aus Birstein superschnell. (Dietmar Kelkel) +++


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