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FULDA 240 Einsatzkräfte im Großeinsatz

Riesige Feuerwehrübung: Cantus-Bahn prallt bei Unwetter gegen Baumstämme

26.07.15 - Mehr als 240 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst, Deutschem Roten Kreuz, Bundespolizei und der Reservistenkameradschaft Marbach haben an der bisher größten Einsatzübung der Gemeinde Petersberg teilgenommen. Die Gemeindefeuerwehrübung wurde durch Thorsten Balzer von der Freiwilligen Feuerwehr Petersberg in Zusammenarbeit mit Cantus Nahverkehrsgesellschaft mbH und DB Netz AG sowie Gemeindebrandinspektor Christian Chalupa und seinem Stellvertreter Uwe Aschenbrücker organisiert.


Das gestellte Szenario: In der Nacht von Samstag auf Sonntag blockierten aufgrund von unwetterartigen Hitzegewittern mit Starkregen und Sturmböen, umgestürzte Bäume die Bahngleise an Bahnkilometer 120 auf der Strecke von Marbach nach Fulda. Ein Zug der Cantus-Bahn prallt kurz hinter dem Stellwerk Marbach in die Baumstämme, über 20 Reisende werden dabei zum Teil schwer verletzt. Als nach der Alarmierung durch die Leistelle die ersten Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Petersberg am Unfallort eintreffen, sondieren diese die Lage und alarmieren umgehend weitere Einheiten. Der Einsatzleiter koordiniert die Rettung der verunglückten Personen aus dem Zug.


Dabei wurde unter anderem auf den Einsatz von Schienenrollwagen zurückgegriffen, mit denen die schwer Verletzten aus dem unwegsamen Gelände abtransportiert wurden. Aufgabe der Einsatzkräfte war ebenfalls die schockierten und leicht verletzten Reisenden zu betreuen. Die eingesetzten Verletztendarsteller der realistischen Unfalldarstellung vom Malteser Hilfsdienst Petersberg haben die unterschiedlichen Verletzungsmuster simuliert. Dadurch konnten die Einsatzkräfte nahezu unter Realbedingungen die Erstversorgung von Verletzten bis hin zur Übergabe an den Rettungsdienst trainieren. Das DRK Marbach übernahm die Patientenablage und sorgte für die Registrierung und Weiterversorgung der verletzten Reisenden bis zu deren Abtransport an den Behandlungsplatz der SEG Fulda (die aus Rettungskräften von Malteser Hilfsdienst und Deutschem Roten Kreuz gebildet wird).


Am Trageserhaus in Marbach beendeten dann gegen 03:00 Uhr alle Einsatzkräfte die Übung. Trotz der herausfordernden Übungssituation zogen sowohl Einsatzkräfte, Ausrichter und Übungsbeobachter positive Bilanz. In den nächsten Wochen wird eine detaillierte Auswertung seitens der Feuerwehr stattfinden, größere Schwierigkeiten wurden aber nicht festgestellt. Übungsplaner Thorsten Balzer bedankte sich nochmal bei den Vertretern der Cantus Nahverkehrsgesellschaft mbH und der DB Netz AG für die Unterstützung, da Einsätze im Bereich der Bahn aufgrund der Sicherheitsbestimmungen immer eine besondere Herausforderung seien und den Rettungskräften helfen würden, dieses System besser kennenzulernen. So sei man auf einen hoffentlich ausbleibenden Rettungseinsatz besser vorbereitet, so Balzer. "Dank gilt auch der realistischen Unfalldarstellung Petersberg für die Verletztendarsteller und Übungsbeobachter sowie der Reservistenkameradschaft Marbach und Bundespolizei für die Absicherung des Übungsgeländes und einem damit verbundenen reibungslosen Ablauf". (Thorsten Balzer)  +++


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