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Ungewisser Blick voraus: Hünfelds Trainer Dominik Weber weiß noch nicht, wo seine Mannschaft steht - Archivfoto: Julius Böhm

FUSSBALL "Wir sind nicht der FC Bayern"

Hünfelder SV startet ersatzgeschwächt in die Saison

30.07.15 - Er gilt als der Favorit auf die Meisterschaft in der Verbandsliga, hatte in der Vorbereitung jedoch mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen und weiß noch nicht, wo er steht: der Hünfelder SV empfängt am Samstag (15 Uhr) den Melsunger FV zum Verbandsliga-Auftakt. Trotz des personellen Engpasses herrscht nach der intensiven Vorbereitung Vorfreude auf die Spielzeit, wie Trainer Dominik Weber erklärt.

"Ein Bisschen hat sich die Lage entspannt, aber bis zum Wochenende sind trotzdem nicht alle Spieler aus dem Kader einsatzfähig", gibt Weber Auskunft über sein Lazarett. Daniel Orth (Patellasehnenentzündung) wird definitv ausfallen und hinter den Einsätzen von Niklas Wahl, Kevin Krieger, Niklas Rehm, Patrick Faust und Steffen Witzel (alle angeschlagen) stehen noch Fragezeichen. Dennoch freue man sich an der Rhönkampfbahn auf den Auftakt. "Der Großteil des Kaders konnte alles mitmachen, deswegen überwiegt bei uns die Vorfreude", so Weber.

Auf die Einschätzung der Konkurrenz, dass die Meisterschaft nur über seine Schützlinge gehe, gibt Weber wenig: "Da werden wir nichts zu sagen. Wir machen unsere Spiele und schauen nur auf uns. Wir sind nicht der FC Bayern München und sagen 'okay, wir werden auf jeden Fall Meister'." Viel mehr geht der HSV-Trainer von einer ausgeglichenen Spitzengruppe aus, in der einige Mannschaften am Ende ganz oben landen könnten. "Steinbach hat sich gut verstärkt, dazu sind Weidenhausen, Sand, Eschwege und Absteiger Schwalmstadt stark einzuschätzen", zählt Weber seine Kandidaten auf.

Er erwartet am Samstag einen Gegner, der zunächst auf eine sichere Defensive bauen und auf Konter lauern wird. "Sie werden wahrscheinlich kompakt stehen und uns das Leben schwer machen, das ist dann auch eine Geduldsfrage", schätzt Weber die Melsunger als defensivstarke Mannschaft ein. In der letzten Spielzeit gingen beide Spiele an den HSV (4:0 und 2:1), doch diese Spiele könne man nicht mehr als Vergleich heranziehen. "Zum Auftakt ist immer die Frage: 'wo steht man?' Das geht Melsungen genauso wie uns", kann Weber seine und die gegnerische Mannschaft nicht richtig einschätzen. Er ist sich aber sicher, dass die Gäste "im Sturm mit Mario Kilian gut besetzt sind, da ist Qualität da." Deshalb müsse jeder zu "hundert Prozent konzentriert sein und versuchen, seine Fähigkeiten abzurufen", so Weber. Denn eines sei klar: trotz des personellen Engpasses sollen zum Auftakt die Punkte in Hünfeld behalten werden. (Tobias Herrling) +++


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