02.08.15 - Am Samstag den 11.07.2015 fand das erste 3D Bogenturnier der Bogenschützen Buchonia Fulda in Steinhaus im alten Steinbruch statt. Die Bogenschützen Buchonia sind eine kleine Gruppe von vier Bogenschützen die das traditionelle Bogenschießen, also ohne Hilfe von Visier- oder Zieleinrichtungen, pflegen und regelmäßig Bundesweit an 3D Jagdturnieren teilnehmen.
Unter dem schönen Turniernamen „ im Heile Wald“ trafen sich 138 Bogenschützen aus den umliegenden Bogenvereinen wie z.B. dem FB Elters, den Vulkanbogenschützen Lauterbach, den Red Necks Wendershausen oder den Bogenschützen Sinntal und Herolz sowie viele andere Schützen aus dem gesamten Bundesgebiet zu dieser ersten „Jagd“ auf dreidimensionale Tierartrappen im Steinhäuser Wald, wobei das Turnier ausschließlich auf privaten Grundstücken stattfand.
Bei diesem Bogenturnier musste ein festgelegter Parcours mit 31 Tierartrappen bewältigt werden, wobei in jeder fünfer Gruppe von Bogenschützen ein „Schreiber“ die erzielten Punkte auf einem persönlichem Schießzettel notierte. Drei Pfeile darf ein Schütze maximal pro 3D Tier schießen. Die höchste Wertung wird erreicht wenn ein Schütze nur einen Pfeil benötigt und diesen wenn möglich auch gleich in der sogenannten „Killzone“ platziert. Das Organisationsteam, welches aus dem Duo Markus Wagner und Dirk Bosold bestand, hatte im Vorfeld ganze Arbeit geleistet. Unterstützt wurden die beiden Organisatoren vom XV Team - Steinau e.V., unter Federführung von Mario Haseneier, von Verwandten ,Bekannten und Freunden der Vereine.
Markus Wagner: "Fünf Tage im Heile Wald mit Freunden gelebt, gelacht und geschuftet, neue Erfahrungen gemacht und neue Freunde gewonnen, das war eine Erfahrung für uns alle die ich nicht missen möchte - das war einfach nur grandios." Nach der Begrüßungsansprache wurden die Teilnehmergruppen unter Führung des Organisationsteams an ihre Abschusspflöcke geführt, und mit einem weitklingendem Trompetensignal, gespielt von Jo Mackrodt vom Musikverein Steinau-Steinhaus, wurden die 3D - Ziele freigegeben.
Der Parcours, welcher sich auf eine länge von ca. drei Kilometer erstreckte, wurde von den beiden Organisatoren erarbeitet und vor allem unter Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien des Deutschen Feldbogen Sportverbandes zu einer „3D Jagd“ aufgebaut. In der abwechslungsreichen Gegend wurden die überwiegend selbst gebauten 3D Tiere in die Landschaft eingebettet. Exemplarisch seien davon an dieser Stelle genannt die von Markus Wagner erschaffenen Tiere wie z.B. ein Maulwurf vor seinem Hügel, Elstern vor einem Holzstapel die ein Nest ausrauben, Marder am Kaninchenstall, Schwan in Angriffsposition, Eisenwolf mit Gans im Fang, Ratten durch ein Kanalrohr, ein kosendes Murmeltierpärchen, Luchs auf der Lauer oder ein Braunbär welcher das „Rotkäppchen“ bedrohte. Dirk Bosold fertigte fünf Kolkraben an, die auf einer „Stromleitung“ saßen, sowie einen Truthahn.
Die Attrappen entstanden in Handarbeit aus Verpackungsabfällen und waren somit für alle teilnehmenden Bogenschützen eine neue Herausforderung, da es diese Art von Tieren im 3D Bogensport Fachhandel neben den sonst erhältlichen 3D Tieren nicht zu kaufen gibt. Alle 3D Ziele waren in moderaten, unbekannten Entfernungen aufgestellt, so dass es für alle Bogenstärken, selbst auch für die Kinder und Jugendlichen machbar war.
Der einzige Fehler den die Schützen machen konnten, war die Schwierigkeit zu unterschätzen. Die Schusspositionen waren teils knifflig, die Schüsse gingen bergauf, bergab, am Hang entlang, vom hellen ins dunkle und umgekehrt oder einmal durchs Dickicht und ohne Anhaltspunkt auf einer freien Wiese. Passend war auch das Wetter an diesem Sommertag und so konnten alle Teilnehmer den Tag bei Erfrischungen und Getränken im Schatten des Steinhäuser Steinbruchs noch einmal Revue passieren lassen, während die Schießzettel ausgewertet wurden.
Die Siegerehrung erfolgte zügig, wobei sich die 20 teilnehmenden Kinder und Jugendlichen an einer Urkunde, einer Taschenlampe oder Brotdose mit Süßigkeiten erfreuten, für die erwachsenen Sieger in den vier verschiedenen Damen- und Herren- Bogenklassen Primitivbogen, Langbogen, Jagdbogen oder Compoundbogen wurde eine Vereinstasse mit einer „Ahlen Worscht“ von Markus Wagner überreicht. Unter reichlich Applaus für die Veranstalter, sowie die Helfer wurde der offizielle Teil des Turniers gegen 16:30 beendet. Alle anwesenden Schützen sind schon gespannt auf nächstes Jahr , wenn die Veranstalter wie versprochen „noch mal ne Schippe drauflegen wollen“. +++