
Startvorbereitungen - Fotos: Lothar Schwark
GERSFELD/Rhön
OLC Glider Race Piloten - Tag 2
Simon Schröder landete zweiten Tagessieg - Strecke hat optimal gepasst
03.08.15 - „Es war die perfekte Strecke“! Diese Auskunft der OLC Glider Race Piloten hörte man nach Wertungsflug zwei immer wieder. Dass dies so war belegte Simon Schröder mit 119,5 km/h der so den zweiten Tagessieg in Folge erflog. Robert Schröder, der hinter seinem Sohn den Tagesplatz 2. erflog, war voll des Lobes über einen gelungenen Tag. „ Ein Tolles Rennen habe wir heute erlebt“ so seine Bilanz. Chris Jörges wollte über einen Schnitt von 96,93 km/h nicht klagen. „ Die entscheidende Verspätung holte er sich bei der letzten Wende Hohe Hölle. „ Ich habe sie sehr tief und knapp umrundet und musste mich erst ins Tal flüchten“ so sein Kommentar. Im Tiefparterre bastelte er sich dann in endlos langen 20 Minuten wieder nach oben. „ Doch damit war mein guter Schnitt Makulatur“ resümiert der Gersfelder Aufwindstürmer.

Gruppenbild der Piloten und weiteres Team. Ganz links Schulleiter Harald Jörges. ...

Und los geht’s zu OLC Glider Race Flug zwei
Doch mit Flugtag 3 steht eine neue Chance ins Haus, um unter die ersten zehn Piloten zu kommen und zumindest einen Punkt zu erfliegen. Zur Hälfte des Rennens setzten sich Vater und Sohn Schröder langsam ab. 20-30 Km vor der Wende Kronach erwischten sie einen starken Aufwind, der mit drei bis vier Meter ging. Auf dem Rückweg zog man wieder einen guten Bart(Aufwind), ohne einen Suchkreis und konnte diesen perfekt zentrieren. Damit auf Höhendistanz den Konkurrenten ca. 400 Meter abnehmen und sich unerkannt davon schleichen. Im Endanflug setzte sich Simon von Vater Robert ab, womit dieser so nicht gerechnet hat. „Ich gönne es ihm“ so Vater Robert, der sich gleichfalls über Tagesplatz 2 freute. Die Wettbewerbsform empfinden beide als attraktiv. Hier sieht man jeden Fehler sofort und hat den direkten Vergleich, gegenüber klassischen Wettbewerbsformen.

Frischluftzufuhr kommt durch den Propellerstrahl

Schulleiter Harald Jörges (links) und Chris Jörges vor Flug zwei .
Die Wasserkuppe empfindet Robert Schröder als sehr attraktiv. Der erfahrene WM-Pilot findet die Atmosphäre unter den Teilnehmern, trotz des sportlichen Vergleichs als entspannt. Auch zollt er Reiner Rose Respekt, da der mit seiner Aufgabenstellung nahezu die idealen Linien vorgab. Der Thüringer Wald ging mit mittleren Steigwerten zwischen 2,5 und 4,0 Meter richtig gut. Maximilian Dorsch hatte anfangs Logger Probleme und flog zu tief ab. So lief der erste Schenkel nicht so gut, doch im Thüringer Wald schloss er wieder auf das Hauptfeld auf. „ Es war ein guter Tag und hat richtig Spaß gemacht“, offenbarte Robin Sittmann. Bis zur zweiten Wende war er bei den Schröders dabei, die sich folgend aber absetzen konnten. Sven Koch hatte seiner Meinung nach den Abflug völlig versemmelt. Bei Suhl hatte er sich eingegraben (tief) und musste seinen Wasserballast opfern.

Moderator Frank Thies im Gespräch mit Simon Schröder (rechts). Zweiter rechts (Tagesdritter ...

Jan Omsels
Jan Omsels (Deutscher Meister 2013) hat seiner Meinung den Abflug falsch ausgerichtet. So lief es nicht ganz optimal für ihn. Ab dem zweiten Schenkel konnte er nach und nach den hinteren Pulk einholen. „Die kreative Fliegerei fördert die Grand Prix Fliegerei für ihn auf jeden Fall. „Gefordert wird hier ein enorm konsequentes Fliegen“ schildert Omsels. fliegt ansonsten eine ASH-25. Michael Paul erflog Tagesplatz 3. Auch er lobte das kreative Fliegen und hatte einen günstigen Abflug. „ Es ging flott los und ein Erfolgsrezept war für mich die südlich tragende Linie vor dem Thüringer Wald. Im Endanflug setzte Paul auf die tragende Linie eines Bergzuges, während einige Teilnehmer mehr rechts im Tal unterwegs waren. Nach zwei Wertungsflügen sind sich nahezu alle Piloten einig, dass man hier eine sehr attraktive Wertungsform mitfliegen kann. Es ist eine attraktive Variante zu den gängigen Wettbewerben so der einhellige Tenor.

Simon Schröder aus der besonderen Perspektive ..
OLC Glider Race Wertungsflug 2 am 02. August
. 1. Simon Schröder Discus 2a SFV Bad Wörishofen 119,75 km/h /10 Punkte. 2. Robert Schröder SFV Bad Wörishofen LS 8 118,63/8. 3. Michael Paul LS 8 FSVO Reinheim 115,09/7. 10. Chris Jörges ASW 28 Rhönflug Gersfeld 96,93/0.
Gesamtwertung nach zwei Flugtagen. 1.Simon Schröder SFV Bad Wörishofen Discus 2a 20 Punkte. 2. Robert Schröder SFV Wörishofen LS 8 - 13 Punkte. 3. Sebastian Nägel Discus 2 FG Wolf- Hirth 12 Punkte. 11. Chris Jörges Rhönflug Gersfeld ASW 28 -0 Punkte ( Lothar Schwark) +++