Archiv
Startphasen des vierten Wertungsflugs - Fotos: Lothar Schwark

Gersfeld/Rhön Flugtag 4 OLC Glider Race ...

Geduld zahlte sich in der Blauthermik aus - Jan HERTRICH gewinnt viertes Luftrennen

06.08.15 - Aufwinde der Marke Blauthermik mussten die 16 Teilnehmer des OLC Glider Race am vierten Wertungstag bewältigen. Und die 286,6 Flugkilometer hatten es durchaus in sich, waren sich die erschöpften Piloten einig. Das spürte auch Chris Jörges von der Rhönflug Gersfeld, der die engen Thermikblasen im unteren Parterre nicht mehr fassen konnte, und nach 116,73 km auf einer Wiese ausrollte. Etwas enttäuscht war der 29 Jährige schon, doch alleine war er bei den Außenlandungen nicht. Tagesieger Jan Hertrich (SFG Giulini/Ludwigshafen) legte 89,14 km/h vor und holte sich zehn Tagespunkte. Knapp dahinter landete Simon Schröder (88,80 km/h) auf Rang 2, um seinen Vater Robert (88,79 km/h) hauchdünn im Schlussspurt zu überholen.

Robert Schröder (ganz rechts) gratuliert Tagessieger Jan Hertrich aufs herzlichste. ...

Hertrich war extrem vorsichtig unterwegs. In entscheidenden Momenten konnte er enge Blauthermikbärte gut zentrieren. Eine mitentscheidende Situation ergab sich auf Schenke3 wo das ganze Feld relativ tief unterwegs war. Während die einen auf einen Steinbruch setzten, flogen andere Hügel an, die folglich besser gingen. „ Es war ein typischer Blauthermiktag“ schilderte Hertrich seinen Flug. „Dabei waren enge Bärte (Aufwinde) zu spüren, doch wenn man nicht zu viel Pech bei der Aufwindsuche hatte kam man ganz gut voran“ resümiert der Tagesieger, der schon beim Anflug eine gute Linie fand. Das Wasser hatte er bei Steigen zwischen 0,8 – 3,0 Meter bis zum Schluß an Bord. „ Wolken habe ich heute nur in der Ferne östlich vom Thüringer Wald gesehen „so ein glücklicher Omsels.

Der derzeit dritte der Gesamtwertung Sebastian Nägel nimmt bei der Hitze einen kräftigen ...

Tagessieger Jan Hertrich beim Überflug

Familienduell beim Überflug auf der Wasserkuppe. Vorne Simon Schröder. Hinten ...

„Heute wurde man belohnt, dass sich eigene Ideen bestätigten“ wusste Robert Schröder zu berichten. Die Aufwinde flog er an den Hügeln genau da an, wo Wind und Sonne draufstanden. Ganz bewusst flog er die Kanten von Wäldern und Hügeln an, die ganz zuverlässig funktionierten. Den Tag betrachte Robert Schröder als anspruchsvoll. Die Aufgabenlänge war nahezu ausgereizt. „ Geduld hat sich heute ausgezahlt „so der mehrfache WM-Teilnehmer und Gewinner der Bronzemedaille bei der Segelflug-WM 1995 in Omarama/Neuseeland (Offene Klasse).

Familienduell beim Überflug auf der Wasserkuppe. Vorne Simon Schröder. Hinten ...

Spannende Anflüge auf die Wasserkuppe

Eingehüllt in eine Wasserwolke kehrt Simon Schröder zurück

Simon Schröder war anfangs hinten dran beschreibt er. Nahe dem Thüringer Wald hatte er eine Gruppe eingeholt, um folgend auf langsame Gangart umzuschalten und die Aufwinde bis ganz oben auszuquetschen. „Es war ermüdender und herausfordernder als die letzten drei Flugtage“ resümiert Simon.“ Es war ein sehr taktischer Tag“ so der 18. Jährige aus Bad Wörishofen, um sich zu freuen, das interne Familienduell mit seinem Vater wieder hauchdünn gewonnen zu haben. Max Dengel (FC Moosburg) freute sich die Ziellinie noch gesehen zu haben. Nach der Hohen Hölle musste er wie weitere vier Mitbewerber ins Tal nach Gersfeld abtauchen. Über dem Schwimmbad markierte in Ameisenkniehöhe Christof Geißler (Freudenstadt) den retten Bart. Unter ihm befand sich bergaufwärts eine sichere Landewiese, die er stets im Blick hatte.

Der Tageszweite Robert Schröder quert die Ziellinie

Der Tageszweite Robert Schröder quert die Ziellinie

Vater und Sohn freuen sich über Platz zwei und drei. Links Simon Schröder, rechts ...

Den Badegästen in Gersfeld, wie auch den Zuschauern auf der Wasserkuppe wurde ein tolles Spektakel geboten. Alle kamen wieder hoch. „ Es war schon schön die Wasserkuppe wieder auf gleicher Höhe zu sehen“ offenbarte Geißler. „ Man hofft das man wieder hochkommt“ so Max Dengel, dessen Wunsch sich noch erfüllte. Jan Omsels zeigte ebenso eine Glanzleistung. Bei der Wende Wasserkuppe entschwand er ins Tal. In der Platzrunde zum Werksflughafen Huhnrain fand er den rettenden Aufwind und nach zähem Kampf wieder Höhe zu gewinnen. Der Flug und drei Punkte waren so gerettet. Drei Tage stehen noch bevor. Simon Schröder darf schon mal am Siegerpokal schnuppern. Und Vater Robert will ihn wenigstens noch einmal bei einem der nächsten Sprints überholen. (Lothar Schwark)  +++


Wertungsflug vier OLC Glider Race Vieleck 286,6 km . 1. Jan Hertrich LS 8 (SFG Giulini/Ludwigshafen) 89,14 km/h/10 Punkte. 2. Simon Schröder Discus 2a SFV Bad Wörishofen 88,80 km/h/8. 3. Robert Schröder LS 8 SFV Bad Wörishofen 88,79/7. 10. Chris Jörges ASW 28 Rhönflug Gersfeld 116,73/0.
Laufende Gesamtwertung nach vier Wertungsflügen. 1. Simon Schröder Discus 2a SFV Bad Wörishofen 38 Punkte. 2. Robert Schröder LS 8 SFV Bad Wörishofen 26. 3. Sebastian Nägel Discus 2 FG Wolf Hirth 24. 13. Chris Jörges ASW 28 Rhönflug Gersfeld 0.


Über Osthessen News

Kontakt
Impressum
Cookie-Einstellungen anpassen

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Whatsapp
Instagram
TikTok

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön