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Hochbetrieb auf der Wasserkuppe ... - Fotos: Lothar Schwark

GERSFELD/RHÖN Flugtag 5 OLC Glider Race ...

Simon SCHRÖDER siegt erneut - Teilnehmer schweben im Sekundentakt ein

07.08.15 - Spannend entwickelte sich Wertungsflug fünf des OLC Glider Race. Mehrmals bat Wettbewerbschef Reiner Rose zum Feldbriefing, um letztendlich die ursprüngliche Aufgabe von 246 km auf 156,43 km zum Thüringer Wald zu kürzen. Gegen 14.00 Uhr Ortszeit hätte mancher Teilnehmer gewettet, dass im Angesicht von durchziehenden Wolkenfeldern die Auslösetemperatur nicht erreicht wird. Doch um 14.30 Uhr hatte Rose die Aufgabezettel in der Hand und wünschte allen einen schönen Flug.

Um 14:45 Uhr wurde gestartet, um 15:35 Uhr erfolgte der Regattastart! Chris Jörges von der Rhönflug Gersfeld kehrte mit einem Schnitt von 93,48 km/h zurück. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit konnte sich eigentlich sehen lassen. „Den letzten Aufwind habe ich nicht optimal erwischt, wobei das Steigverhalten und die reichlichen Mücken an der Flügelnasse nicht unbedingt förderlich waren“ berichtet der Gersfelder Aufwindjäger. Doch gegen Simon Schröder (104,23 km/h) war auch an diesem Tag für die überwiegende Anzahl der Piloten kein Kraut gewachsen. Nahezu geschlossen flog das Feld ab, um sich in zwei Gruppen aufzuteilen. An der letzten Wende war das Feld jedoch wieder nahezu zusammen. „Der Endanflugpoker begann. Für Sebastian Nägel war es ein totes Rennen. „ Trotz unterschiedlicher Flugwege waren wir an der letzten Wende nahezu wieder alle zusammen“ berichtete er.

Wasser ist zum Tanken da

Maximilian Dorsch bereitet sein Flugzeug auf Wertungsflug fünf vor

Das Wetter entwickelte sich besser als erwartet, als die Thermik durch eine Warmluftinversion durchheizte und gutes Steigen mit hoher Basis erzeugte. Heute wurde im positiven Sinne die Risikobereitschaft belohnt. „ Für mich, bin ich eher zu konservativ geflogen“ berichtet Sebastian. Für ihn ist der OLC Glider Race ein gutes Training zur Segelflug-WM 2016 in Australien. Als guten Trainingseffekt erblickt Timo Lehrke aus Freudenstadt den Vergleich. Er hatte seiner Meinung mit 100 Liter zu wenig Wasser getankt. Dirk Gintzel war anfangs weit voraus. Wesentlich flog er alleine, doch an der letzten Wende waren wir wieder einfach alle beisammen. „Zum fliegen war es ein schöner Tag“, freute er sich über Tagesplatz sieben.

Christof Geißler war im Endanflugbart (Aufwind) ganz oben, verfehlte im ersten Schwung mit zehn Metern knapp die hohe Hölle, was einen zusätzlichen Kreis erforderte. Das kostete ihm einige Plätze. Tagesplatz acht brachte noch zwei Tagespunkte. Simon Schröder verzeichnete Tagessieg Nummer vier. Er empfand diesen Flug anders als die Tage zuvor. „Am Anfang hatte sich das Feld in zwei Gruppen gesplittet“ schildert er. „Im Endeffekt habe sich der eine oder andere Weg nicht viel genommen“ resümiert Simon Wertungsflug fünf. Vor dem Thüringer Wald fand er eine Wellenlinie, die gut mit 0,5-1 Meter trug.

Wettbewerbschef Reiner Rose (rechts) im Gespräch mit Simon Schröder

Vor jedem Rennen wird stichprobenweise gewogen

Währenddessen verloren die Mitbewerber deutlich an Höhe. Der Endanflug hat gepasst und Simon sah sich vom Boden aus an, wie in knapper Folge Mitbewerber über ihm einschwebten. Robert Schröder konnte seine gute Position mit 300-400 Metern Höhengewinn anfangs nicht umsetzten. „Ich war eher zu konservativ unterwegs“, zieht er Bilanz. „Hier spüre ich, dass ich noch vom traditionellen Wettbewerb geprägt bin“, berichtet er. Bei einem normalen Wettbewerb sind im Endanflug 20 verschenkte Sekunden fast nichts. „Doch heute hat die knappste Verspätung vier bis fünf Plätze gekostet“, so Robert. „Für Simon ist dieses Format wie auf den Leib geschnitten“, so ein beeindruckter Vater. „Simon hat es gut drauf und variiert sehr gut mit der Geschwindigkeit." „Wenn es sein muss, fliegt er schon mal mit 200 Stundenkilometer vor“ so Schröder Senior dazu.

Chris Jörges wartet im engen Cockpit bis es endlich losgeht

Sonnenschutz mit Regenschirm

Jan Omsels war seinesgleichen vorne dabei, doch warf ihn ein zu schneller Abflug auf Platz sechs zurück. Robin Sittmann freute sich im engen Rennen über Platz zwei. Jan Kretschmar folgte auf Platz drei und als angehender Meteorologe erblickte er ein Überlagertes Wellensystem, das die Thermik ordnete. Bis Platz zehn lagen die Geschwindigkeiten zwischen 101,91 und 104,11 km/h eng beisammen. Robert Schröder lobte Reiner Rose, dem in den letzten fünf Tagen nahezu immer optimale Streckenausschreibungen gelangen. (Lothar Schwark)  +++

Eng zusammen kehrten die Piloten auf die Wasserkuppe zurück

Das ganze Feld kam innerhalb weniger Minuten zurück

OLC Glider Race Wertungsflug 5. Vieleckflug 156,43 km. 1.Simon Schröder Discus 2a SFV Bad Wörishofen 104,23 km/h /10 Punkte. 2. Robin Sittmann Discus 2a AeC Rhein Nahe 104,11/8. 3. Jan Kretschmar LS 8 AC Lichtenfels 104,10/7. 10. Chris Jörges ASW 28 Rhönflug Gersfeld 93,48 /0.
Laufende Gesamtwertung nach Wertungsflug 5. 1. Simon Schröder Discus 2a SFV Bad Wörishofen 48 Punkte. 2. Robert Schröder LS 8 SFV Bad Wörishofen 32. 3. Sebastian Nägel Discus 2 FG Wolf –Hirth 29.15. Chris Jörges ASW 28 Rhönflug Gersfeld 0.+++


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