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Johannesbergs Neuzugang Ardian Kameraj -

FUSSBALL SG Johannesberg - Hünfelder SV 1:3 (1:1) n.V.

HESSENPOKAL: Sensation liegt in der Luft - Blaues Auge für Hünfeld

13.08.15 - Die SG Johannesberg hat die Sensation in der zweiten Runde des Hessenpokals um ein Haar verpasst und musste sich dem Verbandsligisten Hünfelder SV am Mittwochabend erst in der Verlängerung mit 1:3 geschlagen geben. Die Hausherren, die in die Fuldaer Johannisau ausweichen mussten, brauchten eine halbe Stunde, um in die Begegnung zu finden. Danach spielten aber nur noch die Starke-Schützlinge und hätten bei besserer Chancenverwertung nach 90 Minuten als Sieger vom Platz gehen müssen.

Kurz nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit belohnte sich die SG Johanensberg für das, was sie ab Minute 30 auf den Platz zeigte: Denis Dechant erzielte den 1:1-Ausgleich für den Gruppenligist und brachte seine Kollegen verdientermaßen zurück in eine Partie, die sie nach anfänglichen Problemen ausgeglichen gestaltet hatten. Paul Brlyski schlug einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Sechzehner und HSV-Torwart Sebastian Ernst brachte die Kugel nicht unter Kontrolle. Dechant setzte nach, scheiterte erst an Ernst, doch verwandelte den Nachschuss zum Ausgleich (48.).

Wenig später lief Osman Özlük nach einem Traumpass von Brylski auf das Tor zu, umkurvte Torwart Ernst und legte sich den Ball zu weit vor - die große Möglichkeit zur Führung, sie wurde vertan. "Das können wir heute gewinnen", waren sich zwei Herren auf der Tribüne aufgrund der Vielzahl an Chancen für die SG Johannesberg einig. Von den Gästen aus Hünfeld war außer der guten Anfangsphase nur wenig zu sehen. Der Verbandsligist fand gut in die Begegnung und hatte gleich nach zwei Minuten durch Simon Schilling eine aussichtsreiche Möglichkeit, die SG-Torwart Mitja Hofacker parierte. Kurz darauf kam Niclas Rehm aus 15 Metern zu einer guten Schussmöglichkeit, doch er setzte zu hoch an (17.). In Minute 20 brachte schließlich Lukas Budenz den Hünfelder SV mit 1:0 in Führung. Den Schuss von Rehm hatte Hofacker noch halten können, doch der Befreiungsschlag der SG-Defensive geriet zu kurz. Budenz setze nach, sein erster Versuch wurde noch von der Linie gekratzt doch im zweiten Anlauf netzte er aus kurzer Distanz ein. Eine bis zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung. "Die erste halbe Stunde war okay. Da hätten wir auch höher führen können, aber danach fallen wir wieder in einen Trott. Und die Stunde danach geht eigentlich gar nicht", fasste HSV-Trainer Dominik Weber zusammen.

Vergebens gestreckt: Johannesberg um Osman Özlük (Mitte) musste sich dem Hünfelder ...Alle Fotos: Hendrik Urbin

Johannesberg legte den Respekt ab und übernahm die Kontrolle über das Spielgeschehen. Osman Özlük erkämpfte sich am Strafraum der Gäste den Ball, setzte sich gut durch, doch sein Abschluss aus halblinker Position war kein Problem für Keeper Ernst (32.). Das war der Auftakt zur Sturm-und-Drang-Phase des Gruppenliga-Aufsteigers, der durch Ardian Kameraj (36.), Özlük (37.) und einen geblockten Schuss von Andreas Schwendner (43.) zahlreiche aussichtsreiche Möglichkeiten besaß. "Hut ab vor meiner Mannschaft. Nach einer halben Stunde waren wir bis zur 90. Minute waren wir das bessere Team", sagte SG-Trainer Oliver Starke.

In der restlichen Spielzeit nach dem Ausgleich dominierte Johannesberg weiter die Begegnung und hatte durch die bereits erwähnten Möglichkeiten die Chance, das Spiel in der regulären Spielzeit entscheiden zu können. So ging das Spiel aber in die Verlängerung, in der der Verbandsligist das bessere Ende für sich hatte. Keine zwei Minuten nach Anpfiff besorgte Maurus Klüber die erneute Führung für die Gäste. Sein abgefälschter Schuss schlug unhaltbar hoch im Kasten ein (92.). Keine 60 Sekunden später hätte Osman Özlük wieder ausgleichen können, doch dem Neuzugang aus Lehnerz versagten freistehend vor dem Tor die Nerven. Johannesberg schien nun zunehmend die Kräfte zu verlassen und so kam der HSV zu aussichtsreichen Vorstößen. Einen davon nutzte der Gast, um das Spiel zu entscheiden: der eingewechselte Niklas Wahl passte über außen in die Mitte, wo der ebenfalls eingewechselte Tarek Belaarbi locker zur Entscheidung einschob (112.). "Aufgrund der zweiten Halbzeit hätte es Johannesberg verdient gehabt, zu gewinnen. Als Verbandsligist, der Ambitionen hat, muss man das Spiel anders gestalten", konnte Dominik Weber nur mit dem Ergebnis der Partie leben. "Wir können mächtig stolz sein auf die Jungs. Man sieht eine tolle Entwicklung und das einzige was heute schade, ist das Ergebnis", überwog bei Oliver Starke der Stolz auf die Leistung seiner Schützlinge. (Tobias Herrling)


DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

SG Johannesberg: Mitja Hofacker - Patrick Schneider, Friedrich Walt, Roman Musil (115. Pascal Schneider), Sven Wiesner - Paul Brylski, Ardian Kameraj, Andreas Schwendner (80. Christian Benthaus), Denis Dechant - Osman Özlük.

Hünfelder SV: Sebastian Ernst - Simon Schilling, Johannes Helmke (62. Sebastian Gensler), Oliver Krenzer, Steffen Witzel - Thorsten Trabert, Ferhat Yildiz (43. Niklas Wahl), Lukas Budenz, Sebastian Alles (107. Tarek Belaarbi)- Maurus Klüber, Niclas Rehm. 

Schiedsrichter: Pirmin Mülot (Ober-Ohmen).

Zuschauer: 350.

Tore: 0:1 Lukas Budenz (20.), 1:1 Denis Dechant (48.), 1:2 Maurus Klüber (92.), 1:3 Tarek Belaarbi (112.).+++

Hünfelds Kapitän Niclas Rehm kommt zum Schuss

SG-Torwart Mitja Hofacker ist machtlos, 1:0 für Hünfeld

Hünfelds Trainer Dominik Weber

Die Entscheidung: Hünfelds Tarek Belaarbi trifft zum 3:1

Großer Jubel: der Hünfelder SV steht in der nächsten Runde

Konnten zufrieden sein: die SG Johannesberg bot Hünfeld ordentlich Paroli


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