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- Fotos Julius Böhm

FUSSBALL Hünfelder SV - FC Schwalmstadt 3:1 (2:0)

Doppelter NEIDHARDT: "Endlich kein Harakiri-Fußball mehr"

06.09.15 - Der Hünfelder SV kommt in der Fußballverbandsliga so langsam in die Spur - in der heimischen Rhönkampfbahn wurde der 1. FC Schwalmstadt am Samstagmittag hochverdient mit 3:1 (2:0) geschlagen. Zweifacher Torschütze: Christoph Neidhardt.

Es dauerte nicht mal eine halbe Minute, da waren die Blau-Weißen mit 1:0 in Führung. "Das hat uns gegen den starken Gegner natürlich in die Karten gespielt", sagte Hünfelds Trainer Dominik Weber. Mit der ersten Aktion des Spiels zog Maurus Klüber in den Strafraum und wurde zu Fall gebracht. Christoph Neidhardt behielt die Ruhe und verwandelte zur Führung. Der HSV war das bessere, spielbestimmende Team, das nach zwölf Minuten bereits 2:0 hätte führen können. Kapitän Niclas Rehm zog einen Freistoß aus gut und gerne 25 Metern auf das Tor, Gästekeeper Sacir Nikocevic parierte glänzend, Neidhardt staubte im Abseits stehend ab.

Die Hessenliga-Absteiger aus Schwalmstadt zeigten einige Entlastungsangriff, ohne jedoch Gefahr vor dem Tor auszustrahlen. Hünfeld stand in der Abwehr sicher und setzte immer wieder gefährliche Angriffe. Maurus Klüber war es, der nach etwas mehr als einer halbe Stunde zum 2:0 traf, weil er in des Gegners Strafraum nachsetzte und für seinen Einsatz belohnt wurde. Die Führung war verdient, mehr als ein Fernschuss von Schwalmstadts Peter Liebermann gab es nicht. "Toto Trabert und Basti Gensler haben mir in der Mitte sehr gut gefallen und wenig Chancen zugelassen", lobte Weber seine Mannen, auch wenn die taktische Disziplin nicht über die vollen 90 Minuten durchgezogen wurde.

Nur acht Minuten nach dem Wiederanpfiff trafen nämlich die Gäste zum Anschluss. Sebastian Alles verlor mit einem Fehlpass den Ball und plötzlich ging es ganz schnell: Konter über Serkan Erdem, der den Ball von der Grundlinie in die Mitte brachte, wo Ricardo Seck nur noch einschieben musste. "Das Tor darf natürlich nicht fallen. Das kann man deutlich besser verteidigen und den Ball dürfen wir im eigenen Angriff auch nicht so blöd verlieren", hatte Weber auch etwas Kritik. Schocken ließen sich die Hünfelder vom Anschluss nicht - das Team fand schnell zur defensiven Sicherheit zurück. Als dann auch noch Christoph "Neidi" Neidhardt zum 3:1 traf (75.), war die Entscheidung gefallen. Nach einer Freistoßflanke war Verwirrung im Strafraum, Niclas Rehm und Steffen Witzel kamen nicht an den Ball. Hünfelds Doppeltorschütze war der lachende Dritte und schob zum Endstand ein.

"Zum Glück haben wir aufgehört Harakiri-Fußball zu spielen und stehen hinten deutlich besser", sagte der Flügelflitzer mit einem Schmunzeln im Gesicht. Die Umschaltstärke und Qualität des HSV sei bekannt. "Da dürfen wir jetzt nicht nachlassen, wir müssen die Disziplin über 90 Minuten durchhalten. Das wird unser Erfolgsrezept sein. (Julius Böhm)


DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

Hünfelder SV: Tim Gutberlet - Ferhat Yildiz, Steffen Witzel, Tarek Belaarbi, Sebastian Alles - Sebastian Gensler (74., Simon Schilling), Thorsten Trabert (46., Niklas Wahl), Kevin Krieger, Niclas Rehm - Maurus Klüber (31., Lukas Budenz), Christoph Neidhardt.

1. FC Schwalmstadt: Sacri Nikocevic - Fabian Seck, Kevin Kutzner, Steven Preuss, Matthias Lutz, Leon Lindenthal, Ricardo Seck, Peter Liebermann, Jan Henrik Wolf, Serkan Erdem, Andre Meier.

Schiedsrichter: Simon Müller (Sinntal).

Tore: 1:0 Christoph Neidhardt (1., Foulelfmeter), 2:0 Maurus Klüber (32.), 2:1 Ricardo Seck (53.), 3:1 Christoph Neidhardt (75.)

Zuschauer: 200. +++


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