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Von Berlin nach Nieder-Moos: das Requiem des berühmten Walisers Karl Jenkins wird am Sonntag .... - Fotos: Nieder-Mooser Orgelkonzerte

...in der dörflichen Saalkirche in Nieder-Moos erstaufgeführt

11.06.08 - NIEDER-MOOS

Orgelkonzerte starten mit "Sensation": Jenkins Requiem - VERLOSUNG

Das Sommerereignis im Vogelsberg für Musikfreunde steht unmittelbar bevor: die Nieder-Mooser Orgelkonzerte. Vor 30 Jahren wurde die Konzertreihe als "kleine Sommerorgel-Veranstaltung" gegründet - und niemand hätte gedacht, dass daraus einmal ein "ländliches Musikfestival" werden würde, das hochrangige Künstler aus aller Welt in die geräumige Saalkirche mit ihrer original erhaltenen und wundervoll klingenden "Oestreich-Orgel" holt und Besucher aus ganz Deutschland anzieht.

Schwärmen über die Barockorgel des Ober-Bimbacher Meisters

Wenn der Leiter der Nieder-Mooser Orgelkonzerte und Musiker Alexander Eifler über das Instrument spricht, gerät er förmlich ins Schwärmen: "Das Orgelwerk erklingt auch heute noch nach fast 217 Jahren so, als wäre der Erbauer Johannes-Markus Oestreich aus Ober-Bimbach bei Fulda gerade erst nach vollbrachter Fertigstellung gegangen. Der einmalige Erhaltungszustand der Orgel, die in all den Jahren neben den üblichen Wartungen nie verändert wurde und ihr typischer leicht rustikal-barocker Klang, mit der derben Posaune im Pedal und den sanften verspielten Registern des oberen Manuals, die inzwischen ergänzte „Vox humana“, begeistern immer wieder aufs neue...."

Musikalische Sensation zur Eröffnung

Und die Jubiläumssaison wird laut Eifler mit einer "musikalischen Sensation" eröffnet. Die Konzertreihe wird am kommenden Sonntag, 15. Juni um 17 Uhr in der Nieder-Mooser Kirche mit dem "REQUIEM" von Karl Jenkins beginnen. Dieses Stück wird zum ersten Mal in Oberhessen erklingen. Karl Jenkins, 1944 in Wales geboren, ist einer der populärsten zeitgenössischen Komponisten. In seinen Kompositionen verbindet er auf originelle Weise die Tonsprache klassischer Musik mit Elementen von Weltmusik.

Der Konzertleiter berichtet, Jenkins kenne keine musikalischen Grenzen und treffe mit seiner Klangsprache den Zeitgeist: "Sein Requiem ist von besonderer Eindringlichkeit und gehört zu den außerordentlich beliebten Chorwerken in ganz Europa und findet nun auch im deutschsprachigen Raum immer mehr Verbreitung. Bereits im Frühjahr 2005 belegte das „Requiem“ Platz 1 der britischen Klassik-Charts. Heute ist es weltberühmt und nun erstmals nach der deutschen Erstaufführung im Juli 2007 in Berlin , exclusiv für die Musikfreunde in Oberhessen, in Nieder-Moos zu hören".

Exotische Schlaginstrumente, Hip-Hop und Melodien

Das einstündige Werk für Chor, Solisten und Orchester ist eine in ihrer Zusammensetzung einmalige Komposition. Zwar hält sich Jenkins streng an die liturgischen Texte und Abläufe eines Requiems, nutzt aber kompositorische Freiheiten, wie die Hinzunahme japanischer Haikus (eine Reimform mit 17 Silben in drei Zeilen), oder lässt den Chor das "Dies irae" im Hip-Hop-Stil vortragen. Natürlich werden auch die klassischen und melodischen Elemente nicht vernachlässigt und begeistern durch einprägsame und wunderschöne Melodien und überraschende Harmonien.

Neben einem Streichorchester, 2 Hörnern, Pauken, Harfe und einer japanischen Shakuhachi-Flöte kommen zahlreiche, teils exotische Schlaginstrumente zum Einsatz. "Das ist ein MUSS für jeden Musikfreund!" sagt Alexander Eifler. Der German-American Community Choir aus Frankfurt, das Südhessische Kammerorchester und die Solosopranistin Kirsten Ruesges unter der Leitung von Linda Horowitz werden die Erstaufführung des "Requiems" von Karl Jenkins in Oberhessen musizieren. Auf dem Programm des Abends findet sich außer dem Requiem noch die Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“ von Johannes Brahms sowie weitere Werke von Mahler und Bach.

Der Deutsch-Amerikanische Chor Frankfurt wurde 1973 von dem in Frankfurt stationierten US-Militär gegründet - mit dem Ziel, die internationale Freundschaft durch gemeinsame Liebe zur Musik zu stärken und zu vertiefen. Nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus Frankfurt 1995 formierte sich der Chor neu und ist jetzt ein eingetragener, gemeinnütziger Verein - und eine Hochleistungs-Kantorei mit 180 aktiven Mitgliedern aus vielen Ländern.

Die Leitung des Abends in Nieder-Moos hat die kalifornische Dirigentin Linda Horowitz. Ihr Kariereweg führte sie an das Theater der Stadt Heidelberg, sie war Dirigentin am Staatstheater Kassel und wirkt heute als Dozentin und Dirigentin an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt in der Nachwuchsausbildung und ist Professorin am College in Claremont, Kalifornien.

"Mitreißend und irritierend gut"

Konzertleiter Alexander Eifler selbst ist von dem Werk des britischen Musikers und Komponisten hellauf begeistert und schreibt dazu: "Man muß kein Fan von Chormusik sein, um dieser einmaligen Interpretation des Requiems-Textes zu erliegen. Es gab bisher nur wenig klassische Musik, die mich sofort inne halten ließ und mich verleitete, ein paar Minuten dem Radio angespannt zu lauschen. Selbst Mozarts klassisches Requiem verstaubt bei mir im Regal, denn es vermag mich nicht so mitzureißen und beim Zuhören von allem loszulassen, wie es mit Jenkins Komposition der Fall ist. Also kein typisches, schwerverdauliches Requiem - aber auch bestimmt kein >Klassik meets Pop<. Die Menge positiver Gedanken, die diese jenseitigen Klänge verursachen, sind irritierend gut und verlangt nach mehr, die Stücke sind aber traumhaft arrangiert und das Orchester unterstreicht den ergreifenden Chor, ohne sich aufzudrängen. Wer sich darauf einlässt wird es nicht bereuen."

Karten vor Ort - oder bequem über Internet ordern

Karten für das außergewöhnliche ländliche Sommermusikfestival in Nieder-Moos sind eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen an den Abendkassen zu erhalten. Auch wenn die Nieder-Mooser-Orgelkonzerte immer eine gewisse Anzahl von Karten für die Abendkasse zurückbehalten, damit niemand nach Hause geschickt werden muss, ist es oft sicherer, sich Karten im Vorverkauf zu reservieren. Es erspart lange Anstellzeiten an der Abendkasse und es gibt mehr Zeit Nieder-Moos und die Landschaft zu erkunden.

Das Konzertbüro mit Vorverkauf ist montags bis freitags in der Zeit von 9.00 12.00 Uhr und auch freitags von 18.00 bis 19.00 Uhr unter der Telefonnummer 06644 / 7733 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten nimmt ein Anrufbeantworter rund um die Uhr Kartenbestellungen an. Auch das Fax 06644 / 7576 ist immer erreichbar. Die Mail-Adresse zur Kartenbestellung lautet [email protected]

Kartenbestellungen über das Internet sind auf der Homepage der Konzertreihe, die auch viele Seiten Informationen enthält und über eine download-Funktion das Saisonprospekt bereitstellt, unter http://www.niedermooser-orgelkonzerte.de möglich.

V E R L O S U N G

Für dieses Eröffnungskonzert am Sonntag, 15. Juni um 17 Uhr, verlost Osthessen-News unter seinen Lesern 5 x 2 Eintrittskarten. Wenn Sie diese besondere Erstaufführung erleben wollen, schreiben Sie eine E-Mail mit dem Stichwort "Orgelkonzert" an: mailto:[email protected] mit Ihrem Namen, Adresse und einer Telefonnummer, unter der sie am Donnerstagabend erreichbar sind. EINSENDESCHLUSS ist diesmal DONNERSTAG, 12. Juni um 12.00 Uhr und die Gewinner werden telefonisch informiert. Wie immer: die Verlosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. +++


Interpret ist auch der klanggewaltige Deutsch-Amerikanische Community Chor aus Frankfurt

Die Leitung des Abends in Nieder-Moos hat die kalifornische Dirigentin Linda Horowitz


Das Requiem von Karl Jenkins entstand 2004 - und ist heute bereits weltberühmt

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