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Renato Tusha heißt der tragische Held beim TSV Lehnerz - Archivfoto: Hendrik Urbin

FUSSBALL FC Ederbergland - TSV Lehnerz 8:7 n.E. (2:2, 4:4)

Bitteres Aus im Elfer-Krimi - RUMMEL: "Mit Scheiß-Gefühl nach Hause"

10.09.15 - In einer wirklich unglaublichen Hessenpokal-Partie scheidet der TSV Lehnerz am Mittwochabend unglücklich aus. Beim Verbandsligisten FC Ederbergland verlor die Lesser-Elf am Ende im Elfmeterschießen, nachdem man das Spiel in den Schlussminuten gedreht hatte und in der dritten Minute der Nachspielzeit den 4:4-Ausgleich hinnehmen musste. Nach der torlosen Verlängerung setzten sich die Hausherren im Elfmeterschießen durch.

"Als Hessenligist musst du natürlich weiterkommen. Wir wollten die nächste Runde erreichen und das nicht erst in der Verlängerung. Deshalb fahren wir jetzt mit einem Scheiß-Gefühl nach Hause", sagte TSV-Stürmer Dominik Rummel, der zwei Treffer beisteuerte und auch im Elfemeterschießen die Nerven behielt. Er hatte in der ersten Minute der Verlängerung sogar das 5:4 auf dem Fuß, aber sein Schuss knallte an die Unterkante der Latte und sprang von der Linie wieder aus dem Tor.

Eigentlich begann alles sehr gut für den TSV Lehnerz, schon nach sieben gespielten Minuten klingelte es zum ersten Mal: Patrick Schaaf ließ drei Gegenspieler stehen, zog auf die Grundlinie, legte ab auf Dominik Rummel und rein ins Glück. Lehnerz hatte das Spiel gegen den Hessenligaabsteiger voll und ganz im Griff. Trotzdem trafen die Hausherren nach einer Ecke: Pavel Ricka köpfte ein (19.). Nur drei Minuten später machte Daniel Gora im Strafraumgewühl sogar das 2:1 für den FC. Mit etwas Glück konnte Patrick Schaaf wenig später wieder ausgleichen. Sein Freistoß aus 18 Meter wurde entscheidend abgefälscht und landete im Tor.

"Eigentlich haben wir ein ordentliches Spiel gemacht. Ederbergland kommt aus der Hessenliga, hat alle Spieler behalten und hat sich sogar noch verstärkt. Von einem Katastrophen-Spiel von uns kann man auf jeden Fall nicht reden", sagte Trainer Henry Lesser. Auch nach der Pause hatte Lehnerz mehr vom Spiel, Vogt, Rummel und Schaaf ließen jedoch gute Möglichkeiten liegen. "Und dann die Schlussphase: erst führen die, dann machen wir den Ausgleich, schaffen nach einer Ecke durch Kemal Sarvan sogar das 4:3 in der Nachspielzeit und fangen in der 90.+3 noch das 4:4", beschreibt Rummel die hektische Schlussphase.

Abgesehen von seiner Chance in der ersten Minute der Verlängerung blieben große Möglichkeiten dann aus - im Elfmeterschießen hatte der FC die besseren Nerven. "Das ist dann Lotterie, da entscheidet auch das nötige Glück", so Rummel weiter. Für ihn heißt die Devise nun: Mund abputzen und weitermachen. "Wir werden uns bis Samstag wieder fangen, eine gute Mannschaft auf den Platz stellen und gegen Dreieich gewinnen." (Julius Böhm)


DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

FC Ederbergland: Hartmann - Holzapfel, Mohr, Kovacevic, Ricka, Möllmann, Nolte, Gora, Wolff, Karge, Buividavicus.

TSV Lehnerz: Benedikt Kaiser (119., Aykut Bayar) - Kaan Say, Dominik Rummel, Patrick Schaaf, Christian Eckerlin (85., Alexander Scholz), Andre Vogt, Reanto Tusha, Kemal Sarvan, Niklas Breunung, Sebastian Sonnenberger, Sebastian Bartel.

Schiedsrichter: Timo Ide (Frielendorf).

Tore: 0:1 Dominik Rummel (7.), 1:1 Pavel Ricka (19.), 2:1 Daniel Gora (22.), 2:2 Patrick Schaaf (30.), 3:2 Manuel Todt (86.), 3:3 Dominik Rummel (88.), 3:4 Kemal Sarvan (90.+2), 4:4 Dominik Karge (90.+3)

Besondere Vorkommnisse: Im Elfmeterschießen verzog am Ende Renato Tusha (Lehnerz) - Ederbergland zieht in die nächste Runde ein.

Zuschauer: 200. +++


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