Obwohl noch A-Klasse, hatten sich Matthias Krug und Gabriele Röhmhild auf ihr erstes internationales WDSF-Turnier gewagt. 267 Paare starteten in der Senioren A/S II Standard. Das TSC Paar erhielt 45 von 55 möglichen Kreuzen und durfte in der nächsten Runde weitertanzen. Sie erreichten den 151. Platz. Sie waren mit ihrem ersten Debut sehr zufrieden und genossen die internationale Atmosphäre des Turniers.
Ihre Clubkammeraden Hans und Petra Sieling gingen nach zwei Trainingslagern bei Bundestrainer Fred Jögens bestens vorbereitet an den Start. In ihre neuen Altersklasse Senioren S III Standard durften Sielings ihr vorhandenes Sternchen der jüngeren Altersklasse nicht mitnehmen. Also hieß es ein Mammutturnier von 202 Paaren ab der Vorrunde zu bestreiten. Es sollte ein langer Tag werden. Hans und Petra Sieling wurden von den 11 internationalen Wertungsrichtern von Runde zu Runde gut weiterbewertet. Alleine in den ersten drei Runden erhielten sie fast alle möglichen Kreuze. Ab der vierten Runde hieß es keinerlei konditionelle Schwächen zu zeigen, da die später in das Turnier eingreifenden Sternchenpaare einen sehr sportlichen und ausgeruhten Eindruck machten. Diese Situation hatte das TSC Paar speziell trainiert. So war die Freude groß, als für die Fuldaer trotz extremer Klimaverhältnisse, der Einzug ins Semifinale verkündet wurde. Die Turnierleitung stellten die zwölf besten Paare gesondert nach Nationen vor. Hans und Petra zeigten in der sechsten Runde nochmals ihre ausgefallene Choreographie und wurden mit dem neunten Platz direkt hinter dem WM Viezemeister Jouko und Helja Leppala aus Finnland belohnt. Sielings wurden das drittbeste deutsche Paar nach 30 absolvierten Tänzen.
Die Weltmeister Michael und Beate Lindner aus Darmstadt hohlten sich vor den Japanern Masayuki und Yuka Imai den begehrten GOC Titel.
Silber für Sielings
Auf Grund der Möglichkeit des Doppelstarts in zwei Altersklassen ist dieses Jahr für das TSC-Paar Hans und Petra Sieling ein Jahr der Meisterschaften. Im Frühjahr und Sommer galt es die Hessische und Deutsche Meisterschaft der Sen S II Standard erfolgreich zu meistern, und nun stand die Landesmeisterschaft der Sen S III Standard in Rödermark an.
Bestens vorbereitet starteten Sielings mit 18 Paaren in der Vorrunde. Eindeutiges Ziel war die Meisterschafsmedaille zu erreichen. Fünf kritische Wertungsrichter und ca. 300 Zuschauer in der damit gut besuchten Kulturhalle galt es von der hohen tänzerischen Leistung zu überzeugen. Sielings erhielten sowohl in der Vorrunde für das folgende Semifinale, als auch für die entscheidende Endrunde alle erreichbaren 25 Kreuze.
Das Finale, bestehend aus nur noch sechs Paaren, wurde verdeckt gewertet. Dies bedeutete, weder die Wertungsrichter untereinander, noch das Publikum als auch die Paare selbst kennen den Zwischenstand während der Endrunde. Die stärksten Konkurrenten für das TSC-Paar waren die amtierende Weltmeister Michael und Beate Lindner aus Darmstadt und die Hessenmeister des Vorjahres Peter und Regina Fischer aus Wiesbaden.
Angefeuert von angereisten Fuldaer Clubmitgliedern zeigten Hans und Petra Sieling ihre für diese Altersklasse auffallend dynamische Interpretation der fünf Standardtänze: Langsamer Walzer Tango, Wiener Walzer, Slowfox und Quickstep.
Bei der Siegerehrung wurden die Endrundenteilnemer beginnend mit dem sechsten Platz zur Gratulation auf die Fläche gerufen. Die Spannung stieg bis als drittletztes Paar Peter und Regina Fischer aufgerufen wurde. Sielings jubelten, denn sie hatten damit Silber ertanzt. Das Wertungsgericht kam bei den Medaillenrängen auf ein absolut eindeutiges Ergebnis. Die Fuldaer hatten in allen fünf Finaltänzen den zweiten Platz belegt, und zwar mit 22 von
25 möglichen "Zweien". Alle "Einsen" erhielt das Weltmeisterpaar Lindner.
Für Sielings schien es Schicksal zu sein, dass der Weltmeister bei jeder Meisterschaft mit ihnen antrat, da er zur gleichen Zeit die Altersklasse gewechselt hatte und auch Hesse ist. Aber Hans Sieling sagte dazu: "Wir stehen gerne links neben dem Weltmeister auf dem Treppchen. Das von uns gesteckte Ziel haben wir absolut erreicht. Das Turnier war in dieser tollen Atmosphäre ein echtes Erlebnis".+++