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RINGEN Remis gegen Tabellendritten

RSC gibt Sieg aus der Hand - am Freitag gegen Griesheim

16.09.15 - Mit etwas Pech und fehlender Schlitzohrigkeit haben die Ringer aus der Barockstadt den bis zum letzten Kampf geführten Punktevorsprung aus der Hand gegeben. Die Odenwälder aus Münster stellten die bestmögliche Mannschaft gegen die Fuldaer auf. Trotz Fehlen von Andreas Eisfeld (bis 86 Kilogramm griechisch-römisch), der beruflich verhindert war, lag es in der Luft, dass es für die Fuldaer sehr günstig liegen würde.

Gerade in den Gewichtsklassen, in denen der Gegner als sehr stark eingeschätzt wurde, holten die RSC-Ringer ihr Optimum raus. In der Gewichtklasse bis 53 Freistil holte Mehdi Balkhi gegen den sieggewohnten Antony Juliani einen frühen Schultersieg heraus. Einen geschickt angesetzten Schleudergriff mit einem anschließenden Brustzwiegriff konnte er zum Schultersieg bringen.

Im Halbschwergewicht bis 130 Kilogramm musste der Fuldaer Serhan Karslioglu gegen den für Münster startenden Amerikaner Moses Elijah Williams einen überraschenden, aber wohlverdienten Sieg herausholen. Das Motto des Trainers war, den Gegner früh und aggressiv unter Druck zu setzten. Der Bronzemedaillen-Gewinner der deutschen Meisterschaften, Serhan Karslioglu, stellte durch seine Angriffe den Gästeringer immer passiv da. Nachdem er die erste Zweierwertung für sich verbuchen konnte, sah auch der Unparteiische Marcel Bartzsch die Passivität des Gegners. Regelgerecht ordnete er Bodenkampf zu Gunsten des Fuldaers an. Der RSC-Ringer konnte innerhalb von 90 Sekunden 14 Wertungspunkte für sich verbuchen. Gerade dieser Sieg war ein großer Meilenstein für die Fuldaer Mannschaft.

In der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm griechisch-römisch konnte der Fuldaer Nachwuchsringer Adriano Delduca gegen den erfahrenen und ehemaligen Bundesligaringer Sevket Ermis nichts entgegenbringen und verlor durch technische Überlegenheit.

In der Gewichtklasse bis 98 Kilogramm musste der Fuldaer Ruslan Maier gegen den unbequemen Geatono Pone sein Können unter Beweis stellen. Er konnte einen mühsamen aber verdienten Sieg für seine Mannschaft einfahren.
Beim letzten Kampf vor der Pause hätte der Fuldaer Fabian Schmidt den Sack für seine Mannschaft zumachen können. Den sehr verheißungsvoll begonnenen Kampf konnte der RSC-Ringer nicht zu seinen Gunsten drehen. Der mit Beinschleuder begonnene Schlagabtausch konnte Schmidt anfänglich abwehren und zwischenzeitlich erhöhte er sogar seinen Punktevorsprung auf 14 zu vier Punkten. Kurz vor dem Rundenende lief er erneut in die Beinschleuder hinein. Der clevere FSV-Ringer Chris Reimund ließ den Fuldaer nicht mehr aus seinem Griff heraus. Zur Pause führten die Fuldaer mit 12:8.

Nach der Pause spürten die Fuldaer das Fehlen von Routinier Andreas Eisfeld bis 86 Kilogramm griechisch-römisch, denn hier wurden die Punkte kampflos der Gästemannschaft gut geschrieben. Nach diesem ausgeglichenem Kontostand 12:12 begann das fiebern auf der Fuldaer Seite erneut. Aus den verbliebenen vier Kämpfen musste die Mannschaft mindestens neun Mannschaftspunkte herausholen, um den ersten Sieg der Saison einfahren zu können.

In der Gewichtklasse bis 66 Kilogramm griechisch-römisch konnten diesmal die Gäste gegen den Fuldaer Trainer stellen. Somit gingen die Punkte Kampflos an die Fuldaer. In der Gewichtklasse bis 75 kg Freistil musste trotz Erkältung und 39°C Fieber Kahlid Alhadi gegen den Punktegaranten der Gäste Roman Rotärmel sein Können unter Beweis stellen. Durch geschickt herausgeholte Positionen ließ er seinem Gegner keine Entfaltungsmöglichkeit und besiegte ihn durch technische Überlegenheit.

Beim vorletzten Kampf des Abends musste der Fuldaer Mahmoud Matar sich mit dem Gästetrainer messen. Aber der clevere Coach der FSV-Staffel wusste ebenso, dass er einen Sieg einfahren muss, um einen möglichen Mannschaftssieg doch noch zu erreichen. Couch Eric Chalupka beherrschte den Fuldaer und brachte ihn schon in der erste Rundenhälfte auf Schulter.

Jetzt begann die berühmte "Rechnerei". Von Sieg bis Unentschieden war beim letzten Kampf des Abends alles möglich. Hier standen sich zwei Altmeister gegenüber. Vasilij Zelich auf Fuldaer Seite und Ali Celibi auf der FSV Seite. Der Fuldaer Zelich hatte seinen letzten Kampf vor vier Jahren für die RSC-Staffel absolviert. Er war auch körperlich nicht in bester Verfassung, aber er gab gegen Celibi alles. Die Zuschauer sahen eine mitreißende und technisch hochversierte Begegnung bei der der Gästeringer die meisten Punkte auf sein Konto bringen konnte. Er besiegte den Fuldaer durch technische Überlegenheit.

Vorschau für Freitag, den 19. September:

Gegen den Tabellennachbarn Griesheim aus Frankfurt müssen die barockstädter Ringer ihren Aufwind der Vorwoche ausbauen. Auch den vergangenen Begegunungen waren die Frankfurter Vorstädter sehr unbequeme Gegner. Die Parole der RSC Staffel lautet: "Der erste Auswärtssieg muß her!" (pm)+++


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