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FULDA Begleitung und Mitgestaltung der Beerdigungsfeiern

Freiwillige für Einsatz zum Trauergeleit – Keine „einsamen“ Bestattungen

01.10.15 - Die Fuldaer Ehrenamtlichen-Gruppe „Trauergeleit“, die sich vor knapp einem Jahr gebildet hat, traf kürzlich im Pfarrsaal der Stadtpfarrei zusammen. Die Freiwilligen dieses karitativen Dienstes stehen bereit, um solchen Verstorbenen ein letztes Geleit zu geben, die keine oder nur wenige Angehörige haben. Denn – so die Zielsetzung – niemand soll auf seinem letzten Weg allein gelassen sein. Auch die Angehörigen sollen durch die Begleitung eine Stütze und Trost erfahren.

Das regelmäßige Treffen der Ehrenamtlichen dient zum Austausch und bestätigt, dass diese Hilfe weiterhin in Fulda benötigt wird. Diakon Michael Huf aus der Stadtpfarrei berichtete der Freiwilligengruppe von den Kontakten zu den Bestattern in Fulda, die ihn hin und wieder darüber informieren, wenn es niemanden unter den Hinterbliebenen gibt, der eine kirchliche Beerdigung beauftragt. Den Bestattungsinstituten ist daran gelegen, dass die Bestattungen einen würdigen Rahmen haben. Wenn sie also noch einen Kontakt zur Kirche vermuten, erfolgt die Information an die Gemeinde. Es sei schön, so Huf, dass es dann diese Gruppe gäbe, die den Pfarrer oder den Diakon bei der Bestattung begleitet.

Sozialdienst katholischer Frauen und Caritas, die das Trauergeleit zusammen mit der Stadtpfarrei ins Leben gerufen haben, sehen es als ureigene Aufgabe der christlichen Gesellschaft, alleinstehende Menschen auch nach ihrem Tod zu begleiten und ihnen diesen letzten Dienst zu erweisen. Besonders die gesetzlichen Betreuer sehen in dem Trauergeleit eine gute Unterstützung für ihre Arbeit mit ihren Betreuten, die oft ohne Angehörige sind, und sich fragen, was mit ihnen geschieht, wie alles geregelt wird, wenn sie nicht mehr leben. Die Bestattung – der letzte Gang – nimmt bei diesen Überlegungen durchaus Raum ein.

Professor Richard Hartmann von der Theologischen Fakultät Fulda als Schirmherr des Dienstes Trauergeleit betonte in der Versammlung der Ehrenamtlichen, dass die Gruppe auch dann da sein sollte, wenn die Kirche nicht für die Beerdigung beauftragt wird und letztendlich eine säkulare Bestattung durchgeführt wird. Jeder Mensch, so der Theologe, habe seine Würde und behielte sie bis in den Tod. „Der Mensch hat es auch im Tod verdient, wahrgenommen und beachtet zu werden“.

Die Gruppe Trauergeleit hat sich dazu Texte und Würdigungen überlegt, die auch dann ausgesprochen werden können, wenn kein kirchlicher Hintergrund eines Verstorbenen mehr vermutet werden kann. Diakon Michael Huf bot sich nochmals ausdrücklich als unverbindliche Kontaktperson an, wenn Angehörige, Betreuer oder Einrichtungen auf das Trauergeleit zurückgreifen wollen. Infos zu Trauergeleit im Internet: www.trauergeleit.de .+++


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