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Zum Abschluss feierten nicht nur die Läufer ihren Zieleinlauf. Auch die Crew freute sich über die gelungene Auftaktveranstaltung in Wächtersbach. - Fotos: privat

LAUFSPORT "Im Schlamm sind alle gleich"

Knapp 2.000 Teilnehmer beim Strong Viking Run in Wächtersbach

14.10.15 - Am vergangenen Samstag fand erstmals der Strong Viking Hindernislauf in Wächtersbach bei Frankfurt statt. Mit wählbaren Distanzen von sieben, 13 oder 19 Kilometern warteten auf die Läufer bis zu 40 Hindernisse. Erschöpft, aber sichtlich stolz über die eigene Leistung, fanden sich nach und nach fast 2.000 Teilnehmer in der Walhalla Area ein und feierten als gestandene Wikinger ihren Zieleinlauf. Auch zahlreiche Zuschauer ließen sich das Outdoor Spektakel nicht entgehen und feuerten die mutigen Wikinger an. Der nächste Strong Viking Lauf in Deutschland findet am 9. April 2016 in Fürstenau bei Osnabrück statt. Nach Wächtersbach bei Frankfurt am Main kehren die Wikinger im Mai nächsten Jahres zurück.

Bei kühlen Temperaturen von nur zwölf Grad Celsius starteten ab 10 Uhr im 20 Minuten Takt jeweils bis zu 200 Teilnehmer. Unabhängig von der Streckenlänge warteten auf die Teilnehmer immer wieder Hindernisse, bei der Kraft, Kondition, Mut und Teamgeist gefragt waren. „Ich bin beeindruckt von dem Ehrgeiz der Teilnehmer und der guten Stimmung hier auf dem Gelände. Auch die professionelle Organisation des Veranstalters kann ich nur loben. Die Wikinger sind jederzeit wieder herzlich willkommen in Wächtersbach. Es ist ein tolles Event für die Region“, hob Andreas Weiher, Bürgermeister von Wächtersbach, in seiner Begrüßung hervor.

Schlamm, kaltes Wasser und steile Anhöhen

Lange Anhöhen und steile kurze Streckenabschnitte waren kräftezehrend und schweißtreibend. Da verloren kalte Wasserhindernisse wie „Viking Jump“ (aus 5,5 m ins Wasser springen) oder „Flying Ragnar“ (am Trapez schwingen mit Sprung ins Wasser) fast ein wenig ihren Schrecken. Spaß und Abwechslung brachten „Mud Crawl“ (100 Meter durch den Schlamm robben) oder „Mud Trenches“ (rauf und runter über Schlammhügel), bei der am Ende kein Läufer sauber blieb. An Hürden wie „Storm the Castle“ machte sich Teamgeist bezahlt, denn nur die wenigsten Teilnehmer konnten die dreieinhalb Meter hohe Wand ohne die Hilfe der Mitstreiter bezwingen. Doch darum geht es bei den Strong Viking Hindernisläufen. Neben der sportlichen Herausforderung steht der Zusammenhalt untereinander im Vordergrund. Daher wird bewusst auf Zeitvorgaben verzichtet. Die Wikinger-Symbolik wurde an Hindernissen wie „Viking Battle“ oder „Carry the Shield“ aufgegriffen.

Sich den eigenen Ängsten stellen

Auch Mut wurde den Teilnehmern abverlangt. So zum Beispiel beim „Fjord Drop“, der nicht nur für Personen mit Höhenangst eine echte Hürde darstellt. Bei der zehn Meter hohen und sehr steilen Riesenrutsche schnellen die Teilnehmer geradewegs nach unten, bevor sie am Ende im freien Flug erst mehrere Meter weiter im Wasser landen. Doch ganz nach dem Prinzip „Alles kann, nichts muss“ brauchten die Teilnehmer nicht jedes Hindernis absolvieren. Für wen die eine oder andere Herausforderung zu groß war, der konnte auch mit dem sogenannten „walk by“ ein Hindernis auslassen und es an der Seite passieren.

Trendsportart boomt: Für jeden Fitnesstyp geeignet

Hindernisläufe erfreuen sich hierzulande zunehmender Beliebtheit. Koen Postma, Geschäftsführer der Strong Viking Deutschland GmbH, hat mitunter eine Erklärung, warum sich so viele Teilnehmer für die neue Trendsportart begeistern: „Unsere Läufe sind eine mentale und körperliche Herausforderung, der man sich zusammen im Team zwanglos und mit Spaß stellen kann. Diese Gemeinsamkeit stärkt das Wir-Gefühl und schweißt zusammen. Das fängt schon beim Training für einen solchen Lauf an und wenn man am Ende gemeinsam im Ziel angekommen ist, ist es ein unbeschreibliches Gefühl, das man mit seinen Freunden feiert.“

Bilanz des Tages

„We leave no vikings behind“ (Wir lassen keinen Wikinger zurück) gehört zum Schlachtruf der Strong Viking Läufe und so fand am Ende auch in Wächtersbach bei Frankfurt jeder Wikinger den Weg ins Ziel. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viel Energie in unseren Teilnehmern steckt und wie sie untereinander zusammenhalten. Im Schlamm sind alle gleich. Da werden schnell aus Fremden Freunde. Wir freuen uns, im Mai 2016 wieder zurückzukommen“, so Postma. (pm)+++

Sportlicher Einsatz: zur Begrüßung erklomm unter anderem auch Andreas Weiher, Bürgermeister ...

Springen, schwingen, schwimmen: Beim „Flying Ragnar“ müssen die Teilnehmer an einem Trapez ...

Gemeinsam durch den Schlamm: mit Vorfreude auf das Ziel robbten diese Teilnehmerinnen noch einmal ...

Teamgeist war schon beim ersten Hindernis gefragt: Die „Walhalla Steps“ bezwingen nur wenige ...


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