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- Foto: Helga Schmadel / pixelio.de

RHÖN Luchs tötet drei Stück Damwild

In privates Wildtiergehege eingedrungen: "Nicht menschenscheu"

11.11.15 - Bisher gab es in der bayerischen Rhön keine bestätigten Luchs-Sichtungen. Nun aber hat die Großkatze mit den Pinselohren eindeutige Spuren hinterlassen. Wie das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS bestätigte, tötete ein Luchs gleich drei Stück Damwild (Hirsche) in einem Gehege im Schönderlinger Wald bei Schondra (Landkreis Bad Kissingen). Nachdem das Tier in der vergangenen Woche zwei Stück Wild gerissen hatte, rieten Gutachter, die Kadaver innerhalb der Umzäunung liegen zu lassen.

Ein Luchs versteckt seine Beute in der Regel unter Ästen und Blättern und kehrt zu seinem Riss mehrfach zurück. Da die Fachleute die Großkatze schon zu diesem Zeitpunkt als Täter verdächtigten, hofften sie so darauf, seine Existenz eindeutig mit einer Fotofalle zu beweisen. Die Katze kam in der darauffolgenden Nacht tatsächlich wieder, riss aber, anstatt sich an ihrer alten Beute gütlich zu tun, ein weiteres Stück Damwild.

Der Gatterbesitzer erwischte den Luchs fast auf frischer Tat. Die Katze, die eine Kopfrumpflänge zwischen 80 und 120 Zentimeter und eine Schulterhöhe von 50 bis 70 Zentimeter erreichen kann, befand sich noch auf dem Grundstück. Mit einem gekonnten Satz über die Umzäunung verschwand sie in die Nacht. Ungewöhnlich sei das Verhalten des Tieres, so Experten, da der Luchs normalerweise extrem menschenscheu sei.

Das Beutespektrum eines Luches umfasst kleine und mittelgroße Säugetiere, das Reh gehört zur bevorzugten Beute. Das als Einzelgänger lebende Tier jagt vor allem in der Dämmerung und nachts und kann im Sprint eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometer in der Stunde erreichen. Seine Opfer reißt der Luchs zu Boden und erstickt sie mit einem gezielten Biss in die Kehle.

„Es gibt in Bayern einen Ausgleichsfond für große Beutegreifer. Im Fall der drei getöteten Stück Damwild wird der private Wildbesitzer daraus für den entstandenen Schaden entschädigt“, so die Pressesprecherin des LfU Bayern. (Miriam Rommel) +++


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