
Gelingt den Wasserfreunden im Heimspiel gegen Cannstatt der erste Sieg? - Archivfoto: Christian P. Stadtfeld
WASSERBALL
Befreiungsschlag gegen Cannstatt?
Trainer HOHMANN trifft auf Ex-Klub: "Vier Viertel Gas geben"
21.11.15 - Am morgigen Samstag (19 Uhr) laden die Wasserballer der Wasserfreunde Fulda zum zweiten Heimspiel der Bundesliga-Saison. Gegner dabei ist der SV Cannstatt, der noch im letzten Jahr in der A-Gruppe der ersten Liga auf Punktejagd ging, sich derzeit jedoch auf dem vorletzten Tabellenplatz befindet.
Die Mannschaft aus Stuttgart hat sich in der aktuellen Saison personell stark verändert, mussten die Schwaben doch am Ende der vergangenen Spielzeit nach vier hart umkämpften Partien gegen den SV Plauen den schmerzlichen Gang in die B-Gruppe antreten. In der Folge musste der SVC die Abgänge von gleich drei Leistungsträgern hinnehmen, neben den Wechseln von Nationalspieler Timo Van der Bosch sowie dem Ex-Nationalspieler Florian Nasroska beendete auch Routinier Jovan Radojevic seine aktive Sportlaufbahn und hat seitdem das Traineramt inne. Die so entstandenen Lücken wollen die Cannstätter verstärkt mit Jugendspielern füllen, starteten jedoch überaus holprig in die aktuelle Bundesliga-Saison. Lediglich im ersten Saisonspiel zu Hause konnte der SVC einen Sieg gegen den SV Weiden einfahren, seitdem kassierten die Schwaben zum Teil überraschend deutliche Niederlagen. Somit befinden sie sich aktuell mit 2:6 Punkten nur einen Tabellenplatz über Fulda und das morgige Heimspiel stellt damit eine machbare Aufgabe für die Wasserfreunde dar.
Nach den harten Brocken zu Beginn der Saison (Potsdam, Wedding Berlin und Neukölln) und der unnötig hohen Niederlage in dem engen Becken in Weiden sind die Schützlinge von Andreas Hohmann und Volker Schunke hoch motiviert, vor heimischen Publikum endlich die ersten Punkte nach Hause zu holen. Der SV Cannstatt scheint dabei ein Gegner in Reichweite, besonderes Augenmerk müssen die Fuldaer jedoch auf den 20-jährigen kroatischen Neuzugang Domagoj Mijatovic legen, der zur Zeit gemeinsam mit David Horvath den vierten Platz der Torschützenliste belegt. "Trotz der personellen Veränderungen ist Cannstatt ein Team mit langer Bundesliga-Erfahrung, um einen Sieg einzufahren müssen wir von Beginn an einhundert Prozent wach sein und dies auch über vier Viertel halten", gibt Trainer Andreas Hohmann vor, der selbst lange Jahre Trainer des schwäbischen Traditionsvereins war.
Dabei gilt es, die Schwächen der letzten Spiele einzustellen, um nicht erneut bereits zu Beginn in Rückstand zu geraten. Insbesondere das mangelnde Rückzugsverhalten der Fuldaer sowie die inkonsequente Verteidigung am Mann führten in Weiden zu unnötigen Toren, dies soll zu Hause besser gelingen. Auch wollen die Wasserfreunde im großen Becken des Fuldaer Sportbades zu ihrem schnellen Konterspiel zurückfinden, hierbei werden insbesondere die schwimmstarken Spieler Alexander Hörl, Marvin Hohmann und Phillip Von Keitz gefordert sein. Zudem hat Rückraumkanone Tomas Krajcovic seine Spielsperre abgesessen und kann das Team sowohl taktisch als auch tempomäßig wieder verstärken und auch die Würzburger Zweitstartrechtler finden sich immer besser in das Fuldaer Spiel ein. "Nach den vielen Auswärtsspielen freuen wir uns darauf, endlich wieder vor heimischem Publikum zu spielen", äußert sich Centerspieler David Horvath und betont: "Wenn wir auch in der aktuellen Saison unsere Heimstärke beibehalten können, werden wir sicherlich das ein oder andere Spiel auch gegen starke Teams für uns entscheiden". Dabei hoffen die Wasserfreunde natürlich auf die tatkräftige Unterstützung der Fuldaer Fans im Hexenkessel, die sich schon in so manchem engen Spiel als "achter Mann" erwiesen haben und ligaweit für Gesprächsstoff sorgten. Einlass ist bereits ab 18:15 Uhr, Zusatztribünen werden aufgebaut. (alw) +++