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FUSSBALL TSV Lehnerz - Watzenborn/S. 1:1 (1:0)

Zwei unterschiedliche Halbzeiten: "wollten eigentlich gewinnen"

05.12.15 - Das Hessenliga-Spitzenspiel zwischen dem TSV Lehnerz und dem SC Teutonia Watzenborn/Steinberg endete leistungsgerecht mit 1:1 (1:0)-unentschieden. Bei dem ersten Pflichspiel des TSV auf dem neuen Kunstrasen am Eisweiher wäre mehr für die Osthessen drin gewesen, wenn man sich das Spiel nach dem Seitenwechsel nicht aus der Hand hätte nehmen lassen. Dominik Rummel brachte die Blauen in Front, Watzenborns zwei Meter-Hühne Raffael Szymanski glich schließlich aus.

„In Halbzeit zwei haben wir das Spiel aus den Händen verloren – wir hatten Watzenborn und vor allem Szymanski gut im Griff. Ein Punkt im Spitzenspiel ist in Ordnung, aber eigentlich wollten wir das Spiel gewinnen“, sagte 1:0-Schütze Dominik Rummel, der nach dem Spiel nicht ganz zufrieden war. Lehnerz schien in den ersten Minuten etwas nervös – die Gäste hatten sofort die Ballhoheit und sorgten auch schon nach zwei Minuten für große Gefahr: Keeper Benedikt Kaiser wollte nach einer Ecke den Ball fangen, ließ ihn im Luftkampf mit Szymanski aber fallen. Barbaros Koyuncu zog von der Strafraumkante ab, verfehlte aber den leeren Lehnerzer Kasten.

In der Folge behielten die Gäste zwar das Plus an Ballbesitz, der TSV wurde aber immer gefährlicher. Nach schnellem Umschaltspiel stürmte Pierre Mistretta auf die Grundlinie und brachte eine scharfe Flanke. Rummel verpasste den Ball, aber ein Watzenborner Verteidiger prüfte den eigenen Keeper (15.). Fünf Minuten später war es Mistretta selbst, der von der Strafraumkante abzog, aber nur das Außennetz traf. Die dritte große Chance nutze dann Dominik Rummel zum 1:0 aus. Andre Vogt holte sich den Ball an der Mittellinie. Dann ging es über Renato Tusha und Rummel ganz schnell - der Lehnerzer Toptorjäger behielt die Ruhe.

Noch vor der Pause hätte Patrick Schaaf das 2:0 machen können – er scheiterte jedoch im Eins-gegen-Eins gegen Watzenborns Keeper Yannik Dauth. Auch Benedikt Kaiser musste sich einige Male auzeichnen. Die Pausenführung ging aber in Ordnung, weil Lehnerz die deutlich gefährlichere Mannschaft war. Vor allem das schnelle Umschaltspiel bereitete dem Tabellenzweiten Probleme. Nach der Pause ließ die Lesser-Elf aber nach. „Man muss ganz klar sagen: wir haben uns nach der Pause ganz schön hinten rein drücken lassen“, gab Rummel zu. Lehnerz übergab den Gästen nun völlig das Spiel. Erst nach dem verdienten 1:1-Ausgleich - ein Abstaubertor von Szymanski, Sonnenberger war zuvor ausgerutscht - ließ den TSV wieder wach werden.

Patrick Schaaf, freistehend aus zehn Metern (75.), und Dominik Rummel völlig frei nach einem Stellungsfehler in der Watzenborner Hintermannschaft hatten die erneute Führung auf dem Fuß. Doch auch die Gäste hatten noch Möglichkeiten. "Deshalb war das Unentschieden auch gerecht. Schade nur, dass wir den Sack nicht schon in der ersten Hälfte zugemacht haben." (Julius Böhm)


DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

TSV Lehnerz: Benedikt Kaiser - Sebastian Bartel, Sebastian Sonnenberger, Sebastian Kress - Andre Vogt, Kemal Sarvan (72., Alexander Scholz), Patrick Schaaf, Niklas Breunung - Renato Tusha (72., Alexander Reith), Dominik Rummel, Pierre Mistretta.

Watzenborn-Steinberg: Dauth - Bodnar, Talevski, Golafra, Weinecker, Koyuncu, Parson, Azaouaghi, Simon, Koutny, Szymanski.

Schiedsrichter: Andre Klein (Offenbach).

Tore: 1:0 Dominik Rummel (27.), 1:1 Raffael Szymanski (68.).

Zuschauer: 350. +++


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