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Beim SV Steinbach läuft es rund. Auch Julian Rohde hat mit seinen sieben Toren eine Mitschuld -

FUSSBALL Die Verbandsliga im Check (2)

Die Tabellenspitze: Steinbach und Bad Soden - zwei künftige Hessenligisten?

23.02.16 - Die lange Zeit des Wartens hat ein Ende: nach der Winterpause rollt in Osthessen am kommenden Wochenende - sofern Wettergott Petrus nichts dagegen hat - endlich wieder der Ball. Zeit also, die Vereine der Hessen-, Verbands,- und Gruppenliga genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer kam? Wer ging? Wo klemmt es noch? Antworten gibt es im ON|Sport-Check. Weiter geht's mit den Verbandsligisten Steinbach, Bad Soden und der Reserve des TSV Lehnerz.


SV Steinbach

Blick Richtung Hessenliga? Karl-Josef Müller und der SV Steinbach sind die Gejagten ...Archivfotos: Julius Böhm

Das hat sich verändert: Für Veränderungen gab es als Tabellenführer überhaupt keinen Grund, einen Neuzugang gab es dennoch: Marcel Müller, Sohn von Trainer „Kalle“ Müller, schloss sich nach seinem Aus als Künzeller Übungsleiter der Mannschaft an. „Für uns war es selbstverständlich, bei ihm anzufragen als er frei wurde. Er ist mehr als eine Option und macht der ersten Elf ordentlich Druck“, sagte Abteilungsleiter Hugo Kochanski.

So lief die Vorbereitung: Gemessen an den Ergebnissen ordentlich. In vier Spiele gab es vier Siege (6:4 gegen Flieden II, 4:2 gegen Eichenzell, 6:1 gegen Hohenrode und 3:1 gegen Schweima). „Wir bewerten das nicht über. Wir hatten immer wieder fehlende unter der Woche im Training, aber insgesamt können wir mit der Vorbereitung zufrieden sein“, sagte Kochanski.

ON|Sport-Prognose: Die Ausgangslage ist klar: der SV Steinbach ist der Gejagte und erster Anwärter auf den direkten Aufstieg. Zwar ist das Auftaktprogramm knackig, aber der SVS ist so stabil, dass er die Aufgaben lösen wird. Wir legen uns fest: Nächstes Jahr gibt’s im Burghauner Ortsteil Hessenliga zu sehen.


SG Bad Soden

... und könnten von Sead Mehic' Bad Soden eingeholt werden

Das hat sich verändert: Bei den Sprudelkickern hat sich im Kader wenig verändert. Neuzugänge sucht man vergebens und mit Julian Purcell (Ziel unbekannt) gab es nur einen Abgang zu verzeichnen. Als Neuzugang sei aber Daniel Keim anzusehen, so Trainer Sead Mehic, der nach langer Verletzung wieder eingestiegen ist - und sich im ersten Test schon wieder verletzte. „Das tut mir leid für den Jungen, er ist auf jeden Fall eine gute Alternative für uns, wenn er fit ist“, so Mehic.


So lief die Vorbereitung: Bad Sodens Übungsleiter war mit der Vorbereitung so gar nicht zufrieden. „Wir waren verschlafen und haben nicht das gezeigt, was wir können", so Mehic. Das habe sich dann in den Ergebnissen widergespiegelt. 0:2 gegen die Reserve aus Offenbach, 1:6 gegen Lehnerz, 0:4 gegen Bad Vilbel und selbst das 7:2 gegen Hüttengesäß sei nicht überzeugend gewesen. „Wir müssen den Schalter umlegen", forderte Sead Mehic, denn schließlich sei die Ausgangslage mehr als vorteilhaft.

ON|Sport-Prognose: Drei Punkte bei einem Spiel Rückstand hinter Ligaprimus Steinbach und teilweise bis zu drei Spiele weniger als die Konkurrenz auf den Plätzen dahinter absolviert. Kann der Aufsteiger diesen Vorteil nutzen und den Vorsprung ausbauen, gelingt Bad Soden der Durchmarsch in die Hessenliga. Notfalls über die Relegation.

TSV Lehnerz II

Übernahm die Verantwortung bei der Reserve von Lehnerz: Niklas Herget

Das hat sich verändert: Im Kader so gut wie nichts, gleichwohl stellt der Abgang von Jan-Niklas Jordan (SV Flieden) einen schmerzlichen Verlust dar. Große Veränderungen gibt es dafür an der Seitenlinie: Marco Lohsse legt aufgrund gesundheitlicher Probleme eine Pause ein, für ihn übernimmt der bisherige Co-Trainer Niklas Herget die Verantwortung. Unterstützt wird Herget von Adam Wielogorski (Co-Trainer beim Hessenliga-Team) und Kevin Steudter (Ex-Spieler bei der ersten Mannschaft). „Für mich ist das eine große Ehre, in meinem Alter einen Verbandsligisten trainieren zu dürfen“, kommentiert Herget seine Beförderung. Für Herget gilt es, Jordans Abgang und die weiterhin verletzten Munir Tekleyes und Dennis Sorg zu kompensieren.

So lief die Vorbereitung: Die Tests gegen klassentiefere Gegner löste die Hessenliga-Reserve souverän (8:0 gegen Aulatal, 12:3 gegen Hosenfeld, 4:0 gegen Tuspo Grebenstein) und zeigte sich in guter Verfassung. Niklas Herget nutzte die Partien, um taktisch zu experimentieren, so wurde beispielsweise das System mit zwei Spitzen geübt. „Ich bin mit der Vorbereitung zufrieden und hoffe, dass wir weiter zuverlässig von der ersten Mannschaft unterstützt werden“, so Herget, der zudem festgestellt hat: „Wir sind enger zusammen gerückt und haben einen guten Teamgeist.“

ON|Sport-Prognose: Die Reserve des Hessenligisten bleibt weiter schwer einzuschätzen und kann an guten Tagen sicherlich gegen jeden Gegner bestehen. Die Hinrunde verlief für die Herget-Schützlinge mit Platz sechs mehr als ordentlich. Wenn nichts dramatisches passiert, sollte das Niveau gehalten werden und ein Platz im oberen Mittelfeld heraus springen. (Tobias Herrling) +++


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