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Steinbachs Sascha Schleinig (links) im Zweikampf mit Daniel Hanslik - Fotos: Carina Jirsch

FUSSBALL SVA Bad Hersfeld - SV Steinbach 0:4 (0:1)

Gäste brutal effektiv - ULLRICH "Das ist eben die Qualität"

18.04.16 - Aus viereinhalb Möglichkeiten vier Tore gemacht: der SV Steinbach zeigte sich am Sonntag von seiner effektivsten Seite und gewann das Verbandsliga-Gastspiel beim SVA Bad Hersfeld verdient, aber zu deutlich mit 4:0 (1:0). Asbach machte es über weite Strecken der Begegnung sehr gut, verpasste es aber, seine vohandenen Möglichkeiten zu nutzen.

Sechs Minuten im zweiten Abschnitt sorgten für die Entscheidung in einer Begegnung, in der die Gäste zwar feldüberlegen waren, aber ihre liebe Mühe mit dem Platz sowie dem Gegner hatten. Sechs Minuten, in denen die Hintermannschaft der Hausherren, die über weite Strecken der Partie sehr stabil stand, schläfrig war. Sechs Minuten, in denen der Ligaprimus seine Klasse zeigte und drei Möglichkeiten in Tore ummünzte. Erst legte Petr Kvaca einen Ball auf Florian Münkel in die Mitte, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste (57.), dann wurde der Spieß umgedreht: Münkel legte per Kopf auf Kvaca, der das Leder volley flach ins kurze Ecke drosch (60.). Kurz darauf nutzte Steinbachs Nummer 14 die Unordnung in der Asbacher Abwehr, um zum 4:0 einzuschießen (63.). „Ab da haben wir auch schön den Ball laufen lassen“, lobte Karls-Josef „Kalle“ Müller seine Schützlinge, die zuvor nur wenig spielerisches anboten.

„Das ist eben diese unfassbare Qualität, die Steinbach in der Offensive hat“, kommentierte nach dem Schlusspfiff SVA-Trainer Frank Ullrich die sechs Minuten, in denen sich der Abstiegskandidat um den Lohn seiner Mühen brachte. Denn der Gastgeber spielte diszipliniert, machte die Räume eng und ermöglichte den Gästen kaum nennenswerte Möglichkeiten. Im Gegenteil: die besseren Chancen verbuchte gar der SVA für sich. Kurz vor dem Steinbacher Dreierpack hätten Sebastian Schuch oder Daniel Hanslik bei einer Doppelchance den Ausgleich besorgen müssen (51.).

Überhaupt ging Asbach allzu fahrlässig mit seinen Gelegenheiten um. Auf schwer bespielbarem Geläuf bedienten sich beide Mannschaften überwiegend des Stilmittels des langen Balles. Die besseren Möglichkeiten im ersten Abschnitt hatten die Hausherren, die nach 15 Minuten ihre erste Chance hatten, als Witold Sabelas Abschlag Hanslik fand. Sein direkter Versuch parierte Marco Motzkus zur Ecke, die nichts einbrachte. „Es war heute verdammt schwer auf diesem Platz Fußball zu spielen. Wir wollten daher mehr mit langen Bällen spielen“, sagte Steinbachs Trainer Müller. Das für den Tabellenführer ungewohnte Gebolze dürfte aber durchaus auch mit Asbachs geschicktem Verteidigen zu tun gehabt haben.

Die Führung für den Gast fiel aus dem Nichts und spielte dem SVS natürlich in die Karten. „Es war wichtig, dass wir das 1:0 machen“, so Müller. Zunächst hatte Kvaca mit dem ersten Abschluss die Latte getroffen (28.), nachdem Sabela zuvor im Glück war und ein Kullerball Kvacas durch die Beine Sabelas zur Ecke ging. Kurz darauf die Führung, als Kvaca in die Schnittstelle geschickt wurde und den freien Michael Wiegand sah, der Asbachs Schlussmann keine Chance ließ (28.). „Unser Matchplan ging 80 Minuten lang auf. Zehn Minuten haben wir geschlafen. Weiß der Geier, warum“, haderte Ullrich über die entscheidende Phase des Spiels.

Bis zur Pause hatten die Hausherren drei weitere Szenen, in denen der Ausgleich und die Führung möglich gewesen wären. Jedes Mal beteiligt: der brandgefährliche Daniel Hanslik, der künftig wohl das Dress der Steinbacher tragen wird. Erst legte Hanslik einen Ball auf Christoph Wiegand, der an Motzkus scheiterte (28.). Dann traf Hanslik aus spitzem Winkel nur das Außennetz (31.) und kurz vor der Pause verpasste Schuch Hansliks Hereingabe nur knapp (45.). Nach den besagten sechs Minuten im zweiten Abschnitt war bei beiden Mannschaften die Luft heraus, Steinbach verwaltete den sicheren Vorsprung und Asbach fand keine Mittel mehr, den Gästen gefährlich zu werden. (Tobias Herrling)


DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

SVA Bad Hersfeld: Witold Sabela – Andreas Pannek, Alexander Ebinger, Johannes Schreiber, Simon Ewald (75. Fabian Mafurese) – Stephan Wiegand, Maximilian Schuch (85. Malte Schmidt Wecken), Christoph Wiegand, Daniel Hanslik – Tim Ullrich – Sebastian Schuch.

SV Steinbach: Marco Motzkus – Heiko Petrasch, Steffen Trabert, Alex Terentew, Fabian Wiegand (73. Maximilian Brehl) – Michael Wiegand, Petr Paliatka – Sascha Schleinig (68. Andre van Leeuwen), Julian Rohde, Petr Kvaca (79. Marcel Müller)– Florian Münkel.

Schiedsrichter: Pierre Leitschuh (Barchfeld).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Michael Wiegand (29.), 0:2 Florian Münkel (57.), 0:3 Petr Kvaca (60.), 0:4 Petr Kvaca (63.). +++


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