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- Fotos: Julius Böhm

FUSSBALL SV Steinbach - 1. FC Schwalmstadt 0:0

Aufstieg vertagt: rassiges, spannendes aber torloses Spitzenspiel

09.05.16 - Hessen Kassel II hat beim 1:1 in Eschwege gepatzt, Steinbach im Spitzenspiel zu Hause gegen den 1. FC Schwalmstadt aber auch: Es gab keine Tore im Mühlengrund, die Entscheidung um den Hessenliga-Aufstieg ist vertagt. "Ich bin mit dem Ergebnis nach diesem intensiven Spiel aber völlig zufrieden", sagte SVS-Coach Karl-Josef "Kalle" Müller nach dem Spiel zu ON|Sport, "ich glaube in den letzten drei Spielen werden wir den einen fehlenden Punkt schon sammeln", fügte er augenzwinkernd an.

Für die 200 Zuschauer war der herrliche Wetter bei gut 25 Grad und Sonnenschein wohl das Highlight des Tages, denn über ein Tor durften sie sich nicht freuen. Dafür kamen aber Taktikfüchse voll auf ihre Kosten: Das Duell zwischen dem ersten und dritten der Verbandsliga Nord war hochintensiv, taktisch auf einem hohen Level und stets spannend. "Kein Team hat auch nur einen Zentimeter verschenkt. Das hätte sich auch niemand erlauben können", ist sich Kalle Müller sicher, "das war so ein typisches 1:0-Spiel, bei dem am Ende das glücklichere Team gewinnt."

So hätte es kurz vor dem Schlusspfiff - nach packenden, aber torschussarmen 88 Minuten - beinahe geklingelt, als Schwalmstadts Steven Preuss nach einer Flanke von rechts den Ball per Kopf auf den eingewechselten Leon Lindenthal querlegte. Lindenthal grätschte gut fünf Meter vor dem Tor in den Ball und zwang Steinbach-Keeper Marco Motzkus zu einer Glanztat. "Tja, dafür stehe ich ja im Kasten", sagte Motzkus nach dem Schlusspfiff ganz bescheiden, "ich denke das Spiel war rassig und interessant. Die Abwehrreihen haben die Angriffsbemühungen gegenseitig egalisiert. Naja, dann ist die Aufstiegsentscheidung eben vertagt - wobei es zu Hause schön gewesen wäre." 

Auch wenn die Steinbacher über weite Strecken des Spiels feldüberlegen waren und etwas mehr Gefahr ausgestrahlt haben, war Trainer "Kalle" Müller mit der Leistung und auch dem Ergebnis zufrieden: "Schwalmstadt kennt uns gut, hat unsere Zentrale mit Wiegand und Paliatka gut zugestellt. Hinzu kommt, dass wir zu oft mit langen Bällen agieren wollten - da konnten wir ihnen nicht wehtun. Es war unheimlich schwierig, aber wir haben genauso intensiv dagegen gehalten wie Schwalmstadt. Alles andere wäre auch sofort bestraft worden. Hut ab vor beiden Teams." (Julius Böhm) 


DIE STATISTIK ZUM SPIEL:

SV Steinbach: Marki Motzkus - Trabert, F. Wiegand, M. Wiegand, Florian Münkel, Petr Paliatka, Petr Kvaca, Bott, Alex Terentew, Marcel Ludwig, Rohde.

1. FC Schwalmstadt: Nikocevic - F. Seck, Kutzner, Gerstung, Preuß, Cetinkaya, Lutz, R. Seck, Lerch, Wolf, Erdem.

Schiedsrichter: Jan Lübberstedt (Neuhof).

Tore: -.

Zuschauer: 200. +++


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