11.05.16 - Der Vorstand des FSV Hohe Luft hat sich in den letzten Tagen über die Vorkommnisse während des FußbLa-A-Junioren-Gruppenligaspiels bei der JSG Hohenroda/Schenklengsfeld/Friedewald in Friedewald informiert und hat hierzu einige interne Gespräche geführt. In einer Pressemitteilung erklärt der FSV Hohe Luft: "Vorab möchten wir festhalten, dass uns die entstandene Situation sehr leid tut und wir uns hierfür bei allen Betroffenen entschuldigen.
Ehe wir jedoch auf das Spiel sowie die Schlussfolgerungen und Maßnahmen daraus eingehen, möchten wir an dieser Stelle nochmal über die aktuelle Jugend- und Integrationsarbeit beim FSV Hohe Luft informieren: Der FSV Hohe Luft ist einer von lediglich drei osthessischen Vereinen, der noch eine durchgängig eigenständige Jugendarbeit durchführt. Aktuell sind rund 200 Kinder und Jugendliche in zehn aktiven Mannschaften im Einsatz (Bambini bis A-Junioren). Die besondere Herausforderung dabei ist, dass ca. 60 Prozent der Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben. Der FSV Hohe Luft sieht dies jedoch nicht als "grundsätzliches Problem", sondern eher als "gesellschaftliche und vereinspolitische Herausforderung" im Sinne einer, insbesondere in heutigen Zeiten mehr denn je, wichtigen Vereins- und Integrationsarbeit.
Zu den Vorkommnissen vom 04. Mai 2016 haben wir aussehr glaubhaften und vertraulichen Gesprächen erfahren, dass es, nach völlig ruhigen und normalen Spielbeginn, im Laufe des Spiels diverse Provokationen von Seiten der Gastgeber gegenüber unseren Spielern, dem Trainer aber auch gegenüber Zuschauern gab. Dies soll die Situation keineswegs entschuldigen oder rechtfertigen, wir finden es aber wichtig,dass auch dies erwähnt wird und nicht völlig "ausgeblendet wird".
Nach einem vorangegangenen Foulspiel der JSG Hohenroda ca. 10 Minuten vor Spielende hat ein B-Juniorenspieler (Spieler mit der Nr. 7), der in diesem A-Juniorenspiel "aushelfen sollte", eine Tätlichkeit begannen und seinen Gegenspieler getreten bzw. geschlagen. Als dieser vom Schiedsrichter die berechtigte rote Karte gezeigt bekommen hatte, ist er nochmals auf einen JSG-Spieler „losgegangen“. Gleichzeitig ist ein Zuschauer auf das Spielfeld gerannt und hat "Theater machen wollen".Die in diversen Online-Medien genannten Faustschläge und Tritte gegen am Boden liegende Spieler können nicht bestätigt werden.
Dies erläuterte uns der A-Junioren-Trainer und Jugendabteilungsleiter Dominic Pelikan. Durch das schnelle und herzhafte einschreiten von Dominic Pelikan und einigen Zuschauern, konnte die Situation, wie bereits von den Verantwortlichen des JSG Hohenroda in der Presse beschrieben, nach rund einer Minute, beruhig und beendet werden.Den Spielabbruch des Schiedsrichters halten wir fürabsolut nachvollziehbar und gerechtfertigt. Solche Szenen will niemand auf Sportplätzen sehen. In der nächsten Vorstandssitzung wird der Vorstand des FSV Hohe Luft - unter satzungskonformer Beteiligung des Beirates - über ein Vereinsausschlussverfahren gegen den oben genannten Spieler beraten. Gegen den Zuschauer wird der FSV Hohe Luftprüfen, ob eine zwölfmonatige Platzsperre umgesetzt werden kann.
Abschließend möchten wir festhalten, dass wir die Vorfälle bedauern und mit entsprechenden
Maßnahmen durchgreifen werden. Gleichfalls sind wir uns vereinsintern sicher, dass wir deutlich frühzeitiger, bei sich andeutenden „Problemfällen“ durchgreifen müssen. Unabhängig davon, halten wir diesen Zwischenfall für einen „sehr traurigen Einzelfall“ und werden weiterhin an der bisherigen Jugend- und Integrationsarbeit festhalten." +++