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REGION Frühlingsgefühle und Selbstwert

Neue Möglichkeiten von Verena ANDERS für frischen Wind im Leben

Über Verena AndersCoach Verena Anders berichtet künftig jeden dritten Mittwoch im Monat auf mondaine über ihre Arbeit, gibt Fallbeispiele und zeigt neue Möglichkeiten im Leben auf. Als Coach ist sie in ihren eigenen Räumlichkeiten im Münsterfeld in Fulda tätig. +++

18.05.16 -

Der Frühling ist angekommen. Draußen grünt und blüht es, es riecht nach frischem Wind und dunkler Erde und das helle Licht der länger werdenden Tage reduziert das Schlafhormon Melatonin und lässt den Spiegel des Glückshormons Serotonin im Blut ansteigen. Frühlingsgefühle aller Orten. Ein Ammenmärchen ist, dass die Sexualhormone im Frühjahr verrückt spielen – und doch: Wer in diesen ersten warmen Frühlingstagen durch die Stadt geht sieht oft nur noch Liebespaare. 

Man verzieht heimlich den Mund, schaut weg und doch wieder hin. Da: Schon wieder zwei Strahlende, die miteinander turteln. Offensichtlich begeistert voneinander und in ihre eigene kleine Welt aus zwei verliebten Herzen, euphorischer Begeisterung und dem Blick durch die rosarote Brille versunken. Aber auch die gibt es: Denen man ansieht, dass sie schon viele Jahre miteinander durchs Leben gehen. Die eine selbstverständliche Zusammengehörigkeit ausstrahlen, welche Sicherheit und Geborgenheit gibt. Und man selbst geht noch immer als Single durchs Leben. Ein Anflug von Neid überkommt einen. Neid ist eigentlich nicht Ihr Ding und doch ist da diese innere Stimme: „Ich will auch!“. 

Der Wunsch nach Schmetterlingen im Bauch, nach einer neuen Beziehung, nach Lachen, Gemeinsamkeit und Liebe wächst von Tag zu Tag. Das Gefühl wird übermächtig, ohne einen Partner an der Seite nicht mehr leben zu wollen. Die ersten Selbstzweifel kommen auf: „Wieso bin ausgerechnet ich noch alleine? Ich bin zu hässlich! Ich bin eine Versagerin! Ich kann nichts! Ich bin nichts wert! …“.

Wenn der innere Kritiker nur noch negative Bemerkungen ins Ohr flüstert, schrumpft der Selbstwert. Beim Blick ins nächste Schaufenster fallen einem nur noch die negativen Seiten des eigenen Äußeren ins Auge. Und hatte die Mutter nicht immer schon gesagt, man seien zu anspruchsvoll als dass man einen Mann abkriegt?

In einem solchen Zustand stehen die Chancen schlecht, entspannt einen Flirt zu beginnen. Außerdem weiß man schon lange, dass auch die nächste Beziehung die Selbstliebe nicht verbessern wird und dass man sich auch ohne Partner frühlinglich fühlen möchte. Wenn der innere Kritiker den eigenen Selbstwert boykottiert ist Aktion angesagt. Man muss die schlechten Gefühle, die die inneren Stimmen produzieren, nicht hinnehmen. Man muss nicht hilflos zusehen wie die Welt da draußen feiert, während man selbst verzweifelt aufgibt, in Selbstmitleid versinkt und den anderen beim Leben zuschaut.

Es ist durchaus möglich, Einfluss auf die eigenen inneren Dialoge zu nehmen und den Selbstwert wieder auf ein gesundes Level zu heben. Ein gutes Selbstwertgefühl ist ein Schlüssel für eine stabile Psyche und intakte Gesundheit. Wenn man sich selbst annehmen kann wie man ist, ist man mit sich im Reinen und tut die Dinge, die richtig für einen sind und trifft auf die Menschen, die zu einem passen.

Was bewirkt ein geringes Selbstwertgefühl? Ein geringes Selbstwertgefühl lässt an sich zweifeln: Zweifel an den eigenen Fähigkeiten oder am eigenen Äußeren kommen auf. Die Angst, Fehler zu machen und falsche Entscheidungen zu treffen lähmt uns. Perfektionsstreben aus Angst vor Ablehnung oder Angst vor Veränderung machen das Leben schwer. Das Gefühl, wenig bewirken zu können und keine Kontrolle über das Innen und das Außen zu haben tut ein Übriges. Resignation und mangelnde Lebensfreude sind die Folgen. Wer sich seines Selbstwerts nicht sicher ist, trägt das grundlegende Gefühl mit sich, mit Teilaspekten des Lebens oder mit dem Leben an sich nicht klarzukommen, man steht nicht auf eigenen sicheren Füßen.

Selbstunsichere möchten möglichst alles perfekt machen, um geliebt zu werden: Perfekt aussehen, perfekt sein als Mutter, Ehefrau und Geliebte. Perfekt sein im Beruf, als Gastgeberin und beim Sport. Mit einer solchen Grundhaltung ist die Überforderung und ein möglicher Burnout schon vorprogrammiert. Aus dem Wunsch persönliche Zurückweisungen möglichst zu vermeiden erwächst ein übergroßes Harmoniebedürfnis: man passt sich an um zu gefallen. Eigene Wünsche und Befindlichkeiten werden in den Hintergrund gedrängt. Man lebt nicht mehr sein eigenes Leben.

Oder man wählt den Angriff als Verteidigung und schnappt schnell zu, wenn man sich bedroht fühlt – und gilt dann als „Zicke“.

Ursachen für ein geringes Selbstwertgefühl

Die Ursachen für ein geringes Selbstwertgefühl können vielfältig sein und sind entweder durch eine genetische Veranlagung oder durch prägende Erfahrungen in der Kindheit verursacht. Ein extravertierter Mensch geht anders auf seine Mitmenschen zu als ein Introvertierter und bekommt entsprechend positivere Rückmeldungen. Ein Kind, das von seinem Lebensbeginn an erfahren hat, dass es gewollt und geliebt ist, fühlt und agiert anders als ein Kind, das sich der Zuneigung und Nähe seiner Bezugspersonen nicht sicher sein kann. Ein Kind, dessen Urvertrauen nie enttäuscht wird und das lernt, dass es auf zwischenmenschliche Beziehungen Einfluss nehmen kann, ist mit einem höheren Selbstwert ausgestattet als ein Kind, dessen Bedürfnisse selten oder nie berücksichtigt wurden. Erlebt ein Kind unsichere Bindungen, wird es als Lebensgefühl mit sich tragen, nicht wirklich liebenswert zu sein und als Erwachsener entweder Beziehungen vermeiden oder einen anklammernden Persönlichkeitsstil entwickeln.

Eine liebevolle Eltern-Kind-Beziehung ist also der beste Garant dafür, im Erwachsenenalter mit einem stabilen Selbstwert durchs Leben zu gehen. Doch auch wenn einem eine solch positive Grundlage für ein stabiles selbstbewusstes Innenleben nicht gegeben wurde, muss man nicht mit unangebrachten Selbstzweifeln weiterleben. 


Wege zur Selbstakzeptanz

Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, die Dinge zu ändern. Man muss nicht warten, bis der Märchenprinz kommt, um einen zu erretten. Es ist auch nicht nötig, jahrelange Therapien zu machen, um die Kindheit bis ins Kleinste aufzuarbeiten. Man muss weder sich stundenlang irgendwelche Affirmationen vorsagen noch sich mit Antidepressiva ruhigstellen. Um sich selbst lieben zu lernen und anzunehmen ist alles, was man tun muss, mit sich selbst in Dialog zu gehen:

• Hören Sie den Stimmen zu, die in Ihrem Kopf auftauchen. Finden Sie heraus, welcher Persönlichkeitsanteil mit Ihnen spricht und was er Ihnen sagen will. Und nehmen Sie ihn ernst. Nehmen Sie SICH ernst.

• Betrachten Sie die Bilder, die vor Ihrem inneren Auge auftauchen und finden Sie die Botschaft, die darin enthalten ist.

• Spüren Sie die Veränderungen in Ihrem Körper: Wo drückt, zieht, krampft es? Und was will Ihr Körper damit ausdrücken? Sollten Sie sich zum ersten Mal in Ihrem Leben mit sich selbst beschäftigen ist es nicht einfach, die Botschaften aus Ihrem Inneren wahrzunehmen und zu deuten.

Im Einzelcoaching stelle ich meinen Klienten die entscheidenden Fragen, die helfen leicht in Kontakt mit sich selbst zu kommen. Sobald geklärt ist, worum es bei ihnen geht, können sie alleine oder mit ihrem Coach mit der Veränderungsarbeit beginnen.

Die Coachingarbeit ist immer prozess- und lösungsorientiert. Das bedeutet: Der aktuelle Ist-Zustand wird als Ausgangspunkt für eine tiefgreifende Veränderung genutzt. Schnelle und anhaltende Erfolge sind bezeichnend für die Arbeit mit den inneren Persönlichkeitsanteilen. Menschen lernen so,  ihre Unsicherheit zu akzeptieren, entlassen sich aus der Opferrolle, bekommen ein neues Selbstbild als Frau (oder Mann) und gehen gestärkt und mit offenen Sinnen durch die Welt.

Eine grundlegend andere Haltung zu sich selbst zeigt sich auch in der Ausstrahlung im Außen. Man weiß, wer man ist und was man will und braucht. Man ist und wirkt entspannter und weniger bedürftig. Man zeigt sich authentisch und ruht in sich selbst. Und schließlich finden sie neue Möglichkeiten, das Leben mit oder ohne Partner so zu gestalten, dass man wirklich sein Leben lebt.

Mit dieser Einstellung gehen Sie leicht durch den Frühling und sehen das Schöne in vielen Details in dem Bewußtsein: Sie können auch Anders. Weitere Informationen: www.neue-moeglichkeiten.de  (Verena Anders) +++


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