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Karin Schade verteidigte ihren Titel im Kleinkaliber-Sportgewehr - Foto: privat

SPORTSCHÜTZEN Sportgewehr-Hessenmeisterschaften

Karin SCHADE verteidigt Titel - drei Mal Gold für Johanna TRIPP

08.06.16 - Die erfolgreiche Titelverteidigung von Karin Schade beim Sportgewehr-Wettbewerb und die Rekordleistung von Nachwuchstalent Johanna Tripp, die insgesamt drei Goldmedaillen gewann, waren die herausragenden Ergebnisse der Hessischen Schießsportmeisterschaften in den Gewehrdisziplinen, die am Wochenende im Landesleistungszentrum Frankfurt-Schwanheim ausgetragen wurden.

„Das war mein erstes Finale nach der neuen ISSF-Regel und ich freue mjich riesig, dass ich meinen Titel verteidigt habe“, sagte Karin Schade nach ihrem Sieg mit dem Kleinkaliber-Sportgewehr in der Damenklasse. Die ehemalige Nationalschützin vom SV Meckbach machte nach ihren Siegen 2014 und 2015 den Titelhattrick perfekt. die 37-Jährige hatte den 60-Schuss-Vorkampf mit 574 Ringen absolviert und zusammen mit Fabienne Plaum vom SV Erdbach das höchste Resultat der 30 gestarteten Frauen erreicht, von denen sich die besten Acht für das Finale qualifizierten.

Nach 15 Finalschüssen im Kniendanschlag rangierte Karin Schade nur auf dem vierten Platz. „Das war furchtbar anstrengend und ich dachte, es ist schon alles verloren“, blickte Karin Schade auf den Finalbeginn zurück, die im anschließenden Liegendschießen ihre Aufholjagd startete und nach 15 Schüssen mit 0,3 Ringen die bis dahin führende Anne Becker übertraf. Im Stehendschießen zum Abschluss des Finals war die Meckbacherin in der Eliminationsrunde nicht mehr zu stoppen. Mit Treffern zwischen 9,6 und 10,8 zog Karin Schade ihren Konkurrentinnen davon und holte sich mit 451,5 Finalringen und einem deutlichen Vorsprung gegenüber der Zweitplatzierten Marion Reiting (441,6) den Hessenmeistertitel.

Anne Becker war in der Schlussphase durch eine 8,4 im Stehendschießen auf den dritten Platz zurückgefallen. Dafür freute sie sich zusammen mit Fabienne Plaum und Michelle-Loreen Figge über den Titelgewinn in der Mannschaftswertung für den SV Erdbach. Für Karin Schade reichte es zusammen mit Selina Kraus und Sina Schröder wie im Vorjahr zum Vizemeistertitel in der Teamwertung.

Mit einer neuen Rekordleistung durch Johanna Tripp vom SV Petersberg hatten die Titelkämpfe in Frankfurt-Schwanheim glanzvoll begonnen. Die 16-Jährige aus Ernsthausen stellte mit 398 Ringen einen neuen hessischen Rekord mit dem Luftgewehr auf. „Ich war zwei Mal etwas unkonzentriert“, meinte sie anschließend, nachdem sie die optimalen 400 Ringe verpasst hatte. „Die 400 ist mein Ziel.“ Mit ihrer Leistung hatte Johanna Tripp auch den größten Anteil am neuen hessischen Mannschaftsrekord von 1180 Ringen, den sie zusammen mit Mona Heck und Jasmin Spahn erzielte.

Mit seinen Schützlingen freute sich Landestrainer Bill Murray, der die Stärken von Johanna Tripp in einer Kombination ihres vorbildlichen Stehendanschlags und der guten Konzentrationsfähigkeit sieht. „Sie ist sehr talentiert“, meinte er. „Wir wollen die Technik noch etwas mehr aufpolieren, damit sie noch konstanter wird, denn es ist schwierig auf diesem Leistungsniveau konstant zu bleiben.“ Nach ihrem Sieg mit dem Luftgewehr gewann Johanna Tripp den Wettbewerb „Luftgewehr-Dreistellung“ für den SV Petersberg und „Kleinkaliber-Sportgewehr“ für den TSV Obergeis. Mit drei Einzel-Goldmedaillen und drei Mal Gold in den Mannschaftswertungen war sie die erfolgreichste Teilnehmerin des zweiten Wochenendes der Hessenmeisterschaften in Frankfurt-Schwanheim.

Für einen weiteren Rekord sorgte der Steinbacher Lukas Fischer beim Wettbewerb mit dem Kleinkalibergewehr auf 100 Meter Entfernung. Der 19-Jährige startete für den SV Hüttenthal und gewann den Männerwettbewerb mit 299 Ringen. Damit überbot er die bisherige Bestmarke um zwei Ringe und verwies Titelverteidiger Robin Zissel vom SV Ernsthausen auf den zweiten Platz. Dafür holte sich Zissel den Mannschaftssieg zusammen mit seinem Bruder Jan und Alexander Röller. Das Trio stellte für den SV Ernsthausen mit 881 Ringen den Hessischen Rekord in der 100-Meter Disziplin ein und siegte mit deutlichem Vorsprung gegenüber dem nächstplatzierten Team aus Oberaula. Markus Braun, Stefan Eigenbrod und Torsten Stähling mussten wie im Vorjahr mit dem Vizemeistertitel zufrieden sein. +++


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