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Angelika Kildau präsentiert stolz die Urkunde - Fotos: Dietmar Kelkel

SPORT Lebensschule Taekwondo

Gelnhäuser Verein erhält Harald-Schmid-Preis

09.06.16 - Der 1. Gelnhäuser Taekwondo Club hat am Mittwochabend im Kommunikationszentrum der Kreissparkasse Gelnhausen den mit 3.000 Euro dotierten „Harald-Schmid-Preis“ erhalten. Die von der Sparkassen-Sportstiftung Main-Kinzig seit 1999 ausgelobte „Auszeichnung für vorbildliche Jugendarbeit“ wird seit 2004 unter dem Titel „Dr.-Harald-Schmid-Preis“ vergeben. Hierbei geht es nicht um die sportliche Leistungsfähigkeit, sondern um die Förderung der Lebenskompetenz bei Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen.

Laudator Dr. Harald Schmid bescheinigte dem neuen Preisträger, mit der intensiven Trainingsarbeit Kindern und Jugendlichen Kompetenzen und Schlüsselqualifizierung weiterzugeben. „Die Lebensschule Taekwondo vermittelt neben den unterschiedlichen Techniken Selbstvertrauen, Respekt, Disziplin und Werte. Auch Prüfungen sind Training für das Leben.“ Harald Schmid, einer der weltbesten 400 Meter-Hürdenläufer aller Zeiten, arbeitet selbst seit Jahren erfolgreich in bundesweiten Projekten der Kinder- und Jugendarbeit.

Die Musikschule Main-Kinzig gestaltete die Feier musikalisch.

Laudator Dr. Harald Schmid

Sport-Stiftungsvorstand Jürgen May.

„Wir können auch von anderen Kulturen lernen“, hob er die Integrationsarbeit hervor. Wer Menschen fürs Leben fit machen wolle, müsse Problemlösungen vermitteln. Dazu gehöre es ebenso, jeden Augenblick des Lebens zu etwas Intensivem zu machen. Vorsitzende Angelika Kildau bedankte sich auch im Namen aller Übungsleiter. „Diese Auszeichnung bestätigt unsere Arbeit. Hier als Preisträger zu stehen, erfüllt mich mit Stolz.“ Der 1. Gelnhäuser Taekwondo Club mache (sich für) Kinder stark. „Wir haben bis zu fünfmal wöchentlich 80 Kinder und Jugendliche im Training“, berichtete Angelika Kildau.

Jürgen May, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen-Stiftung berichtete, dass der Vorstand sich einstimmig Harald Schmids Vorschlag zur Preisverleihung angeschlossen habe. Das Projekt „Lebensschule Taekwondo“ sei ein Weg, Kindern und Jugendlichen das große Potenzial von Bewegung zu erschließen fürs Leben, für die Integration, den sozialen Aufstieg und nicht zuletzt für eine gesunde Lebenshaltung. „Übungsleiter müssen junge Menschen immer wieder aufs Neue beim Sport ins Spiel bringen. Sie werden zum Sozialarbeiter, wenn Jugendliche mit Lebensproblemen auf sie zukommen. Oft ist der Trainer die Person, die um Rat und Hilfe gebeten wird“, betonte May.

Wer gewinnt den Preis? Anspannung im Publikum

Die Auszeichnung besonders erfolgreicher Vereinsjugendarbeit werde neben der Talentförderung künftig ein wichtiges Anliegen der Stiftung sein. „Funktionsfähige Vereinsstrukturen können heute aber nur dort gelebt werden, wo sich ein solches soziales Umfeld vor Ort auch auf ein verlässliches Miteinander, auch auf eine gelungene Integration unserer ausländischen Mitbürger gründet.“ Neben den Taekwondokas hatten sich der FSV Bad Orb, die Turngemeinde Hanau, der Turnverein Hailer und der Tischtennisclub Salmünster beworben. Grußworte sprachen Horst Wanik von der Kreissparkasse Gelnhausen und Sportdezernent Matthias Zach. Die Musikschule Main-Kinzig gestaltete die Feier musikalisch mit Rockballaden. (Dietmar Kelkel) +++


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