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Rainer Noller feiert auf seiner 200. Rallye seinen 80. Erfolg - Fotos: Dietmar Kelkel

RENNSPORT 11. Kumho Main-Kinzig-Rallye

Schlitzer Michael RAUSCH verpasst Rallyesieg um drei Sekunden

02.08.16 - Rainer Noller hat mit Copilotin Tanja Schicht (beide Öhringen) die 11. ADAC Kumho Main-Kinzig-Rallye gewonnen. Die beiden absolvierten die sechs Prüfungen mit einer Gesamtlänge von 31 Kilometern in 17:38 Minuten. In seiner 200. Rallye fuhr der Prioriätsfahrer mit seinem Mitsubishi EVO 9 bereits seinen 80. Sieg ein.  „Ich hatte superstarke Gegner. Die einzelnen Wertungsprüfungen waren mit den vielen Mutpassagen ausgesprochen anspruchsvoll“, freute sich der Master-Fahrer. Auf die Suche nach der verlorenen Zeit begab sich der Zweitplatzierte Michael Rausch aus Schlitz.

Die Sinntaler Thomas Leipold und Lena Kaufmann halten die heimischen Fahnen hoch ...

Dem Opel-Fahrer und seiner Co-Pilotin Meike Maulitz aus Rotenburg fehlten am Ende drei Sekunden zum Triumph. „Das war eine harte Nummer. Ein Fahrfehler auf der WP3 hat mich wohl den Sieg gekostet“, analysierte der Schlitzer. Rang drei ging an Axel Nörenberg und Marcus Kolitsch aus Wolfhagen. „Wir haben die erste Wertungsprüfung vergeigt. Danach lief es richtig gut“, war Nörenberg bei seinem ersten Auftritt in Wächtersbach zufrieden mit dem Podestplatz. Mitfavoriten wie Titelverteidiger Lars Garden (Pohlheim) und Roland Macht (Gefrees) verpassten die Top 10 deutlich. „Ich hatte Probleme mit dem Benzindruck. Dadurch bin ich zurückgefallen“, berichtete der Vorjahreszweite Roland Macht. Und Garden erlebte einen durchwachsenen Renntag. „Schon nach der ersten Prüfung war es für mich gelaufen.“ Marcel Schuhej aus Fulda sagte dagegen kurzfristig die Teilnahme ab.

Gaszug gerissen - Michael Pallers Traum vom Treppchen ist geplatzt

Für Furore sorgten dagegen die Sterbfritzer Thomas Leipold und Lena Kaufmann, die mit ihrem Suzuki Ignis S 1600 die Rallye auf Rang sieben beendeten. „Wir haben viel riskiert und wollten unbedingt unter die ersten Zehn. Die einzelnen Prüfungen waren wunderbar. Es waren viele Zuschauer an der Strecke. Wir sind rundum zufrieden“, gaben die Sieger des Suzuki-Rallye-Cups 2009 zu Protokoll.

Rallye Fans aus Fulda

Titelverteidiger Lars Garden ohne Chance auf das Podium

Für die Lokalmatadoren Gerrit Schmitt und seinen Beifahrer Stefan Pfister ging die Rallye „einfach nur in die Hose“. In der WP4 nahm Schmitt eine Kurve zu forsch und beschädigte bei seinem Kadett Felge und Federbein. In der WP5 ging es schließlich in die Wiese. „Danach haben wir es langsam ausklingen lassen“, sagte der 28. der Gesamtwertung. Auch Sven Hochwimmer und Marco Hartung vom MSC Wächtersbach-Hesseldorf waren mit Platz 25 nicht sonderlich zufrieden. Und für den Wächtersbacher Hoffnungsträger Michael Grünwald war die Rallye schon nach der ersten Sprintprüfung in Untersotzbach wegen eines technischen Defekts gelaufen. Mit Rang 40 und einer Topplatzierung in seiner Klasse war der Fuldaer Hans Scheller und sein Copilot Klaus Baumann aus Eichenzell gut dabei.

Gut ist bei den Piloten die Streckenführung bei Uerzell mit kurvigen Bergaufpassagen und unübersichtlichen Kuppen angekommen, die den Schlierbacher Rundkurs mit der Sprungkuppe ersetzt hat. „Wir hatten lange nach einer Alternative gesucht“, berichtete Rallyeleiter Heiko Ullrich, für den es in den vergangenen vier Wochen um nichts anderes ging als Rallye, Rallye, Rallye. „Der Riesenaufwand hat sich gelohnt. Mit 117 Teilnehmern bei der Kumho haben wir ganz gegen den Trend zugelegt.“ Dies sei auch dem Umstand geschuldet, dass die Main-Kinzig-Rallye erstmals zur Germanys-R1-Trophy zählte. „Außerdem gewertet wird zum DMSB-Rallyepokal, Osthessenmeisterschaft, Baden Württemberg-Franken Rallyepokal und zur Fränkischen Meisterschaft.“

historische Fahrzeuge bei der Gleichmäßigkeitsrallye

Parallel zur Kumho-Main-Kinzig Rallye veranstaltete der MSC Wächtersbach bereits zum siebten Mal die Liqui Moly-Gleichmäßigkeitsrallye, die zum Historic-Rallye-Cup sowie zum ADAC Retro Cup zählt. Hier setzten sich die Titelverteidiger Wolfgang und Fabian Michalsky aus Schutterwald mit ihrem Alfa Romeo Giulia (Baujahr 1978) knapp gegen die Schweizer Daniele Gatani und Manuela Mäder (Porsche 911, Baujahr 1974) durch. Die niederländischen Mitfavoriten Joop Hosmar und Dave Kuiper stellten ihren BMW 2002 ti schon in der ersten Prüfung wegen eines Differenzialschadens ab. Großes Pech hatten die Salmünsterer Michael Paller und Marco Strauß. Bei ihrem VW Käfer riss der Gaszug. Die Wächtersbacher Max und Jessie Möllermann belegten mit ihrem Peugeot 308 den 15. Platz von insgesamt 21 Startern.

Einen ruhigen Tag hatten die Rettungskräfte des DRK. „Das Wetter hat gehalten. Es blieb trocken. Es gab keine Unfälle mit Personenschäden. Das Starterfeld war qualitativ hochwertig“, zog MSC-Chef Heiko Ullrich ein positives Fazit. Alle Ergebnisse finden Sie auf www.msc-waechtersbach.de. (Dietmar Kelkel) +++

Aus für die favorisierten Holländer

Lokalmatador Gerrit Schmitt im Pech

Rainer Nollers schneller Lancer

Thomas Leipold und Lena Kaufmann


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