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Das Team Rotenburg holte sich den Sieg im Finale gegen das Team Büdingen - Fotos: Heldmann/RP Gießen

ROTENBURG/F. „Deutschlandweit einmalig“

250 Flüchtlinge aus ganz Hessen bei Fußball-Turnier in Rotenburg an der Fulda

03.10.16 - 16 Mannschaften und 250 Teilnehmer – was sich am Donnerstag und Freitag in der Erstaufnahmeeinrichtung in Rotenburg an der Fulda abspielte, war deutschlandweit einzigartig. Da ist sich Thomas Baader, Leiter der Flüchtlingsunterkunft, sicher. Er hatte ein Fußball-Turnier zwischen allen Einrichtungen Hessens organisiert.

„Es war logistisch ein riesiger Aufwand“, berichtet Baader. Schließlich mussten die Flüchtlinge in ihrer Unterkunft mit dem Bus abgeholt, nach Rotenburg gebracht werden und eine Übernachtungsmöglichkeit arrangiert werden. Zwei Tage lang lief das 1.HEAE-Fußballturnier, das am Ende das Team der Rotenburger Unterkunft im Neun-Meter-Schießen gegen das Team aus Büdingen für sich entschied. An dem Turnier nahm zudem eine Mannschaft bestehend aus Mitarbeitern der Einrichtung teil. Schirmherr war Staatsminister Stefan Grüttner.

Es war die erste Auflage eines solchen Turniers – und soll nicht die letzte gewesen. „Das soll jährlich stattfinden und als Wanderpokal ausgetragen werden“, sagt Baader, dem eine solche Idee schon lange vorstrebte. „Ich habe die tollen Sportstätten hier in Rotenburg gesehen und mir gedacht, dass man etwas machen muss“, erzählt der Leiter der Rotenburger Einrichtung. Sein Ziel: die Flüchtlinge bereits in ihrer Erstaufnahmeeinrichtung integrieren. „Die Aufenthaltszeiten sind mittlerweile keine Wochen mehr, sondern Monate. Daher ist es wichtig, gleich hier mit der Integration zu beginnen“, sagt Baader.

Und Sport sei dafür nun einmal prädestiniert. „Es gibt keine Sprachbarrieren, die überwunden werden müssen“, so Baader, der bei der Durchführung des Turniers von zahlreichen Ehrenamtlichen unterstützt wurde. Auch der Landessportbund unterstützte das Turnier und stellte Trikots zur Verfügung. Rückmeldung gab es für Thomas Baader und sein Team auch schon – und durchweg positives. „Überragend“, sagt Baader sei das Feedback gewesen. „Deutschlandweit war das einmalig, ganz sicher“, sagt Thomas Baader stolz. Der Leiter der Rotenburger Einrichtung hat schon weitere Idee, wie er Flüchtlingen die Integration erleichtern will. „Wir wollen in Zukunft auch etwas für die Frauen machen“, sagt Baader und ergänzt: „Aber das ist etwas schwieriger. Da müssen wir erst einmal schauen, was bei ihnen so beliebt ist“. (the)


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