Christine Zapletal mit Enzo und Christina Richter mit Marla/ Foto von 2013 -

KIRTORF Groß angelegte Vermisstensuche

Rettungshund MARLA findet orientierungslose Frau in einer Ruine

06.10.16 - Große Aufregung herrschte am Mittwochabend in Kirtorf. Eine 28-jährige Frau wurde seit den Nachmit-tagsstunden vermisst. Etwa 100 Einsatzkräfte, bestehend aus Polizei, Feuerwehr und der Rettungshun-destaffel Hessen Ost suchten die geistig beeinträchtigte und orientierungslose Frau rund um den Ort, sowie im angrenzenden Waldgebiet. Ein Hubschrauber der Polizeifliegerstaffel sowie der Einsatzleit-wagen 2 mit dem Gerätewagen Information und Kommunikation des Vogelsbergkreises wurden ebenfalls eingesetzt. Bereits nach kurzer Zeit konnte die Suche erfolgreich eingestellt werden, nachdem die 6-jährige Australian Shepherd Hündin „Marla“ die Vermisste im Bereich einer Ruine im Wald aufgespürt hatte.

Auch Taya ist ein Rettungshund...

Grund genug, um einmal bei der Rettungshundestaffel nachzufragen, wie eine solche Suche abläuft. „In diesem Fall wurden wir direkt alarmiert und trafen zeitgleich mit den anderen Einsatzkräften vor Ort ein“, berichtet Christine Zapletal, 1. Vorsitzende der Rettungshunde-staffel. Mehrere Suchtrupps wurden eingerichtet, jedes Team begleitete ein Hundeführer mit Hund. „Unsere Tiere werden vor jeder Suche mit einer Kenndecke samt Glöckchen ausgestattet, damit wir immer wissen wo sie sich gerade aufhalten“, so Zapletal. Einen Duft des Menschen den sie suchen, brauchen die Vierbeiner vorher nicht aufzunehmen. „Die Hunde die gestern eingesetzt wurden, wurden speziell ausgebildet, um alle Menschen, die sich in Notsituationen befinden, aufzuspüren.“ Anders sei es, wenn Mantrailer zum Einsatz kämen.

Dabei wird der hervorragende Geruchssinn der Hunde ausgenutzt. Ein Personenspürhund ist in der Lage verschiedene Gerüche voneinander zu unterscheiden und sich trotz vieler Ablenkungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person zu orientieren. „Zurzeit haben wir vier solcher Tiere in Ausbildung“, erzählte Zapletal. „Wäre die Suche am Mittwoch erfolglos verlaufen, hätte ein solcher Hund eingesetzt werden können.“ Ein Mantrailer hätte den Geruch der Vermissten, etwa anhand eines getragenen T-Shirts an deren Wohnort aufnehmen können. Von dort aus hätte man versucht, den Weg, den die Frau von dort aus genommen hatte, nachzuverfolgen.

Die, meist ehrenamtlich tätigen Rettungshundestaffeln, können sich in verschiedensten Verbänden organisieren, oder als freie Staffeln tätig sein. Allen gemein ist in der Regel ein Ziel: Im Notfall Hilfestellung bei der Rettung vermisster Personen zu leisten und damit Menschenleben zu retten. (Miriam Rommel) +++


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