Michael Roth MdB (Mitte) im Gespräch mit Dirk Rompf, Vorstand für Netzplanung/Großprojekte (rechts), und Gerd-Dietrich Bolte, Leiter der Großprojekte Mitte (links) -

BERLIN / REGION MdB Michael ROTH trifft Bahn-Manager

ICE-Trasse Fulda-Erfurt: Dialogforum soll im Frühjahr 2017 beginnen

17.10.16 - Die DB Netz AG wird bei den weiteren Planungen für das Teilstück der ICETrasse Fulda – Erfurt durch den Landkreis Hersfeld-Rotenburg neue Wege bei der Information und Einbindung der Anwohnerschaft und Kommunalpolitik gehen. Das war das Ergebnis eines Gesprächs des heimischen Bundestagsabgeordneten Michael Roth mit Prof. Dr. Dirk Rompf, Vorstand für Netzplanung/Großprojekte, und Gerd-Dietrich Bolte, Leiter der Großprojekte Mitte, in Berlin.

„Die unzureichende Kommunikation über die Trassenplanungen hat in den vergangenen Monaten für viel Verunsicherung in unserer Region gesorgt. Ich habe aber den Eindruck gewonnen, dass nun alle Verantwortlichen verstanden haben: Eine Grundakzeptanz für solche Infrastrukturprojekte erreicht man nur durch Information, Dialog und Einbindung“, fasste Roth das Gespräch zusammen.

Roth hatte sich im Juli an die DB Netz AG gewandt und angeregt, die konkrete Trassenführung innerhalb des im Bundesverkehrswegeplan festgelegten Planungskorridors im Rahmen eines öffentlichen Dialogverfahrens zu ermitteln. Als Modell hatte der SPD-Politiker dabei das bewährte Dialogforum in der Region Fulda ins Spiel gebracht, bei dem seit Sommer 2014 in einem konstruktiven Miteinander eine geeignete Vorzugsvariante für das Planrechtsverfahren erarbeitet wird.

Roth und die beiden Vertreter der DB Netz AG waren sich einig, dass Großprojekte heute nicht mehr wie noch vor 30 Jahren ausschließlich am Reißbrett geplant werden können. „Neben der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit sind heute vor allem Transparenz, umfassende Bürgerbeteiligung und Offenheit für unterschiedliche Planungsvarianten entscheidend. Wer nach Lösungen sucht, mit der Mensch und Natur in unserer Region am Ende gleichermaßen gut leben können, der muss nicht nur frühzeitig und umfassend informieren, sondern auch alle
betroffenen Akteure zum Dialog an einen Tisch holen. Ich freue mich, dass mir die Verantwortlichen der DB Netz AG beides ausdrücklich zugesichert haben“, betonte Roth.

Im Gespräch mit Roth kündigte DB-Netz-Vorstand Rompf an, dass im März 2017 auch im heimischen Landkreis ein Dialog- und Beteiligungsforum seine Arbeit aufnehmen solle, um unter Abwägung aller Interessen eine Lösung zu finden, die auf eine möglichst breite gesellschaftliche Akzeptanz stößt. Als Vorhabenträger gehe die DB Netz AG ergebnisoffen in diesen Dialogprozess, für den ein Zeitraum von anderthalb bis zwei Jahren eingeplant wird. Bei der Trassensuche seien aus Sicht der DB Netz AG vor allem vier Projektziele entscheidend: Neben der Berücksichtigung des Planungskorridors, der weiteren Anbindung des Bad Hersfelder Bahnhofs an das Fernverkehrsnetz sowie der Planrechts- und Finanzierungssicherheit müsse sichergestellt werden, dass mit der neuen Trasse die Fahrzeit zwischen Fulda und Erfurt auf unter 60 Minuten verkürzt werde. Roth ergänzte, dass auch die Frage des wirksamen Lärmschutzes für die Anwohner von Beginn an bei allen Planungen mitgedacht werden müssen. Zudem müsse bei den Planungen auch berücksichtigt werden, welchen lokalen Nutzen eine Bahntrasse mittelfristig in den betroffenen Kommunen schaffen könne. +++


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