Julien, Jennifer und Alex - die Gründer von Fulda, by the way - Foto: Suria Reiche

FULDAEine alternative Stadtkarte für Fulda

Fulda, by the way: Von drei jungen Leuten, die die Stadt attraktiver machen wollen

21.10.16 - Als Jennifer, Julien und Alex vor einigen Jahren zum Studieren nach Fulda gezogen sind, standen sie etwas verloren da. Eine neue Stadt mit verwinkelten Gassen, kleinen Läden und Cafés, fremden Menschen und niemandem, der einem zeigt, wo man am Wochenende so hingeht. "Wir hatten einfach überhaupt keine Ahnung von Fulda." Ein Gefühl, das sie keinem anderen Menschen, der neu in die Barockstadt kommt, zumuten wollen. Gemeinsam haben sie eine alternative Stadtkarte mit dem Namen "Fulda, by the way" entworfen, auf der die aufregendsten Plätze im Stadtzentrum auf einem Blick zu finden sind. Die ersten 5.000 Stück sind bereits unter die Leute gebracht.

Die ersten Schritte, um einen neuen Studenten an der Hochschule und somit auch in Fulda willkommen zu heißen, sind so klar geregelt, wie es nur geht: Begrüßung, Einführungswoche, Kneipentour - dennoch stehen viele Neuankömmlinge danach verloren auf dem Campus. "Bei uns war das so. Auch wenn Fulda eine kleine Stadt ist, haben wir von vielen Läden und Bars erst nach ein paar Jahren gehört." Diese Tatsache wollen Jennifer, Julien und Alex anderen Neuankömmlingen ersparen. Ihre Lösung: Eine Stadtkarte von Fulda, auf der mit kleinen bunten Punkten die für junge Leute attraktiven Plätze im Stadtzentrum eingezeichnet sind. 

Die Idee dazu entstand während einer Party in einer der Locations, die jetzt auf der Stadtkarte zu finden sind: im Café Panama. "Genau das ist so ein Ort, den wir auf der Karte unterbringen wollten", sagen die drei. Was sie damit meinen, ist, dass das Café Panama in der Langebrückenstraße zwar regelmäßig Events veranstaltet, aber nur wenige Menschen davon wissen, beziehungsweise schon mal dagewesen sind. "Fulda hat viel zu bieten, aber das bekommt man nicht mit, wenn man hier oben auf dem Campus rumhängt."

Die alternative Stadtkarte Fulda, by ...

Das soll sich durch "fulda, by the way" ändern: "Vielleicht wird ja dadurch die Stadt mehr belebt. Das hoffen wir zumindest." Innerhalb von nur einem Monat haben sie viel Arbeit in die Karte investiert, haben Klinken geputzt und Ladeninhaber gefragt, ob sie ein Punkt auf der Karte sein wollen. "Uns war wichtig, dass die Orte, die wir angeben, keiner Kette angehören. Außerdem sollten sie nicht politisch motiviert sein. Die Hauptsache war aber, dass das Bauchgefühl stimmt und wir auch selbst in den Laden reingehen würden."

Mit ihrer Idee haben sie bei Geschäftsinhabern offene Türen eingerannt, erzählen Jennifer, Julien und Alex. "Die meisten haben gesagt, dass sie sich sowas schon immer für Fulda gewünscht haben." Über 50 Orte sind nun auf der Karte vermerkt. Von Cafés über Restaurants bis hin zu Kleidungsgeschäften, aber auch Initiativen und Vereine zählen dazu: "Eben alles, was aufregend in Fulda ist." Und - das war den dreien ganz wichtig - alles kommt ohne Werbung aus. Stattdessen gibt es zu jeder Örtlichkeit eine kleine Erklärung: Was gibt es dort, wer hält sich dort auf, wie teuer ist es. Und das alles zweisprachig - damit auch internationale Studierende die Karte nutzen können.

5.000 Exemplare haben inzwischen schon den Besitzer gewechselt. 5.000 weitere befinden sich bereits im Druck. Darüber hinaus gibt es die Karte nicht nur als Print-Produkt, sondern auch auf der Homepage zum Download. "Außerdem ist 'fulda, by the way' auch auf Facebook vertreten und ergänzt die Karte mit aktuellen Veranstaltungen und Angeboten der Kooperationspartner." Spätestens in einem Jahr wollen die drei dann eine Neuauflage der Karte herausbringen. "Mal schauen, was bis dahin passiert. Wir sind für alle Anregungen offen." (Suria Reiche) +++


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