Die "Welcome In"-Gruppe - Foto: privat

FULDAJetzt geht es endlich voran

Die Initiative "Welcome In" will ein Begegnungscafé schaffen - wie ist der Stand?

Das Wohnzimmer freut sich über SpendenWer das Wohnzimmer mit Sach- und Geldspenden unterstützen möchten, der kann das auf der Website der Intitiative tun: https://www.wohnzimmer-fulda.de/online-spende

24.10.16 - Jochen Schiersch und die restlichen Mitglieder der Initiative "Welcome In" können ihre Freude kaum verbergen. "Im Moment sind wir nicht mehr auf Raumsuche... Freudensprünge!", posteten sie in der vergangenen Woche auf ihrer Facebook-Seite. Die Freudensprünge haben einen Grund: Ein Jahr harte Arbeit könnte sich endlich bezahlt gemacht haben. 

"Wir haben wirklich lange gesucht, sind immer mit offenen Augen durch die Stadt gelaufen und haben viele Räume besichtigt", erzählt Schiersch. Die meisten der Objekte seien schlichtweg zu teuer für die Initiative gewesen. Andere waren zu klein für das, was die Mitglieder geplant haben, und bei wieder anderen hatten die Vermieter Bedenken gegenüber des "Wohnzimmers" - so soll das Begegnungscafé heißen - als zukünftigem Mieter. Geflüchtete Menschen und Einheimische sollen hier die Möglichkeit bekommen, ganz ungezwungen miteinander in Kontakt zu treten. 

Doch die Hoffnungen der Initiative könnten sich jetzt erfüllt haben: Es sieht so aus, als sei ein Vermieter gefunden, der nicht nur die perfekten Räumlichkeiten zu bieten hat, sondern noch dazu offen für die Ideen der fast 40 ehrenamtlichen Mitglieder ist. Ein Erfolg für die Mitglieder der Initiative. Eine von ihnen ist Khojo. Die 23-Jährige kommt aus Afghanistan, hat dort Soziologie studiert und ist vor neun Monaten nach Deutschland gekommen. Dass sie hier durch die Initiative "Welcome In" Freunde gefunden hat, macht ihr den Start in dem fremden Land viel einfacher, sagt sie. 

Der erste Monat in Deutschland sei schwer gewesen: "Ein fremdes Land, fremde Leute, eine fremde Sprache." Vor ungefähr einem Monat sei sie dann über die Hochschule auf "Welcome In" gestoßen. "Das geplante Begegnungscafé ist ein fantastisches Projekt und ich freue mich darauf, wenn es umgesetzt wird." 

Finanziert wird das Wohnzimmer zum größten Teil durch Fördermitgliedschaften. "Aktuell sind es 38 Leute, die monatlich einen kleinen Betrag spenden." Dazu kommen Zuschüsse von den Grünen, der Initiative "Menschen mit Menschen" und dem "KÖK"-Förderverein. Außerdem hat das Wohnzimmer-Team vor einigen Wochen 5.000 Euro aus dem Topf des Landesprogramms "Hessen aktiv" zugesprochen bekommen. "Und wir sind eine Kooperation mit der AWO eingegangen, die Untermieterin sein und einen Teil der Miete übernehmen wird", sagt Schiersch, der sich besonders über ein Schreiben der Stadt freut, in dem das Wohnzimmer "Leuchtturm für die Stadt Fulda" genannt wird. 

Ab November wird das Wohnzimmer-Team außerdem von zwei Coaches von "Start Social" begleitet, die ihnen dabei helfen, das Begenungscafé professionell aufzustellen. "Mit all dem sind wir jetzt bereit, das Projekt endlich in die Tat umzusetzen." Darauf fiebern er und die rund 150 Aktiven von "Welcome In" nun hin. (Suria Reiche) +++


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