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14.09.08 - SPORT

AKTUELL! 3. Niederlage in Folge - TTC RS FD-Maberzell verlor heute in Grenzau

Der Tischtennis-Bundesligist TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell muss weiter auf seinen ersten Sieg warten. Auch heute wurden die Osthessen in Grenzau "kalt erwischt" und mussten die Heimreise mit einer klaren 0:3 Niederlage antreten. Fulda wartet weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis in der DTTL-Spielzeit 2008/09 und steht damit unter den neun BuLi-Vereinen als Schlusslicht in der Tabelle mit 0:6 Punkten. Vielleicht gelingt der erste Punktsieg ja in einer Woche am 21. September zuhause in der Wilmingtonhalle gegen den derzeitigen Tabellenzweiten TTF Liebherr Ochsenhausen

Vor 400 Zuschauern hatte Lucjan Blaszczyk das Auftaktmatch gegen einen etwas indisponiert wirkenden Jan-Ove Waldner deutlich für sich entschieden und sein Team mit 1:0 in Führung gebracht. Tomas Pavelka konnte nachlegen und Fuldas Defensivkünstler Wang Xi in einem wahren Krimi bezwingen, dem für die Zuschauer fraglos interessantesten Match der Begegnung, in dem tolle Ballwechsel und viel Emotion zu sehen waren. Viele hatten gar Mitleid mit dem anschließend minutenlang wie ein Häufchen Elend auf der Fuldaer Bank sitzenden hageren Chinesen, der letzte Saison so erfolgreich agiert und nahezu alle geschlagen hatte, die in der Liga Rang und Namen besitzen.

Nach der Pause hatte es Grenzaus Zoltan Fejer-Konnerth in der Hand, gegen Robert Svensson für die Westerwälder alles klar zu machen. Und "Zolli" ließ sich nicht zweimal bitten und gab dem nervösen Schweden, der erneut unter seinen Möglichkeiten blieb, beim 3:0 keine echte Chance.

Blaszczyk, Lucjan / Waldner, Jan-Ove 11:7 11:5 11:4

Pavelka, Tomas / Wang, Xi 11:4 8:11 13:11 6:11 11:9

Fejer-Konnerth, Zoltan / Svensson, Robert 11:5 11:3 11:9

Wie aus einem Guss präsentierten sich die Westerwälder, die letzte Saison noch so knapp am vierten Playoff-Platz vorbeigeschlittert waren und das Nachsehen gegenüber Fulda hatten. Spielerisch und kämpferisch bot Grenzau eine rundum beeindruckende Leistung - Blaszczyk & Co. scheinen nicht die geringsten Probleme mit dem neuen Spielsystem und dem Frischklebeverbot zu haben. In 97 Minuten waren die Hoffnungen der Osthessen, durch einen Sieg im Brexbachtal zurück in die Erfolgsspur zu kommen, wie eine Seifenblase zerplatzt. Das miserabel in die Saison gestartete Waldner-Team aus Fulda musste damit schon die dritte Niederlage 2008/09 quittieren.

Schlüsselspiel der Begegnung war der Sieg Tomas Pavelkas im Fünfsatzkrimi gegen Wang Xi - der konsternierte Chinese gab im einzigen auf des Messers Schneide befindlichen Match des Tages eine 4:0-Zwischenführung im Entscheidungssatz aus der Hand. Vor 400 Zuschauern hatte Lucjan Blaszczyk das Auftaktmatch gegen einen etwas indisponiert wirkenden Jan-Ove Waldner deutlich für sich entschieden und sein Team mit 1:0 in Führung gebracht. Tomas Pavelka konnte im für die Zuschauer interessantesten Match der Begegnung, in dem tolle Ballwechsel und viel Emotion zu sehen waren, nachlegen und Fuldas Defensivkünstler Wang Xi (FOTO) bezwingen. Mancher hatte Mitleid mit dem anschließend minutenlang wie ein Häufchen Elend auf der Fuldaer Bank sitzenden hageren Defensivspieler aus dem Reich der Mitte, der letzte Saison so erfolgreich agiert und nahezu alle geschlagen hatte, die in der Liga Rang und Namen besitzen.

Nach der Pause hatte es Grenzaus Zoltan Fejer-Konnerth in der Hand, gegen Robert Svensson für seine Mannschaft alles klar zu machen. Und "Zolli" ließ sich nicht zweimal bitten: Der nervös wirkende schwedische Linkshänder, der erneut unter seinen Möglichkeiten blieb, hatte beim 0:3 gegen den äußerst konsequent spielenden Grenzauer keine echte Chance. Die Westerwälder sind mit 4:0 Punkten optimal in die Saison gestartet, Fulda hingegen wartet - trotz seines nominell stark besetzten Teams - als derzeitiges Schlusslicht der Tabelle weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis in der DTTL-Spielzeit 2008/09. Doch wer weiß, vielleicht bringt ja ausgerechnet das nächste schwere Spiel - in einer Woche gastiert die Spitzenmannschaft aus Ochsenhausen in der Rhön - die Trendwende für die bislang so enttäuschenden und enttäuschten Osthessen.

Ein hochzufriedener Manfred Gstettner geizte nicht mit Lob: "Das war schon sensationell, in welcher Verfassung sich die Mannschaft befindet und wie alle drei Spieler heute aufgetreten sind. Sie haben dem Gegner ja nicht den Hauch einer Chance gelassen. Wenn wir so weiterspielen, ist mir vor der Zukunft nicht bange." Zum "DTTB-System" bemerkte der Grenzauer Präsident: "Natürlich möchten die Zuschauer gerne mehr Spiele sehen, aber diesen Gefallen konnten wir ihnen heute nicht tun. Ansonsten ist das neue Spielsystem in Ordnung und man kann nichts daran aussetzen. Es erhöht nicht nur die Spannung, sondern auch die Aufmerksamkeit der Fans."

Fuldas Vorsitzender Stefan Frauenholz wirkte ein wenig ratlos: "Wenn wir wüssten, woran es liegt, könnten wir das Problem sicher leichter in den Griff bekommen. Unsere Spieler können zur Zeit das nicht abrufen, was eigentlich in ihnen steckt, obwohl sie gut trainieren und sich viel vornehmen. Aber vielleicht platzt der Knoten ja schon sehr bald." Gästetrainer Qingyu Meng war verständlicherweise auch alles andere als begeistert: "Wang Xi hat gut gespielt, aber das Glück hat ihm zum Sieg gefehlt. Robert Svensson hatte gegen Fejer-Konnerth, der ihm nicht liegt, noch nie eine Chance. Es war nicht gut für uns, dass er gegen ihn beim Stand von 0:2 spielen musste. Wir sind besser als unsere Ergebnisse und müssen einfach weiter hart arbeiten, bis sich endlich der Erfolg einstellt." Lucjan Blaszczyk räumte zwar ein, dass Jan-Ove Waldner keinen guten Tag erwischt hatte, stellte aber auch fest: "Waldner hat mir auch früher schon gut gelegen, als er noch richtig stark war. Auch damals habe ich öfters gegen ihn gewonnen. Heute war ich sehr konzentriert am Tisch und habe ihm dadurch auch keine Chance gegeben, überhaupt in sein Spiel hineinzufinden."

Blaszczyks Teamkamerad Tomas Pavelka zeigte sich auch äußerst zufrieden: "Wir haben von Anfang an gehofft, dass ich gegen Wang kommen würde, weil ich ziemlich gut gegen Abwehr spiele. Natürlich heißt das noch nicht, dass ich gegen ihn gewinnen muss. Er hat ja letzte Runde die beste Bilanz gespielt und ist ein Riesen-Spieler. Aber es ist mir hervorragend gelungen, meine Taktik umzusetzen. Ich freue mich über meinen Sieg." Sein Trainer Chen Zhibin hatte verständlicherweise auch nichts zu kritisieren: "Dass es so deutlich für uns ausgehen würde, hätte ich vorher nicht gedacht. Aber in dem neuen System ist es möglich, dass man einen Gegner richtig überrollt, wenn es einmal läuft. Ganz wichtig für uns war der Sieg Tomas Pavelkas. Er hatte in den letzten Tagen Spezialtraining gegen Abwehr gemacht. Da wir keinen Abwehrspieler da hatten, habe ich einfach verteidigt und er hat auf meine Schnittbälle gezogen." +++

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