Die Gastronomiebetriebe entlang der ehemaligen Bahntrasse sind eine ganze Woche lang auf rollende Kartoffelliebhaber aller Altersstufen eingestellt. Der im Vorjahr stattgefundene „Tag der Kartoffel“ wurde dieses Jahr auf eine Woche verlängert. Vom 20. bis zum 28. September 2008 kann man - wie ein Sprecher der Region Vogelsberg Touristik GmbH mitteilte - bei einem herbstlichen Fahrradausflug an zahlreichen Stationen traditionelle und ausgefallene Kartoffelspezialitäten genießen. An den Wochenenden kann die Anreise durch die Busse des Vulkan-Express bequem organisiert werden. Die Busfahrer können Räder, Radler, Skater und Besucher natürlich auch sicher wieder zurück bringen.
Neben den, die ganze Woche geltenden Angeboten, gibt es auch zwei festgelegte Veranstaltungen: am Abend des Samstags, 20. September, in Bermuthshain ein "Kartoffelfest" des Landmännervereins und am Sonntag, 21. September ein Hoffest beim "Deutschen Haus" und in der Kulturscheune "Wilder Mann", ebenfalls im Grebenhainer Ortsteil Bermuthshain.
Der Weg auf dem Vulkanradweg führt - den Stationen der Reihe nach - von Lauterbach über Herbstein, Ilbeshausen, Nösberts, Grebenhain, Crainfeld, Bermuthshain, Hartmannshain bis nach Gedern. Herchenhain liegt nicht direkt am Radweg, ist aber gut erreichbar. Bermuthshain liegt cirka 1 km vom Radweg entfernt und ist ausgeschildert. Von Lauterbach geht es übrigens aufwärts, höchster Punkt ist dann Hartmannshain, danach in Richtung Gedern führt der Radweg wieder bergab.
Im Posthotel Johannesberg in Lauterbach kann man den Tag bei einem leckeren Brunch beginnen und sich auch erstmal gründlich mit der Materie „Kartoffel“ auseinandersetzen. Durch ein Info-Blatt des Hotels werden interessante Informationen über den Erdapfel vermittelt. Nach Kartoffelwurst und anderen Leckereien ist man für die Radtour Richtung Süd-Westen gestärkt und kann sich seinen ersten Stempel abholen.
Seit dieser Saison gibt es auch für den Vulkanradweg einen Stempelpass. Einfach in acht der 13 teilnehmenden Betrieben am Vulkanradweg Stempel sammeln und die Chance auf ein Trekkingfahrrad im Wert von 1.699 € sichern. Selbstverständlich ist man nicht verpflichtet, in den Lokalen etwas zu verzehren. Wer es in dieser Saison nicht mehr auf den Vulkanradweg schafft, macht bei der Aktion einfach nächstes Jahr mit.
Von Lauterbach, an Schloss Eisenbach vorbei, kommt man zu einer weiteren Stempelstelle: das Café-Bistro VulkanTherme in Herbstein. Hier werden original überbackene Herbsteiner Bauernkartoffeln und regional typischer Bauernschmaus angeboten. Doch die VulkanTherme hat natürlich nicht nur kulinarische Genüsse zu bieten: Das vulkanische Heilwasser entspannt und macht fit für die nächste Radel-Etappe.
Auch auf dem „Höhepunkt“ des Vulkanradwegs in Hartmannshain lädt Familie Volk zum Schmausen ein. Im „Tor zum Vogelsberg“ gibt es neben deftigen Spezialitäten auch noch eine tolle Aktion. Beim Knollenfischen darf mit dem Essen ausnahmsweise gespielt werden. Es gilt mit bloßer Hand und blind aus einem Wassertrog möglichst große Kartoffeln heraus zu fischen. Mit dem „dickste Ding“ gewinnt man einen Gutschein über 30 Euro.
Zum Gipfeltreffen der Kartoffelliebhaber auf der Herchenhainer Höhe serviert das Berggasthaus schmackhafte Knollengerichte aus der Region. Die Vogelsberger Kartoffelsuppe, Folienkartoffeln, Kartoffelkuchen und –spieße sowie der Lauterbacher „Salzekuche“ lassen das Herz eines jeden Kartoffelfans höher schlagen.
Von nun an geht’s bergab. Den Schildern Richtung Bermuthshain folgend erwartet das Deutsche Haus seine Gäste. Mit einer regionalen Speisekarte auf Vogelsbergisch würdigt die Familie Däsch die guten alten Kartoffelrezepte: Gedünstete Brogge von Reube zum Schlambes gekocht, Ranke Schwaddemage, Spitzboube in Specksoß sind nur eine Auswahl der heimatlichen Gerichte. Tipp: die leckeren Kartoffelgerichte werden auch in der Hoherodskopfklause auf dem Hoherodskopf serviert. Als besonderen „Leckerbissen“ gibt es am 21. September 2008 am Deutschen Haus ein uriges Hoffest mit Kartoffelfest zum trinken, essen und vor allem feiern.
Gedern eignet sich für ein kleines Päuschen ideal, bei dem man durch die Altstadt bummeln oder das Schloss besichtigen kann. Eurotouques Küchenmeister Hubertus Schultz hat sich für die Speisekarte des SchlossHotels zwei innovative „tolle Knolle“-Menues einfallen lassen. Zu seinen extravaganten Kompositionen zählen gefüllte Kartoffel mit Ochsenschwanzragout, Kartoffel-Cocosschaum, Beulches vom Bachsaibling und Süßkartoffel-Souflé. Beim Speisen auf der Sonnenterrasse hat man einen herrlichen Blick auf den idyllischen Schlosspark.
Nur ein paar Kilometer weiter bietet das Wirtshaus Fuchsbau in Merkenfritz unter dem Motto „Kartoffeln mal anners“ Spezialitäten wie süßen Kartoffelpudding und Schepperlinge an, die man sich wahrhaftig munden lassen kann.
Weiter geht’s über Ortenberg Richtung Glauburg und wer jetzt noch Energie hat und Interessantes über die Zeit der Kelten erfahren möchte, der macht einen Abstecher zum Museum oder wagt gar den Aufstieg zu Archäologischen Park mit dem kulturhistorischen Rundgang auf dem Berg. Es lohnt sich allein schon wegen der herrlichen Aussicht.
Doch auch in der Nachbarschaft des Keltenfürstes vom Glauberg ist einiges zu entdecken. Im Modellbahnhof in Stockheim lassen sich „Kartoffelsonderzüge“ von Gedern nach Stockheim im Maßstab 1: 87 bestaunen, im Bistro „Gleis 4“ erwarten den hungrigen Radler kartoffelige Speisen und auch in der Straußenwirtschaft Meyer, dem „Bembelche“, gibt es in dieser Woche neben dem beliebten „Stöffsche“ leckere Kartoffel-Zuchini-Suppe zu schlürfen. +++