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19.09.08 - SPORT

Champions League: Maberzeller Tischtennis-Cracks heute (20 Uhr) in Frankreich

Leichte Aufgaben gibt es keine, schon gar nicht für den DTTL-Klub TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell, der den Ligastart regelrecht verschludert hat und angesichts hochkarätiger Gegner in rascher Abfolge nun eben versuchen muss, sich gegen eine Topmannschaft am eigenen Schopf aus der Krise zu ziehen. Man könnte dies vielleicht am Sonntag im Ligaspiel gegen Ochsenhausen bewerkstelligen, vielleicht aber auch bereits zwei Tage zuvor in Frankreich, wo man am heutigen Freitagabend um 20 Uhr in Levallois - die 61.000-Einwohner-Stadt ist nordwestlich von Paris am rechten Seine-Ufer gelegen - naturgemäß auch eine harte Nuss zu knacken haben wird. Hinter dem Topteam Cajagranada werden in Gruppe D jedem der restlichen drei Klubs Chancen auf Rang zwei eingeräumt, eben auch Fulda und Levallois, das eine Reihe altbekannter Akteure im Kader hat. Namen wie Joo See Hyuk, Damien Eloi, Patrick Chila und Peter Karlsson bedürfen keiner weiteren Erläuterungen.

Doch auch Maberzell ist besser als es der Fehlstart in der Liga suggeriert. Jan-Ove Waldner gilt allgemein als der beste Tischtennisspieler aller Zeiten und kann an guten Tagen noch immer starke Gegner bezwingen. Abwehrkünstler Wang Xi war 2007/08 stärkster DTTL-Spieler der regulären Punktrunde und wurde - statistisch betrachtet - erst in den Playoffs von Timo Boll überholt, an denen der hagere Chinese nicht teilnehmen durfte, da sein damaliger Arbeitgeber Gönnern in diesen Regionen nicht vertreten war. Allerdings klebte Wang in den ersten Matches der neuen Spielzeit das Pech sprichwörtlich am Schläger. Der schwedische Linkshänder Robert Svensson glänzte - nach ebenfalls durchwachsenem Start - besonders in der letzten Rückrunde in Plüderhausen und scheint ein Spieler zu sein, der überall eine längere Eingewöhnungsphase benötigt. Zudem steht als Stand-By-Profi noch der Bulgarien-Chinese Feng Zhe bereit, der in den letzten Jahren einer der stärksten Bundesliga-Akteure des oberen Paarkreuzes war. Da wäre es schon verwunderlich, wenn die Osthessen noch lange erfolglos vor sich hin dümpeln müssten.

„Champions League gegen den Frust“ überschrieb unlängst die Frankfurter Rundschau einen Artikel über die derzeitige Gemütsverfassung der Maberzeller, die dem Vernehmen nach in dieser Saison die Königsklasse nur nutzen wollen, um erste Erfahrungen in der europäischen Beletage zu sammeln. „Erst mal reingucken“ heißt die von Manager Stefan Frauenholz ausgegebene Losung. Allerdings stellt Fuldas Chef auch fest: „Wir haben in Frankreich nichts zu verlieren und könnten deshalb eigentlich befreit aufspielen und so vielleicht endlich den Knoten platzen lassen.“ Zu wünschen wäre es dem in der deutschen Eliteliga bislang dreimal unter Wert geschlagenen Waldner-Klub allemal. +++

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