"Wenn hier eine ganz tolle Halle steht, darüber ein frischer Rhönwind weht, dann freu´n sich die Kinder und Sportler im Tal, man sagt sich: ´Das gibt´s nicht noch einmal.´ Wettkämpfe, Turniere, der Sportunterricht - das alles wird kommen mit lachendem Gesicht", sangen die Jungen und Mädchen der Biebertaler Schulspatzen zur Grundsteinlegung "ihrer" neuen Kreissporthalle am heutigen Freitagnachmittag in Hofbieber (Landkreis Fulda). Den fröhlichen Text hatten sie zusammen mit ihrer Leiterin Ulrike Hampel extra für die Feier entworfen. Der Grund für den Bau der neuen Drei-Felder-Halle neben der Mittelunktschule ist jedoch nicht so erfreulich. Kurze Rückblende: In der Nacht vom 12. Mai 2007 zum 13. Mai 2007 ist die damaligen Großsporthalle bis auf ihre Grundmauern abgebrannt. Das Großfeuer richtete einen Millionenschaden an (osthessen-news berichtete ausführlich: http://www.osthessen-news.de/beitrag.php?id=1136037 ).
16 Monate später arbeiten die Bauleute auf Hochtouren, und Anfang des Jahres 2009 soll die neue Halle, die von dem Architekturbüro Sichau & Walter aus Fulda nach modernen Gesichtspunkten geplant wurde, fertig gestellt werden. Der Neubau soll 4,6 Millionen Euro kosten, wovon der Landkreis etwa zwei Millionen Euro selbst aufbringen muss. Der Grundstein ist gelegt und die politischen Vertreter lobten in ihren Grußworten die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Behörden, Schule und Gemeinde. Unbürokratisch habe man den Schulsport nach dem Brand koordiniert. Die etwa 700 Schüler der Biebertalschule musste auf verschiedene Standorte wie die Gymnastikhalle des Gemeindezentrums oder der Sporthalle des Internats Bieberstein ausweichen. Es war eine dramatische Situation, die nach Meinung von Landrat Bernd Woide, Schulleiter Hermann-Josef Stangier und Bürgermeister Marcus Schaft von allen beteiligten Personen gemeistert wurde.
Hartmut Walter beschrieb die neue Halle, die erneuerbare Energiequellen nutzt. Eine Holzhackschnitzelanlage wird die Kreissporthalle, die benachbarte Schule und das Gemeindezentrum heizen, sagte Woide und unterstrich, dass "nicht alles kleinteilig diskutiert werden muss und auch der Landkreis einen aktiven Beitrag für das Biosphärenreservat Rhön leistet". Zudem wird eine Photovoltaikanlage auf das Hallendach installiert. Die Drei-Felder-Halle wird mit etwa 500 Tribünen-Sitzplätzen ausgestattet.
Erfrischend locker und fröhlich war die Grundsteinlegung. Dafür sorgten die Biebertaler Schülerspatzen, aber auch die Gäste. Der Landrat ließ das Protokoll außer acht, begrüßte zuerst die Kinder, dann den Bürgermeister und fragte den Nachwuchs direkt, was überhaupt eine Grundsteinlegung sei. Natürlich wird da ein Grundstein gelegt, sagte ein Junge. Später durften sie dem Landrat helfen und die Mauersteine setzen.
Passend auch die zweite Strophe des Grundstein-Liedes: "Wenn nun uns´re Halle errichtet, der Grundstein gelegt, der Plan verwirklicht wird, dann steh´n wir am Bauzaun und jeder denkt sich: ´Beeilt euch mal, hier turn bald ich.´Das Turnen, die Spiele, Gymnastik und Tanz, Gelächter und Rufe erfüllt die Halle hier bald ganz."
Die tolle Stimmung auch beim Kreuzberglied zum Abschluss der Feier in der noch staubigen Halle war kaum verklungen, da brummten auch schon wieder die Motoren des Beton-Lasters und der Maschinen. Die Bauarbeiter hörten auch die Kinderworte. (Hans-Hubertus Braune) +++

...nimmt Gestalt an

Das Architekturbüro Sichau & Walter hat die Pläne entworfen.

Fröhlich sangen die Biebertaler Schul-Spatzen das Kreuzberglied.

Hofbiebers Bürgermeister Marcus Schaft.

Hartmut Walter vom Architekturbüro Sichau & Walter.

Schulleiter Hermann-Josef Stangier.

"Was ist eine Grundsteinlegung" fragte der Landrat.

Der Kreischef packte an...

...während diese beiden Kinder den "Speis" mit der Kelle verteilten.

Eine rote Trillerpfeife, ein Staffelstab...

...und eine Urkunde zur Grundsteinlegung.

Nach der Feier legten die Bauarbeiter gleich wieder los.

Eine "Bildpause" gönnte sich der Fahrer des Betonmischers während der Feier.

Diese kleine Spinne "testete" das Modell der neuen Halle und deren Außenanalagen.