Es lag ein angenehmer Duft am Sonntagabend in der Kissinger Eishalle. Die Verantwortlichen der Kissinger Wölfe zeigten sich rundum zufrieden nach dem eindeutigen 8:3 (3:0, 3:0, 2:3) Sieg gegen Würzburg. Im ersten Vorbereitungsspiel der Saison überzeugte die „runderneuerte“ Mannschaft des EC Bad Kissinger Wölfe mit Biss und schönen Spielzügen.
Die Mannschaft, die am letzten Wochenende in einem Trainingslager zum ersten mal auf dem Eis stand und in den letzten Tagen intensiv trainiert hat, stand im Freundschaftsspiel gegen den Ligarivalen ESV Würzburg vor ihrer ersten Bewährungsprobe. Gegen die Würzburger Eisbären, die in Bad Kissingen ihr zweites Vorbereitungsspiel absolvierten, liefen die Kissinger Wölfe erstmals mit der neuen Formation auf.
Ledin kam, sah und spielte herausragend
Wie angekündigt war Viktor Ledin, der früher im Bad Kissinger Nachwuchs spielte, als Gastspieler auf dem Eis. Er überzeugte auf ganzer Linie und konnte sowohl durch Einzelaktionen wie auch als Teamspieler, wichtige Akzente setzen. „Es war mir eine Freude wieder in Bad Kissingen aufzulaufen. “ so Ledin nach dem Spiel. Diese Woche wird über die weitere Zusammenarbeit verhandelt.
Die Wölfe begannen das Spiel vorsichtig. Es entwickelte sich so zunächst ein abwechslungsreiches Match, in dem sich nach 10 Minuten eine leichte Überlegenheit der Wölfe abzeichnete. In der 17. Minute waren die Wölfe dann durch einen Alleingang von Florian Kiesel erstmals erfolgreich. Dieser Treffer gab dem Wolfsrudel einen Ruck, so dass noch vor dem Ende des ersten Drittels die beiden weiteren Treffer durch Dominik Reiß (Zuspiel von Alexander Walter und Sven Kaufmann) und Neuzugang Dennis Kramer (Lukas Gieselbrecht und Viktor Ledin) fielen.
Der Druck der Gastgeber setzte sich im zweiten Drittel fort. Unmittelbar nach der Pause waren die Wölfe wieder erfolgreich. Lukas Gieselbrecht netzte auf Vorlage von Ralf Schmitt zum vierten Treffer der Wölfe ein, und Hans Maunz erzielte auf Zuspiel von Florian Kiesel und Michael Trojok gut zwei Minuten später das 5:0. In der 31. Minute machte Christoph Hengst nach einem Alleingang mit dem sechsten Treffer der Wölfe das halbe Dutzend voll. Kurz zuvor wechselte der Trainer Bernd Grunewald den Goalie. Für den hervorragend haltenden Neuzugang Oliver Ebenrett, kam der Junioren Torwart Jürgen Hartmann ins Spiel, der seine Aufgabe ebenso klasse meisterte.
Im letzten Drittel gelang es den Würzburgern das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Nun gab es für beide Mannschaften eine ganze Reihe von Torchancen. In der 46. Minute schlugen die Wölfe durch Philipp Andre Buscham (Alexander Walter und Dominik Reiß) nochmals zu. Dann zeigte sich der Kräfteverschleiß durch die intensiven Trainingseinheiten der letzten Tage. Das Spiel wurde ruppiger und etwas zerfahren, die Strafzeiten erhöhten sich und der Faden ging verloren. Würzburg erzielte durch Christian Glotz den Anschlusstreffer. Die Wölfe gaben jedoch die richtige Antwort und erhöhten durch einen Alleingang von Charles Müller auf 8:1. Die letzten zehn Minuten gehörten den Eisbären, die durch Treffer von Alexander Durnev und Rene Berkhand noch auf 8:3 verkürzen konnten.
Insgesamt zeigte die neue Mannschaft der Wölfe in diesem Spiel welches Potential in ihr steckt. „Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber ich bin sehr optimistisch“, kommentierte der neue Kapitän Christoph Hengst das Auftreten seiner Mannschaft nach dem Spiel.
Tore:
1:0 (17.) Florian Kiesel,
2:0 (19.) Dominik Reiß (Alexander Walter, Sven Kaufmann),
3:0 (19.) Dennis Kramer (Lukas Gieselbrecht, Viktor Ledin),
4:0 (22.) Lukas Gieselbrecht (Ralf Schmitt),
5:0 (23.) Hans Maunz (Florian Kiesel, Michael Trojok),
6:0 (31.) Christoph Hengst,
7:0 (46.) Philipp Andre Buscham (Alexander Walter, Dominik Reiß),
7:1 (49.) Christian Glotz,
8:1 (52.) Charles Müller,
8:2 (53) Alexander Durnev,
8:3 (59.) Rene Berkhand
Strafminuten:
ECK 20 +10 (Kiesel); ESV 24 + 10 (Müller) +++