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08.10.08 - SPORT

Kartfahrer Alexander DÖRFLER belegt dritten Platz beim ADAC-Bundesendlauf

Der für den ADAC Hessen-Thüringen startende Alexander Dörfler reiste nach Oschersleben, um sich mit den besten Kartfahrern aus Deutschland im ADAC Bundesendlauf zu behaupten. Alexander, der als Vizemeister des WAKC ins Rennen ging, belegt Deutschlandweit den fünften Platz. „Mein Ziel für das Wochenende ist ein Platz auf dem Treppchen", sagte Dörfler.

In der Klasse ICA Junioren (Gesamtgewicht incl. der Fahrer minimal 135 kg und einer Motorleistung von ca. 25 PS, 2-Takt-Motor 100 ccm) bereitete sich Dörfler auf wechselhafte Wetterbedingungen vor. Alle sechs Trainingsläufe am Freitag wurden auf trockener Fahrbahn abgestimmt. Am Samstag kam es dann doch anders, die beiden Vorläufe (Heats) für die Startaufstellung am Sonntag wurden im 1. Lauf bei trockener Fahrbahn und im 2. Rennen unter nassen Bedingungen gefahren. So konnte Alexander Dörfler, der auf Platz 5 startete, bei trockener Fahrbahn im 1. Heat Platz 5 belegen.

Im 2. Heat sollte es für Alexander Dörfler nur besser laufen, da es am Nachmittag regnete. Kurz vor dem Start musste das Kart auf die Regenbedingungen umgebaut werden, was Höchstleistung von dem Mechanikerteam verlangte.

Alexander, der im 2. Heat wieder von Platz 5 aus startete, wurde kurz nach dem Start in der 1. Kurve „abgeschossen“ und kämpfte kurze Zeit mit der Wiese. Es gelang ihm jedoch, seinen Motor bei Drehzahl zu halten und konnte sich dann als 12. wieder in das 22-fahrerstarke Rennen einfügen. Um sein Ziel dennoch zu erreichen, musste Dörfler alles riskieren. So startete er bei regennasser Fahrbahn eine einzigartige Aufholjagd, um sich noch eine der vorderen Plätze im Feld zu sichern.

Alexander Dörfler, der als hervorragender Regenfahrer bekannt ist, fuhr ein absolut riskantes, aber fehlerfreies Rennen. Die riskante Fahrweise bescherte seinem Team einen „sehr hohen Blutdruck“. Schließlich kam Alexander auf Platz 3 durchs Ziel.

Nachdem der Fahrer und das Kart mit 142,6 kg von der Waage genommen wurden, erklärte Dörfler: „Noch eine Runde länger und ich hätte den 2. Platz erreicht“.

Am Sonntag wurde das erste freie Training wieder bei trockenem Wetter gefahren und Fahrer und Mechaniker warteten auf die Wetterveränderungen. Ca. 1 Stunde vor Rennbeginn des 1. Rennens begann es wieder zu regnen und der Teamchef entschied, das Kart wieder auf die Regenabstimmung vom Samstag umzubauen.

Im 1. Finalrennen startete Dörfler auf Platz 3 und rutschte bei einer Startkollision auf Platz 5 zurück. Dörfler war bewusst, dass er bei Regen auch wieder an die Spitze fahren kann. Der auf Platz 1 fahrende Andre Matisic war für Dörfler kein Konkurrent, da es Mitisic`s Heimstrecke war und dieser jede Bodenwelle kannte. Alex: „An den Fahrer komm ich nicht rann“.

Zu guter Letzt gelang es Dörfler im ersten Finallauf mit einem Vorsprung von über 2 sec. vor dem Dritten auf Platz 2 vorzufahren, was ihm die Startposition 2 im 2. Lauf einbrachte.

Der zweite Finallauf, der wiederum unter Regenbedingungen gefahren wurde, verlief vom Start her reibungslos, jedoch gelang des Dörfler nicht, sich nach rechts in die Ideallinie einzureihen. Dadurch verlor er einige Plätze, die er jedoch bis zur 3. Runde wieder gut machte. Alexander wusste, dass er seinen Vordermann Daniel Dragon besiegen musste, um sich den 2. Platz in der Deutschen Meisterschaft zu erkämpfen. Dragon war im 1. Rennen auf Platz 3 durchs Ziel gekommen. Wenn dieser im 2. Lauf vor Alexander durch Ziel käme, würde Punktgleichheit bestehen. Jedoch wäre dann der 2. Lauf höher gewertet und Dörfler würde dann punktgleich auf Platz 3 rutschen. Also musste auch hier Dörfler alles riskieren.

Dörfler konnte bereits in der 5. Runde Daniel Dragon überholen und sich für kurze Zeit auf Platz 2 behaupten. Alexander Dörfler, der in der Endgeschwindigkeit schneller war als sein Verfolger, musste jedoch diesen Vorsprung bergauf wieder abgeben. Dadurch kam es zu zahlreichen, spektakulären Überholvorgängen zwischen Dörfler und Dragon, die selbst den Streckensprecher in Aufregung versetzten.

Dörfler startete noch einmal einen Angriff in der letzten Kurve vor der Zieleinfahrt und konnte sich neben Dragon heranfahren, jedoch reichte es beim Beschleunigen aus der Kurve nicht mehr, ihn zu überholen. Dörfler kam nur mit 0,243 sec. Abstand nach Dragon als Dritter durchs Ziel. Alexander: „ Ich habe meinem Kart und meinem Motor alles abverlangt“, selbst die Motordrehzahl von weit über 18.000 Umdrehungen/Min. konnten mich nicht hindern, vom Gas zu gehen“.

Es gibt Rennen, an die man sich mit Freude erinnert und Rennen, an die man sich ungern zurückerinnert.

„Ungern erinnere ich mich an das Rennwochenende im August 2008 in Uchtelfangen, bei dem ich im 2. Rennen nach einem Unfall mit dem Notarztwagen ins Saarbrückener Krankenhaus eingeliefert wurde“.

„Gerne erinnere ich mich an den Bundesendlauf 2008 in Oschersleben"

Alexander Dörfler bedankt sich zum Abschluss der Saison 2008 bei dem ADAC Hessen Thüringen für die große finanzielle Unterstützung, sowie bei seinen Sponsoren. Bei seinem Teamleiter Oliver Brauer-Schmitt (FAC Fulda), der Motoren-Tuningfirma Manfred Storch für die technische Unterstützung, sowie bei seinem gesamten Techniker- und Schrauberteam. +++














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