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Jestädt im Matthes-BMW in voller Action - Fotos: Höhn

Keine Angst vor „Großen Tieren“. Stenger im Matthes-BMW attackiert einen Audi TT

13.10.08 - SPORT

MATTHES-Team auf Nürburgring erfolgreich - JESTÄDT/STENGER auf Platz 4

Gleiche Vorzeichen, wie beim Rennabbruch vor vierzehn Tagen, herrschten am Nürburgring. Nebel, dick wie Erbsensuppe, hüllte die Eifel in ein diffuses Licht. Sichtweiten, teilweise unter 20 Meter, machte Fahren unter Rennbedingungen unmöglich. Bei den Teams machte sich die Sorge breit, ob das Rennen wiederum der Unbill des Wetters zum Opfer fallen sollte. Gegen Mittag erst lichtete sich das herbstliche Grau und machte Platz für strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Rennleiter Peter Bröcher (Olpe) schaltete um 11.36 Uhr die Boxenampel mit drei Stunden Verspätung auf grün und gab somit das Qualifying frei. Weiterhin verkürzte er die Renndistanz von vier auf 3h5min, das entspricht 75% derselben. Mit dieser Maßnahme rettete er den Teilnehmern die volle Punktzahl für diese Veranstaltung.

BMW-Matthes Motorsport aus Meiningen-Dreißigacker (Südthüringen)war wie gewohnt am Freitag angereist. Das freie Training an diesem Tag wurde genutzt, um bei herrlichstem Herbstwetter Sponsoren und Gönner im Renntempo über die Nordschleife zu transportieren. Dabei konnten natürlich keine Erkenntnisse hinsichtlich Fahrwerkseinstellung erlangt werden. So entschloss sich Technikchef Andreas Matthes, das Set up der letzten beiden Rennen zu verwenden. Eine Maßnahme, die sich am Samstag auszahlen sollte.

Als Fahrer waren wieder das Ehrenmitglied des MSC Rhön, Herbert Stenger und der Fuldaer Michael (Mick) Jestädt gesetzt. Dieser machte auch im Qualifying kurzen Prozess und stellte den Matthes-BMW 318 iS auf Platz drei in der Klasse V2.

Wie üblich war er auch für den Startturn vorgesehen. Der Start verlief glatt und ohne Karambolagen. Jestädt ließ die Hitzköpfe vorpreschen und kaufte sich im weiteren Rennverlauf einen um den anderen. Um 16.58h zeigte der Zeitmonitor Platz 2. Dies war der Lohn für eine taktische und fahrerische Meisterleistung des Fuldaraners.

Der Fahrerwechsel auf den „Berglöwen“ war durch großen Andrang an den Boxen behindert. Die verkürzte Renndistanz machte den Teams hinsichtlich Taktik zu schaffen. Da pro Box nur eine Tankanlage zur Verfügung steht, bei teilweise 9 Fahrzeugen (wie in der Matthesbox), waren somit Engpässe vorprogrammiert. So musste Stenger Zähne knirschend zwei Konkurrenten passieren lassen. Das setzte natürlich gewaltig Adrenalin frei und motivierte den Sommerkahler zusätzlich. Bald hatte er wieder Anschluss an das Führungsquartett gefunden und kämpfte verbissen um Platz vier. Durch den gewaltigen Druck auf den viert platzierten BMW machte dessen Fahrer einen Fahrfehler, sodass Stenger Platz vier nach Hause fahren konnte.

Dieses erneute Spitzenergebnis brachte der Matthes-Truppe 7,81 Punkte ein und erhöhte den Punktestand auf 48,25. Jestädt/Stenger rangieren somit auf Platz 16 von 877 gewerteten Fahrern. Das ist eine gute Ausgangsposition für die letzten beiden Rennen am 25.10. und 09.11., freute sich ein sichtlich zufriedener Teamchef Peter Matthes. +++

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