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15.10.08 - SPORT

"Fette Brocken" in der Tischtennis-Champions League - Heimspiel TTC Maberzell

„Keine Atempause, Geschichte wird gemacht“ hieß es einst in einem Song der deutschen Rockgruppe „Fehlfarben“. Dieses Motto gilt besonders für die vier ambitionierten DTTL-Vertreter in der europäischen Königsklasse, die sich am Freitag und Samstag mit namhaften, spielstarken Gegnern konfrontiert sehen. Durchatmen ist nach der tollen EM von St. Petersburg jedenfalls kaum gestattet. Speziell Ochsenhausen und Frickenhausen/Würzburg müssen sich mit Hochkarätern auseinandersetzen, deren Namen Programm sind.

So müssen die TTF im legendären Spiroudome zu Charleroi antreten, während das Steger-Team Titelverteidiger Niederösterreich empfängt. Weniger klangvoll kommt Fuldas Gegner aus Grodzisk Mazowiecki daher – dafür geben die Polen ihr Gastspiel in der Rhön mit der Empfehlung eines sensationellen 3:0 bei Topfavorit Cajagranada. EM-Star Timo Boll und sein Team reisen favorisiert zum dänischen Vertreter Roskilde, allerdings will dessen Topspieler Michael Maze erst einmal bezwungen sein.

Gruppe D – Samstag, 19:00 Uhr: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell - Bogoria Grodzisk Mazowiecki

Vor Eintritt in die Gruppenphase galt das Team aus der Nähe Warschaus als Underdog, gegen den man locker die Punkte einfahren müsse, wenn man Ambitionen auf den Viertelfinaleinzug hege. Damals glaubte man, die Polen hätten außer einem schier unaussprechlichen Klubnamen wenig in die Waagschale zu werfen. Nun ist man eines besseren belehrt worden. Die „Nobodys“ um den Ex-Grenzauer Cheung Yuk hatten nämlich am ersten Spieltag die Fachwelt in helle Aufregung versetzt und mit 3:0 beim Titelmitfavoriten Cajagranada gewonnen. Samsonov, Gardos und Zhao Peng staunten jedenfalls nicht schlecht, als sie von Cheung, Wang und Olejnik in eigener Halle nahezu vorgeführt wurden. Fulda hatte in Levallois nach beachtlicher Leistung unglücklich verloren. Zudem ist Wang Xi endlich wieder annähernd der Alte und der kollektive Durchhänger scheint nach dem Liga-Sieg gegen Jülich überwunden zu sein.

Die bekanntermaßen stimmgewaltige Fuldaer Kulisse wird versuchen, Waldner & Co. auch gegen den Cajagranada-Bezwinger zum Sieg zu pushen. Dabei dürfen sich die Osthessen endlich einmal einer Außenseiterposition erfreuen, die es vielleicht auch psychologisch erleichtert, erfolgreich zu agieren. Auch Maberzells Chef Stefan Frauenholz ist im Vorfeld eher um Understatement bemüht: „Gespannt warten wir auf dieses Team, das in Spanien den Favoriten so deutlich bezwungen hat. Unsere Chancen sind aber eher schlecht, etwa 30:70. Doch mit etwas Glück könnte es auch für uns laufen.“

Gruppe A – Freitag, 19:30 Uhr: BTK 61 Roskilde Bordtennis - Borussia Düsseldorf

Gruppe B – Freitag, 19:00 Uhr: Royal Villette Charleroi - TTF Liebherr Ochsenhausen

Gruppe C – Freitag, 20:00 Uhr: TTC Müller Frickenhausen/Würzburg - SVS Niederösterreich (DTTL) +++

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