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Das deutsche Nationalteam der U 17... - Alle Fotos: Jörg Moritz

...heute im Städtischen Stadion in Fulda.
16.10.08 - FULDA
Fußball-Länderspiel: Die Analysen der Nationaltrainer - BILDERSERIE (1) zum Spiel
"Meine Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt. Allerdings kann ich mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden sein", sagte Marco Pezzaiuoli nach dem Spiel seiner deutschen U 17-Nationalmannschaft in Fulda gegen Tschechien. Sein tschechischer Kollege Josef Pesice zeigte sich nach dem Spiel vor etwa 4.000 Zuschauern und dem 2:1 (1:0)-Erfolg seiner Elf sichtlich zufrieden. "In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft gut gespielt und kombiniert. Nach der Pause hat die Kraft gefehlt. Wir haben nur 16 Spieler dabei und zwei Mann waren auch noch krank", sagte Pesice im Gespräch mit osthessen-news.
Der Tscheche sparte jedoch nicht mit Lob für die deutsche Mannschaft. "Die Deutschen sind immer stark und werden immer besser. Sie zählen als Gastgeber zu den Favoriten bei der Europameisterschaft im nächsten Jahr", erklärte der 58-jährige Coach, der früher unter anderem für Sparta und Slavia Prag als Mittelfeldakteur spielte. Sein Team müsse sich erst noch qualifizieren und hofft auf eine gute Auslosung in Zürich. "Wir sind jetzt schon nervös, denn wir wollen gerne in Deutschland dabei sein. Es gibt viele gute Mannschaften in Europa. Das wird schwer für uns", übte sich Pesice etwas in Understatement. Denn die Osteuropäer gelten als starke Nation. "Sie haben individuell gut ausgebildete und technisch starke Spieler. Wir haben sie bewusst für diese Testspiele ausgewählt", sagte Pezzaiuoli. Tschechien hatte die erste Qualifikationsrunde zur EM vom 6. bis 18. Mai 2009 in Deutschland als Erster überstanden. In einer zweiten Qualifikationsrunde erreichen die Sieger der sieben Vierergruppen die Endrunde.
Das deutsche Team kann sich diese Strapazen als Gastgeber ersparen - die Konzentration gilt der Vorbereitung. Deshalb galt das heutige Spiel in Fulda als Sichtungs-Länderspiel. "Heute haben elf neue Spieler auf dem Platz gestanden, die vorher noch nie in dieser Formation zusammengespielt haben. Unsere Mannschaft hat eine Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel vor zwei Tagen gezeigt und gut kombiniert. Wir hatten einige hundertprozentige Torchancen", sagte der Nationaltrainer. Der 39-jährige gebürtige Mannheimer, der unter anderem unter dem jetzigen Bundestrainer Jogi Löw beim Karlsruher SC arbeitete, lobte zudem die optimalen Verhältnisse in Fulda. Das Team war seit dem vergangenen Sonntag im Hotel Holiday Inn untergebracht und trainierte auf den Nebenplätzen von Borussia Fulda. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Umfeld hier in Fulda. Tolles Stadion und Fans und eine sehr gute Organisation", gab er zu Protokoll.
Und auch die Tschechen wohnten während der Landerspielreise in Fulda. "Wir sind gerne in Deutschland. Der Deutsche Fußball-Bund ist immer ein sehr guter Partner", lobte der gebürtige Prager. Während sein Team bereits im Bus hinter dem Fuldaer Stadion wartete, erzählte er gegenüber osthessen-news in bestem Deutsch von seinen positiven Eindrücken. "Das war alles super hier", sagte Pesice. Von Fulda aus führe die Reise nun zurück nach Prag. Im November trifft sich seine Mannschaft zu einem dreitägigen Trainingslager, und Anfang des Jahres 2009 reist die U 17 Tschechiens zu einem Turnier nach Lamanga.
Für das deutsche Team ging die Reise nicht so weit. "Wir fahren nun nach Hanau und spielen morgen in Hanau und am Sonntag in Aschaffenburg gegen Russland", sagte der deutsche Trainer. Die Mannschaft, die in Fulda spielte, hat morgen frei und ist erst am Sonntag wieder an der Reihe.
Dass der örtliche Fußballverein Borussia Fulda mitten in einer Vereinskrise steckt und derzeit nach einem kompletten Vorstand sucht, davon bekamen die Nationalteams nichts mit. Unter den 4.000 Fans waren auch der kommissarische Vorsitzende Bernd Vey, Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller und Sportdezernent Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel. In einem Radio-Interview des Hessischen Rundfunks wünschte sich Dippel ähnlich viele Zuschauer bei den Heimspielen der Borussia, die wichtig für die Stadt sei. Doch am Samstag gegen Germania Ober-Roden werden die Kassierer statt 4.000 wohl eher 400 Fußballanhänger zählen. (Hans-Hubertus Braune) +++

Die Begeisterung der zumeist jungen Fußballanhänger war groß.

Lange Warteschlangen vor den Kassenhäuschen. Doch die DFB-Offiziellen blieben konsequent. Das Spiel musste pünktlich beginnen.

Und die Zuschauerränge füllten sich während der ersten Halbzeit.

Das deutsche Team...

...und die Mannschaft aus Tschechien.

Im Hintergrund der tschechische Nationaltrainer Josef Pesice.

Der Nationaltrainer gibt Tipps.

Jubel über den 1:2-Anschlusstreffer von Sebastian Dreier (verdeckt).